Das Reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in der Schweiz sehr sicher. Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bewegte sich 2018 auf dem tiefen Niveau der vier vorhergehenden Jahre. Insgesamt ereigneten sich 181 schwere Unfälle mit 27 Todesopfern. Diese sind grösstenteils auf falsches Verhalten von Autofahrern und Fussgängern im Strassenverkehr zurückzuführen, die in der Folge mit Zügen, Trams oder Bussen kollidierten, sowie auf unbefugten Aufenthalt auf dem Bahntrassee. Das geht aus dem Sicherheitsbericht 2018 hervor, den das Bundesamt für Verkehr (BAV) am 18. April 2019 veröffentlicht hat.

2018 wurden dem BAV 181 schwere Unfälle im öffentlichen Verkehr gemeldet. Die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten bewegte sich damit auf dem tiefen Niveau der vier Jahre zuvor. Tödlich verliefen 27 Zwischenfälle. Bei den Todesopfern handelt es sich grösstenteils um Personen, die im Strassenverkehr Vorschriften missachteten und daher mit Zügen, Trams oder Bussen kollidierten, sowie um Menschen, die sich unbefugt auf dem Bahntrassee aufhielten. Ein Passagier verstarb an den Folgen eines Bremsmanövers, das ein Bus wegen Fehlverhaltens eines Autofahrers durchführen musste.

Der öffentliche Verkehr war damit erneut sehr sicher. Eine Auswertung des Bundesamts für Statistik zeigt, dass das Risiko, im Eisenbahnverkehr tödlich zu verunfallen, pro Personenkilometer 36-mal tiefer ist als im Autoverkehr und 381-mal geringer als im Veloverkehr. Der Seilbahn-, Schiffs-, Tram- und Busverkehr ist ebenfalls sehr sicher, wie die tiefen Unfallzahlen aus dem vergangenen Jahr zeigen.

Im europäischen Vergleich belegt die Schweiz hinter Grossbritannien und Norwegen den dritten Gesamtrang. Bei der Arbeitssicherheit schneiden die Schweizer Bahnen aber vergleichsweise schlecht ab. Daher richtet das BAV sein Augenmerk darauf und hat schon 2018 die Betriebskontrollen im Gleisbereich intensiviert. Dank dieser Massnahmen schenken auch die Unternehmen dem Thema mehr Aufmerksamkeit. Das BAV wird die Betriebskontrollen auch 2019 weiterführen.

Auch die Sicherheit im Güterverkehr bleibt ein wichtiges Thema. Hier ist der erreichte Stand noch nicht befriedigend. Das BAV wird die weitere Entwicklung aufmerksam verfolgen und prüft weitere Massnahmen.

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