Die DB Regio und Stadler unterzeichnen den Vertrag für die Entwicklung, den Bau und die Lieferung von 18 Doppelstockfahrzeugen des Typs KISS für den Einsatz im Elektronetz Ost. Der Auftragswert liegt bei rund 220 Millionen Euro.

Die DB Regio AG, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, hat erneut den Zuschlag zum Betrieb des Elektronetz Ost nordöstlich des Grossraums Hamburg erhalten. Ab 2022 sollen dort erstmalig 18 KISS (Abkürzung für komfortabler innovativer spurtstarker S-Bahn-Zug) von Stadler eingesetzt werden. Am 5. Juni 2019 haben Jure Mikolčić, CEO Stadler Deutschland, und Torsten Reh, Leiter DB Regio Nord, den Vertrag unterzeichnet.

Die vierteiligen Doppelstocktriebzüge, bestehend aus zwei Triebwagen und zwei Mittelwagen, können bis zu 880 Fahrgäste sicher, schnell und bequem an ihr Ziel bringen. Jeder Doppelstockzug verfügt über 405 Sitzplätze, davon 38 in der ersten Klasse. Die Bereiche der ersten Klasse befinden sich im oberen Fahrzeugbereich und bieten durch eine 2+1-Anordnung der Sitzplätze eine komfortable Fussraumsituation. Die Fahrzeuge verfügen flächendeckend über WLAN, Steckdosen sowie Videoüberwachung der Fahrgastbereiche. Ein modernes Fahrgastinformationssystem sowie ein elektronisches Reservierungssystem steigern den Fahrkomfort.

Im unteren Bereich sind die Doppelstockzüge mit geräumigen und einfach erreichbaren Mehrzweckbereichen für den Transport von Rollstühlen, Kinderwagen oder bis zu 36 Fahrrädern sowie rollstuhlgerechten Toiletten ausgestattet. Der Zutritt in die Züge erfolgt stufenlos, da die Türen mit einer Spaltüberbrückung ausgestattet und auf eine Bahnsteighöhe von 76 Zentimetern optimiert sind. 8 Einstiege vereinfachen bei einer Fahrzeuglänge von 106 Metern einen zügigen und reibungslosen Fahrgastwechsel an den Bahnhöfen.

Die Fahrzeuge weisen durch 4 angetriebene Drehgestelle eine hohe Fahrdynamik mit einer Höchstgeschwindigkeit von 160 Stundenkilometern auf und können durch die Möglichkeit, bis zu 3 Triebzüge zu kuppeln, bis zu 2640 Fahrgäste je Verbindung befördern.

Der Einsatz des neuen Stadler-eigenen Zugsicherungs-Systems GUARDIA markiert einen weiteren wesentlichen Meilenstein für Stadler beim Ausbau des Geschäftsbereiches Signalling. Das Zugsicherungssystem soll im Rahmen des Streckenausbaus der festen Fehmarnbeltquerung nachgerüstet werden.

Mit dem Auftrag aus Schleswig-Holstein fährt die DB Regio AG nun im siebten Bundesland mit Stadler-Fahrzeugen, jedoch bundesweit zum ersten Mal mit dem KISS.

«Wir freuen uns, mit dem Auftrag in der Region Schleswig-Holstein die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn fortsetzen zu können. Der Zuschlag bestätigt den Bedarf der Eisenbahnverkehrsunternehmen an modernen, zuverlässigen Doppelstock-Fahrzeugen mit einer hohen Laufruhe, die eine grosse Personenzahl komfortabel und schnell befördern»

, sagt Jure Mikolčić, CEO von Stadler in Deutschland.

Torsten Reh, Leiter DB Regio Nord, ergänzt:

«Dass wir im Norden die ersten sind, die bei der DB Regio diese neuen Stadler-Fahrzeuge einsetzen werden, macht uns besonders stolz. Für unsere Fahrgäste bedeutet das ein sehr attraktives, zukunftsorientiertes Zugangebot.»

Die neuen Fahrzeuge sollen gemäss Vertrag ab Juni 2022 in den Probebetrieb gehen, um so eine stabile Betriebsaufnahme zum Fahrplanwechsel im Dezember 2022 sicherstellen zu können.

18 neue KISS-Züge von Stadler: DB Regio bekommt Zuschlag für Elektronetz Ost

2
KOMMENTIEREN - commenter - commentare

avatar
1 Kommentar-Threads
1 Thread Antworten
0 Follower
 
Kommentar mit am meisten Reaktionen
Aktivster Kommentar-Thread
2 Kommentarautoren
RedaktionMichael Höfner Neuste Kommentarautoren
  Abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Michael Höfner
Gast
Michael Höfner

Liebe Redaktion

was sind denn das für Monstergefässe: „Jeder Doppelstockwagen verfügt über 405 Sitzplätze“?