Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat den Standbericht zu den Eisenbahn-Ausbauprogrammen veröffentlicht. Dieser zeigt auf, wie die Umsetzung bei der Neuen Eisenbahn-Alpentransversalen (NEAT), den Hochgeschwindigkeitsanschlüssen, der Zukünftigen Entwicklung der Bahninfrastruktur (ZEB), beim 4-Meter-Korridor und beim Ausbauschritt 2025 läuft. Der Bericht gibt zudem Aufschluss über den Stand der Arbeiten bezüglich der Lärmsanierung, der Einführung des Zugbeeinflussungssystems ETCS sowie der Grossprojekte CEVA Genf und Albulatunnel II. Alle Programme kommen gut voran.

Der Ausbau des Bahnnetzes ermöglicht es, schrittweise zusätzliche Bahnangebote in Betrieb zu nehmen. Die bedeutendsten Verbesserungen fanden im vergangenen Jahr im Rahmen der 4. Teilergänzung der S-Bahn Zürich sowie mit der ersten Etappe des «Léman Express» im Raum Genf statt. Diese wurden insbesondere dank der Infrastrukturausbauten im Rahmen des Programms ZEB sowie dem Bau der CEVA in Genf möglich. Dank der ZEB-Ausbauten können seit Ende letzten Jahres zudem Doppelstockzüge auf der Hauptlinie durch das Wallis (Lausanne-Martigny-Brig) verkehren. Die Wiederinbetriebnahme der Strecke Delle – Belfort im Rahmen des Programms Anschluss an das Hochgeschwindigkeitsnetz ermöglicht seit dem Fahrplanwechsel im Dezember für die Schweizer Reisenden direkte Anschlüsse auf die TGVs in Belfort-Montbéliard.

Bei den baulichen Fortschritten stach 2018 der Durchstich des über ZEB finanzierten Eppenberg-Tunnels zwischen Aarau und Olten heraus. Auch in den übrigen Programmen konnten letztes Jahr Fortschritte erzielt werden. Beim Gotthard-Basistunnel betraf es zum Beispiel die Garantie- und Abschlussarbeiten, um den Tunnel und die Anschlüsse an die Stammlinie gemäss der Bestellung des Bundes vollständig fertig zu stellen und einen uneingeschränkten Betrieb zu ermöglichen.

Durch die Ausbauprogramme und das hohe zu verbauende Investitionsvolumen sind die Bahnen stark gefordert. Die Bauarbeiten können in verschiedenen Fällen zu Einschränkungen für die Reisenden führen.

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Eduard J. Belser
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Eduard J. Belser

Ich habe mir die Mühe genommen, den Bericht zu lesen und er hat mich stolz gemacht, wie weit wir als Schweiz unsere Hausaufgaben in Sachen Eisenbahninfrastruktur bereits gemacht haben. Das müsste unsere VerkerhrspolitikerInnen motivieren, diesen Berichte den Verantwortlichen der Deutschen Wir-bringen-rein-gar-nichts-auf-die-Reihe-Bahn und der italienischen Ferrovia Bunga-Bunga so richtig unter die Nase zu reiben. Was die Deutschen in Sachen Ausbau der Rheintalstrecke bieten bzw. verschlampen ist einfach nur noch unsäglich peinlich. Hätte man die betroffene Bevölkerung von Anfang an einbezogen, wäre der Ausbau schon sehr viel weiter. Mit ihrer Arroganz hat sich die Deutsche Wir-bringen-rein-gar-nichts-auf-die-Reihe-Bahn selbst ausgebremst.