Das Windhoff Pitstop Konzept im SBB Werk Olten

0
474

In Olten entstand zwischen 2017 und 2018 die komplexeste und technisch anspruchsvollste Unterflur-Hebeanlage der Welt.

16 Hebestände á 40 Tonnen, 48 Wagenkastenheber, 180 m Gesamtlänge, vollautomatischer Betrieb.

Sie wurde nach dem Windhoff Pit Stop Concept für den schnellen Drehgestellwechsel geplant und funktionsfertig geliefert.

Pit Stop Konzept meint: schnell rauf – schnell wechseln – schnell wieder auf der Strecke. Unser Motto: «Faster back on Track.»

Ein Kundenwunsch war es, möglichst alle neuen Trieb- und Gliederzüge des Regionalverkehrs mit ihren unterschiedlichen Längen und Ausführungen auf dieser Anlage warten bzw. heben zu können. Kürzere Zugeinheiten sollten darüber hinaus parallel gleichzeitig angehoben werden können, um eine möglichst hohe Effizienz der Anlage zu generieren. Das Ergebnis ist in Europa bislang einzigartig. Komplette 3- bis 6-teilige Triebzüge können jetzt im Ganzen auf der neuen Unterflurhebeanlage von Windhoff bearbeitet werden. 16 Gleisheber und 48 Karosserieheber gewährleisten das flexible Anheben der unterschiedlichen Fahrzeugtypen und –längen. Mit den Gleishebern wird der komplette Zug inklusive Rädern angehoben. Die Karosserieheber stützen oder bewegen die Wagenkästen des verbundenen Fahrzeugs. Einzelne oder sämtliche Drehgestelle lassen sich bei abgestützten Wagenkästen absenken und austauschen. Sämtliche Karosserieheber sind in der Länge stufenlos und die Pratzen quer verstellbar. Die Herausforderung dabei ist, neben den genau anzusetzenden Anhebestellen, ist die richtige Ansteuerung der eingesetzten Heber und deren Kombination.

Eine begehbare 4,5-m tiefe Einbaugrube sorgt dafür, dass die Unterflurhebeanlage jederzeit problemlos gewartet werden kann. Stabile, nachfahrende Grubenabdeckungen verschliessen automatisch, so dass jederzeit gefahrlos gearbeitet werden kann.

KOMMENTIEREN - commenter - commentare

avatar
  Abonnieren  
Benachrichtige mich zu: