Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben ein ereignisreiches Geschäftsjahr hinter sich. Die grösste Fahrzeugbeschaffung in der Geschichte des Unternehmens wurde mit Ablieferung des letzten Flexity-Trams im Mai 2018 wie geplant abgeschlossen. Seit Oktober 2018 ist der erste vollständig batteriebetriebene E-Bus der BVB in Betrieb. Finanziell schliesst die BVB das Jahr 2018 mit einem Verlust von 765’677 Franken ab.

Nach Eröffnung der Verlängerung der Tramlinie 3 nach Saint-Louis ist es das erste Jahr, in dem die BVB ein trinationales Netz betreibt. Mit 500’000 grenzüberschreitenden Fahrgästen erfüllen die Zahlen die Erwartungen. Ein Meilenstein in der Geschichte der BVB ist das Jahr 2018 auch insofern, weil mit Anlieferung des letzten kurzen Flexity die neue Tramflotte komplett ist. Somit ist die grösste Fahrzeugbeschaffung des Unternehmens erfolgreich abgeschlossen. Die BVB verfügt nun über eine der modernsten Fahrzeugflotten der Schweiz.

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Impressionen der BVB-Tramlinie 3 nach Saint-Louis (Frankreich) vom November 2017. / Quelle: Basler Verkehrs-Betriebe

Die BVB transportierte 2018 fast 128 Mio. Fahrgäste. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 2.23 Prozent (2017: 130.66 Mio. Fahrgäste). Hauptgründe für diesen erneuten Fahrgastrückgang sind die zu Gunsten der Sicherheit nötigen Gleiserneuerungsarbeiten und die damit verbundenen mehrwöchigen Voll- oder Teilsperrungen. Auch der erneut lange und trockene Sommer hat den Trend zum Velo- und Fussverkehr verstärkt.

Erfolgreicher Start für das neue Bussystem 2027

Die BVB hat im Jahr 2018 den Richtungsentscheid zum Bussystem 2027 getroffen.

«Bis 2027 werden wir auch unser Bussystem mit zu 100 Prozent erneuerbarer Energie betreiben»

, sagt Verwaltungsratspräsidentin Yvonne Hunkeler.

«Das ist eine komplexe Herausforderung, die wir engagiert und mit Freude anpacken.»

Stellvertretend für dieses System ist seit Oktober ein vollständig batteriebetriebener Bus auf dem BVB-Netz im Einsatz.

«Der E-Bus läuft sehr gut und sowohl die Rückmeldungen der Fahrgäste, wie auch der Mitarbeitenden sind fast ausnahmslos positiv»

, sagt Direktor Erich Lagler.

Das Konzept und die Details zum Bussystem 2027 werden im Jahr 2019 ausgearbeitet. Bis Mitte 2020 soll ein entsprechender Ratschlag an den Grossen Rat vorliegen.

Netzsanierung auf Kurs

Wie geplant vorangeschritten ist die weitere Sanierung des Schienennetzes. 2018 hat die BVB über 8’200 Gleismeter erneuert. Das entspricht rund 6,5 Prozent des gesamten BVB-Netzes. Die grössten Arbeiten betrafen unter anderem Abschnitte in der Rosentalstrasse, der Zürcherstrasse und die Markthalle-Kreuzung. Sämtliche Arbeiten konnten termingerecht und ohne nennenswerte Unfälle oder Kostenüberschreitungen abgeschlossen werden.

Die BVB schliesst das Geschäftsjahr mit einem Minus von 0,766 Mio. Franken ab. Hauptgrund für dieses Ergebnis waren die Probleme im Zusammenhang mit der Wartung der Fahrzeuge, die einmalige Mehrkosten in der Höhe von 0,95 Mio. Franken verursacht haben. Die Anzahl der Mitarbeitenden hat mit 1’243 im Vergleich zum Vorjahr leicht abgenommen (Vorjahr: 1’255 Mitarbeitende). Im Rahmen einer 2018 lancierten Organisationsentwicklung sind in der BVB-Geschäftsleitung künftig noch vier Geschäftsbereiche vertreten. Dank dieser Reorganisation werden Schnittstellen reduziert, was die Servicequalität für die Fahrgäste weiter erhöhen wird.

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