Swissbahn, mein Chef und ich …

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«Anmutig und in den verschiedensten Posen stehen Sie da, die kleinen Preiser Figuren. Als könnten sie kein Wässerchen trüben und warten geduldig auf Ihren nächsten Käufer».

Was bei einem Modellbahngeschäft oft idyllisch und farbenfroh erscheint, ist in Wirklichkeit ein «knochenharter Job». Zum Zeitvertreib ein bisschen mitmischen funktioniert da nicht.

«Wenn Du da mitmachen willst, musst du dich auf die Zehenspitzen stellen»

Das weiss auch der heutige Geschäftsführer Patrick Bucher, der Firma Swissbahn:

Wir Händler offerieren mehr oder weniger dieselben Angebote im Laden. Damit neue Kundschaft in den Laden kommt, brauchts halt etwas mehr. Eben die «Zehenspitze». (Lacht) Was mein Geschäft und den Service von den Mitbewerbern unterscheidet, soll im vollen Umfang zu Gunsten meiner Kundschaft sein.

Irgendwie scheint es ja zu funktionieren. Denn auch wenn der Laden klein und wirklich weitab vom Schuss ist, kommen immer wieder neue Kunden nach Stilli.

«Man kann Fragen stellen, alles anfassen und ausprobieren»

Natürlich war mein Onlineshop vor dem eigentlichen Geschäft in Betrieb. Ein reiner Onlinehandel ist für mich aber absolut unvorstellbar. Warum sollte ich mein Lager dem Kunden nicht direkt zugänglich machen? Man will es in «Echt» anschauen und anfassen. Vielleicht sogar ausprobieren wenn man darf. Darüber reden und sich Tipps und Anregungen holen. Eben ein richtiges Modellbahngeschäft.

«Kaufen kann man, muss man aber nicht»

Natürlich ist es das Ziel zu verkaufen. Bedrängt oder manipuliert wird aber niemand in meinem Laden. Da trinken wir lieber einen Espresso an der Bar und diskutieren die kleinen Eigenarten der Modellbahn.

«Warum die Modelleisenbahn?»

In den 70er Jahren baute mein Vater mit mir zusammen eine «Trix Express» Modellbahnanlage.

Es war nicht nur die Modelleisenbahn die mich faszinierte, sondern auch das soziale Zusammenspiel mit meinem Vater. Ich kann mich an keine glücklicheren Momente erinnern.

«Keine Angst vor der Zukunft?»

Zugegeben war es einfacher jeden Monat einen saftigen Gehaltscheck abzuholen. Einfacher ist aber in keinem Fall besser. Ich habe in den letzten zwei Jahren mehr erlebt als in den vergangenen 30 Jahren als Angestellter. Man muss sich halt einfach nach der Decke strecken, dann klappt das schon.

«Warum Swissbahn»

Als Ende 2016 die Namensgebung der Firma anstand, begann eine nicht enden wollende Odyssey.

Es standen verschiede Namen zur Auswahl. Galt es auch die rechtlichen Aspekte zu berücksichtigen. Die juristischen Abklärungen übernahm eine Kanzlei. Dem Namen «Swissbahn» wurden nicht allzu viele Chancen eingeräumt und von weiteren Abklärungen abgeraten. Manchmal muss man eben alles auf eine Karte setzen. Ein paar Monate später wurde der Namen vom kantonalen Handelsregister und später von der Schweizer Handelskammer abgesegnet. Mittlerweile ist der Namen sogar als Marke geschützt.

«Swissbahn – Laden Eröffnung im April 2017»

Zugegeben komme ich etwas spät mit meiner Ankündigung. Allerdings mochte ich grosse Auftritte noch nie. So startete dann auch der 17. April ganz ohne Paukenschlag.

In meinem Laden sind Sie immer herzlich willkommen.

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