Im Grossen Rat des Kantons Bern wurde am 6. Juni 2019 eine breit abgestützte Motion eingereicht, die den Regierungsrat beauftragt die Schnelle Berner Bahntangente so rasch als möglich zu realisieren. Die IGöV Bern hat diesen Vorschlag vor drei Wochen vorgestellt.

Die am 6. Juni 2019 eingereichte Motion beauftragt den Regierungsrat, den Vorschlag für die Schnelle Berner Bahntangente der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr Bern (IGöV Bern) aufzunehmen.

«Die ersten Massnahmen sollen mit den beteiligten Bahnen so rasch als möglich, spätestens aber im Rahmen des Angebotsbeschlusses 2022-2025» realisiert werden. Der Vorstoss ist im Rat politisch und regional sehr breit abgestützt. Insgesamt 76 Grossratsmitglieder aus dem ganzen Kanton haben ihn unterschrieben. Die vier Urheber Peter Moser (FDP, Biel), Luc Mentha (SP, Köniz), Raphael Lanz (SVP, Thun) und Jan Gnägi (BDP, Jens) begründen ihren Vorstoss damit, dass die Einführung von direkten Zugverbindungen zwischen Biel und Thun einem nachweisbaren Bedürfnis im Berufsverkehr entspreche. Zudem werde der Zentrumsbahnhof Bern entlastet. Schliesslich könne der Vorschlag auch die Stausituation auf den Strassen im betroffenen Raum entschärfen.

Das am 17. Mai von der IGöV Bern vorgestellte Projekt für eine Schnelle Berner Bahntangente hat zum Ziel, die Bahnverbindungen auf der Achse zwischen Biel, der Region Bern und Thun deutlich zu verbessern und zu beschleunigen. Die IGöV schlägt vor, die bisher nur für den Güterverkehr benutzte Verbindungslinie zwischen Zollikofen und Ostermundigen im Norden der Stadt Bern auch für Personenverkehrszüge zu öffnen. Auf der doppelgleisigen Strecke sollen Züge von Biel Richtung Thun ohne Umkehrhalt im Bahnhof Bern verkehren. Dadurch können auf der Nord-Süd-Achse attraktive Verbindungen mit hohen Reisezeitgewinnen angeboten werden.

Die IGöV Bern und die Motion schlagen vor, in einem ersten, rasch umsetzbaren Schritt zu den Pendlerzeiten Regioexpress-Züge mit Halt in Lyss, Zollikofen, Ostermundigen, Gümligen und Münsingen zu führen. Nach den Berechnungen der IGöV Bern lassen sich mit diesem Konzept gegenüber dem heutigen Fahrplan je nach Abschnitt Zeitersparnisse zwischen rund 30 und 70 Prozent erzielen.

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