Presseberichte und Diskussionen rund um den Mangel an Lokführerinnen und Lokführer bei der SBB zeigen deutlich auf, dass mit Hochdruck in verschiedene Richtungen nach Lösungen gesucht werden muss. Eine wichtige Stellschraube zur Entschärfung des Personalmangels könnte bei der alle fünf Jahre wiederkehrenden periodischen Prüfung des Bundesamtes für Verkehr zur Aufrechterhaltung des Fähigkeitsausweises gefunden werden. Transfair fordert Anpassungen bei den Prüfungen.

Dem Personalverband Transfair ist bekannt, dass insbesondere langjährige, erfahrene Lokführerinnen und Lokführer, Zugverkehrsleitende und Mitarbeitende weiterer Berufskategorien im Eisenbahnbetrieb vorzeitig in Pension gehen. Dies damit sie nicht noch einmal eine periodische Prüfung absolvieren müssen.

«Die Prüfung in vollem Umfang ist insbesondere für das ältere Bahnpersonal enorm belastend und die Vorbereitungsphase sehr zeitaufwendig»

, sagt Bruno Zeller, Branchenleiter Öffentlicher Verkehr bei Transfair.

Zudem steigt in diesen Berufskategorien der tägliche Stress durch die zunehmende Informationsflut und kurzfristige Dienständerungen.

Transfair unterstützt daher den politischen Vorstoss (19.3716) seines Vizepräsidenten, Nationalrat Thomas Ammann. Er fordert, dass die periodische Prüfung nach einheitlichen Vorgaben bei den Transportunternehmen durchgeführt wird.

«Für ältere Bahnmitarbeitende ab 50 Jahren soll die Prüfung grundsätzlich überdacht werden»

, folgert Thomas Ammann.

Ziel ist, mit weniger Stress und ohne Abstriche bei der Sicherheit vermehrt wieder bis 65 Jahre im Betrieb zu arbeiten. Dies ist der zentrale Vorschlag einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel und gegen ausfallende Züge zu leisten. Schliesslich muss die Attraktivität der Berufe im Eisenbahnbetrieb und -verkehr gesteigert sowie die Zukunftsaussichten in ein positives Licht gerückt werden.

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