Auflösung Komitee ZBL und Fusion der Ressourcen mit Pro Bahn Zentralschweiz

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Der komplette Vorstand an der GV 2019. Von links nach rechts: Göran Larsson, Martin Stuber, Andreas Hürlimann, Karin Blättler, Philip C. Brunner, Philipp Federer. / Quelle: Überparteiliches Komitee «Zimmerberg light»

An der GV vom Mittwoch 16. Januar 2019 haben die anwesenden Komitee-Mitglieder einstimmig beschlossen, das Komitee Zimmerberg light aufzulösen und das Vereinsvermögen der Pro Bahn Sektion Zentralschweiz zu übertragen. Mehrere Mitglieder kündigten an, sich in Zukunft im Rahmen von Pro Bahn für die Anliegen bezüglich der Bahnarterie ZH-ZG-LU zu engagieren. Gefordert wird, dass die SBB die neu ins Spiel gebrachte Variante des renommierten Verkehrsplaners Werner Stohler ergebnisoffen prüfen.

Die Mitglieder folgten damit einstimmig den Anträgen des Vorstandes.

Hintergrund des Entscheides ist die Zielerreichung bei der langjährigen Forderung nach einem ergebnisoffenen und fairen Variantenvergleich zwischen dem Zimmerberg Basistunnel II (ZBT II) und Zimmerberg light (ZBL). Wie sich der Vorstand anlässlich eines halbtägigen Workshops mit den Verantwortlichen der SBB und die Mitgliedschaft bei der gut besuchten Veranstaltung vom 21. November 2018 überzeugen konnten, haben die SBB dies im Auftrag des BAVs geleistet.

Das Resultat wird vom Komitee akzeptiert und wir können mit Genugtuung feststellen, dass im Korridorrahmenplan Zentralschweiz, in dessen Rahmen der Variantenvergleich vorgenommen wurde, die Situation à fonds und umfassend mit einer langfristigen Perspektive noch einmal aufgearbeitet wurde. Als neue Erkenntnis ergab sich daraus unter anderem die Notwendigkeit des Meilibachtunnels – also eine Umfahrung von Thalwil für den Verkehr ZH-Sargans-Chur. Wie Copräsident Martin Stuber in seiner Begründung für die Anträge des Vorstandes ausführte, ändert der Meilibachtunnel den Kostenvergleich radikal. Zudem wären die beim ZBL notwendigen Ausbauten in Thalwil umfangreicher, kostspieliger und schwerer realisierbar, als ursprünglich angenommen. Befriedigt stellte Stuber fest, dass die Kostenschätzungen des Komitees für die beiden neuen Tunnels entlang der Stammstrecke von den SBB bestätigt wurden. Und schliesslich sei der Zeitvorteil bei der Realisierung des ZBL inzwischen massiv geschrumpft.

Dazu Stuber:

«Wenn der Zuger Volkswirtschaftsdirektor Matthias Michel im 2009 nach der Etablierung der 400 Millionen Vorfinanzierung durch den Kantonsrat voll auf Zimmerberg light gesetzt hätte, könnten wir heute vielleicht die zweite Tunnelröhre am Albis in Betrieb nehmen, mit einer dringend nötigen massiven Verbesserung der Situation auf dieser national bedeutenden Bahnarterie.»

Nun werden sich die Aktivitäten auf eine möglichst schnelle Realisierung des ZBT II und des Luzerner Durchgangsbahnhofes konzentrieren. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

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