SBB und Postauto haben vereinbart, in verschiedenen Themen enger zusammenzuarbeiten und so den Kunden im Schweizer öV einen besseren Service zu bieten. Mit der Zusammenarbeit bündeln die beiden Unternehmen im Vertrieb, bei der Entwicklung neuer Mobilitätsplattformen und bei selbstfahrenden Fahrzeugen ihre Kräfte und realisieren Synergien. Im Rahmen eines Pilotprojekts testen Postauto und die SBB Kooperationsmöglichkeiten im Bereich Onlinefahrplan und -ticketshop. Ausserdem entwickeln die beiden Unternehmen eine Mobilitäts-App für eine bessere Reiseplanung. Weiter verstärken SBB und Postauto ihre Zusammenarbeit im Bereich selbstfahrende Fahrzeuge. Die Zusammenarbeit reduziert Doppelspurigkeiten, was den Kunden und den Bestellern von Regionalverkehrsleistungen – Bund und Kantonen – zugutekommt.

Die SBB und Postauto sind Marktführer in ihrem jeweiligen öV-Segment. 426’000 Reisende fahren täglich in den Bussen von Postauto; 1,25 Millionen Passagiere sind jeden Tag mit der SBB unterwegs. Dank integriertem Taktfahrplan und dem Grundsatz «Eine Reise, ein Billett» funktioniert das Umsteigen zwischen Zug und Bus bereits heute gut. Mit einer gezielten Zusammenarbeit wollen Postauto und die SBB den Zugang zum Schweizer öV weiter vereinfachen und neue Angebote entwickeln. Dazu haben Christian Plüss, Leiter Postauto, und Andreas Meyer, SBB CEO, am 11. April 2019 anlässlich der Smart Suisse in Basel erste Verträge unterschrieben. Die Zusammenarbeit zwischen der SBB und Postauto reduziert Doppelspurigkeiten und schafft Synergien. Die Vereinfachungen und Kosteneinsparungen kommen den öV-Kunden und den Bestellern von Regionalverkehrsleistungen – Bund und Kantonen – zugute.

Online-Billettkauf wird einfacher – App als umfassender Reisebegleiter

In einem einjährigen Pilotprojekt testet Postauto, wie der Online-Fahrplan und der Ticketshop der SBB auf der eigenen Website verlinkt werden können. Umgekehrt testet die SBB im gleichen Zeitraum, wie sie ihren Kunden in SBB Onlinekanälen Angbote von Postauto prominenter anzeigen können.

Das langfristige Ziel der beiden Unternehmen ist es, die digitalen Fahrplan- und Ticketanwendungen im öffentlichen Verkehr gemeinsam weiterzuentwickeln. Die Reisenden profitieren von einem einfacheren und einheitlichen Zugang zum Billettkauf.

Ebenfalls vertraglich vereinbart haben SBB und Postauto eine Zusammenarbeit im Bereich multimodale Mobilität: Postauto beteiligt sich am SBB Projekt «Swiss Smart Mobility». Im Rahmen dieses Projekts wird eine neue App für kombinierte Mobilität entwickelt, in der Kundinnen und Kunden ihre Reise planen können. Die App soll Reisenden in Echtzeit die Auslastung von Verbindungen und allfällige Störungen anzeigen. Zudem können Car-, Bike- und Ridesharing-Angebote direkt in der App gebucht werden. Später sollen weitere Dienstleistungen wie kurzfristige und platzgenaue Sitzplatzreservationen in Zügen sowie automatisches Ticketing hinzukommen. Ziel ist, die Mobilität in der Schweiz nicht nur einfacher, sondern auch persönlicher, effizienter und bequemer zu machen.

Im Weiteren wollen Postauto und die SBB prüfen, wie die Kundeninformation im Störungsfall weiter verbessert werden kann. Damit könnte die Zuverlässigkeit des öV zugunsten der Kunden erhöht werden.

Kräfte bündeln für automatisierte Fahrzeuge

Zum Thema automatisiertes Fahren und selbstfahrende Fahrzeuge besteht eine Absichtserklärung zwischen Postauto und SBB. Beide Partner führen zurzeit unabhängig voneinander Tests mit automatisierten Fahrzeugen durch, so in Sion (Postauto) und Zug (SBB). Postauto und SBB prüfen nun, wie sie bei künftigen Projekten zusammenarbeiten können. Bisherige Projekte bleiben davon unberührt, soweit dies nicht mit den Auftraggebern anders vereinbart wird. Die Partner sind überzeugt, dass es sinnvoll ist, diese neue Technologie innerhalb der Schweiz gemeinsam weiterzuentwickeln und dadurch die Kräfte zu bündeln.

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