100’000 Züge durch den Gotthard: stabiler Betrieb und steigende Nachfrage im Güterverkehr [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 5. März 2019 veröffentlicht.

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Ein Güterzug von SBB Cargo International, für den Kunden Hupac, war am 5. März 2019 der 100'000 Zug, welcher durch den Gotthard-Basistunnel (GBT) verkehrte. / Quelle: SBB CFF FFS

Bis zum 5. März 2019 sind 100’000 Züge durch den Gotthard gefahren – der letzte ist ein internationaler Güterzug von SBB Cargo International für den Kunden Hupac. An einem Werktag verkehren zwischen 130 und 160 Züge im Gotthard-Basistunnel, davon rund zwei Drittel Güter- und ein Drittel Reisezüge des nationalen und internationalen Personenverkehrs.

Der Betrieb des Gotthard-Basistunnels (GBT) verläuft planmässig, stabil und sicher. Seit der Inbetriebnahme konnten mit wenigen Ausnahmen alle Züge regulär durch den GBT geführt werden. In einigen Fällen kam es zu Störungen an Fahrzeugen oder an den Anlagen im Tunnel, so dass Züge über die Panorama-Strecke umgeleitet werden mussten. Lediglich in Einzelfällen mussten Züge aus dem Tunnel abgeschleppt werden, im Personenverkehr nur ein einziges Mal. Die Sicherheit war für die Reisenden jederzeit gewährleistet. Die Betriebs- und Interventionsprozesse funktionieren wie geplant und zuverlässig.

Steigende Nachfrage im Güterverkehr

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Ein Güterzug von SBB Cargo fährt am 14. November 2016 von Norden in den Gotthard-Basistunnel ein. / Quelle: Sandro Hartmeier

Der Anteil des Güterverkehrs durch den GBT auf der Schiene betrug 2018 59 Prozent, bis zu 120 Güterzüge an Spitzentagen. Davon entfallen knapp 83 Prozent auf SBB Cargo und SBB Cargo International. Nach der halbjährigen Sperre der Luino-Strecke für geplante Ausbauarbeiten und dem Streckenunterbruch in Rastatt (DE) hat sich der Güterverkehr 2018 wieder deutlich erholt, die Nachfrage ist steigend. Die aktuell sechs auf der Gotthardachse operierenden Güter-Eisenbahnverkehrsunternehmen (Güter-EVU) bewerten den Betrieb nach der Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels vorbehaltlos als gut und positiv. Die Betriebsabwicklung verläuft in der erwarteten Zuverlässigkeit und Produktionsqualität, so dass die vereinbarten Trassenzeiten zur Tunneldurchfahrt und für die ganze Transitstrecke Schweiz eingehalten und teilweise sogar unterschritten werden können. Bezüglich der gesamten, grenzüberschreitenden Transportzeiten sind jedoch noch weitere Optimierungen nötig.

Diese werden mit der Inbetriebsetzung des Ceneri-Basistunnels und den weiteren Verbesserungen bei den Arbeitsabläufen an den Grenzen in den nächsten Jahren erreicht. Auch die für die Neubaustrecke GBT festgelegten maximalen Zuglasten (bis zu 1700 Tonnen Nord-Süd mit nur einer vierachsigen Lok und bis zu 1400 Tonnen Süd-Nord) sind gewährleistet und werden stabil produziert. Durch den Wegfall der Fahrt via Bergstrecke können die Güterzüge mit weniger Loks und effizienter über die Gotthardachse geführt werden. Durch die verkürzte Fahrzeit für Güterzüge via GBT werden heute vermehrt Lokführer durchgehend zwischen Bellinzona und Basel eingesetzt. Ein weiterer Effizienzgewinn für den Güterverkehr wird Ende 2020 mit der Inbetriebnahme des Ceneri-Basistunnels und dem 4-Meter-Korridor zwischen Basel und Chiasso erreicht.

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Auch nach den Fahrplanwechsel 2020 wird leider immer noch das Problem bestehen, dass die Deutsche Wir-bringen-rein-gar-nix-auf-die-Reihe-Bahn und die italienische Ferrovia Bunga-Bunga mit dem Asbu der Zulaufstrecken noch lange Jahre im Rückstand sein werden. Wir hingegen werden unserer Hausaufgaben gemacht haben.