Kanton Luzern: Durchgangsbahnhof generiert grossen volkswirtschaftlichen Nutzen

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Visualisierung Durchgangsbahnhof Luzern_Kanton Luzern_2019
Visualisierung wie der Durchgangsbahnhof Luzern aussehen könnte. / Quelle: Kanton Luzern

Der Durchgangsbahnhof Luzern generiert Dank der bedeutenden Verbesserung der Erreichbarkeit der Region Luzern einen volkswirtschaftlichen Nutzen von jährlich rund 32 Millionen Franken. Dies ist das Resultat einer vom Kanton Luzern in Auftrag gegebenen Studie. Die äusserst positiven Auswirkungen auf die Wirtschaft sind unter anderem auf die deutliche Verbesserung des Bahnangebots zurückzuführen: Neue Direktverbindungen verkürzen die Reisezeiten und reduzieren die Umsteigevorgänge.

Der Kanton Luzern hat Ende 2018 eine Studie zu den Auswirkungen der Verdichtung (Agglomerationseffekte) des Durchgangsbahnhofs in Auftrag gegeben. Diese hat ergeben, dass der Durchgangsbahnhof im Kanton Luzern insgesamt einen volkswirtschaftlichen Nutzen in substanzieller Höhe von rund 32 Mio. Franken pro Jahr schafft. Durch den Bau des Durchgangsbahnhofs ergibt sich ein Angebotssprung, wie er wohl in keiner anderen Region der Schweiz überhaupt noch realisierbar ist. Der Nutzen des Durchgangsbahnhofs geht dabei weit über die Agglomeration Luzern hinaus. Die Studie bestätigt damit erneut, dass der Durchgangsbahnhof ein national relevantes Projekt ist.

Agglomerationseffekte führen zu höheren Löhnen

Dank dem Ausbau des Bahnangebots im Raum Luzern steigt für Arbeitsnehmer/-innen wie Arbeitgeber die Chance, die passende Arbeitskraft bzw. die passende Stelle zu finden, was letztlich Spezialisierungen und Produktivitätssteigerungen erlauben. Zusätzliche Produktivitätsgewinne manifestieren sich insbesondere in höheren Löhnen. Dazu kommt, dass weitere Kostenfaktoren wie Ausbildung oder Infrastrukturen gemeinsam kostengünstiger organisiert werden können. Zudem erhöht sich die Vielfalt und Kreativität und somit die Innovationskraft innerhalb des ganzen Kantons.

Parlamentarische Beratung Ausbauschritt 2035 (AS 2035)
Der Ausbauschritt 2035 wird seit Winter 2018 durch National- und Ständerat beraten. In ihrer Sitzung vom 18. Februar 2019 hat die Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen des Ständerates den AS 2035 angepasst und ist den Forderungen des Kantons Luzern teilweise nachgekommen. Neu wird der Durchgangsbahnhof als Teil des AS 2035 ausdrücklich erwähnt, und zwar als zu projektierendes Vorhaben inklusive Auflageprojekt. Damit soll eine unterbruchsfreie Projektierung sichergestellt werden. Zudem enthält der Bundesbeschluss eine neue Bestimmung, wodurch bei Verzögerungen von Projekten aus den AS 2025 und AS 2035 andere Projekte vorgezogen werden können. Der Ständerat wird voraussichtlich am 7. März 2019 die Vorlage zum Ausbauschritt 2035 beraten.
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