Kanton Basel-Stadt testet velofreundliches Gleissystem

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Um die Fahrt für Velofahrende entlang der hohen Haltekanten bei Kaphaltestellen zu erleichtern, testet der Kanton Basel-Stadt in Zusammenarbeit mit der BVB und den Veloverbänden ein velofreundliches Gleissystem. Die Teststrecke wird in den Herbstferien in Füllinsdorf/BL erstellt. Verläuft die erste Phase erfolgreich, wird das System voraussichtlich 2021 in der Bruderholzstrasse eingebaut.

Wenn Velofahrende bei Kaphaltestellen zwischen Gleis und Kante fahren, fühlen sie sich oft unsicher. Dieses Gefühl der Unsicherheit steigt bei der Durchfahrt an hohen, hindernisfreien Haltekanten. Aus diesem Grund versucht der Kanton in erster Priorität Lösungen an den Haltestellen zu finden, bei welchen nicht entlang der hohen Kante gefahren werden muss.

Für Haltestellen, bei welchen dies aus Platzgründen nicht möglich ist, sucht der Kanton nach einer velofreundlichen Lösung für die Durchfahrt entlang der hohen Kante. Dies entspricht auch der Forderung aus dem Anzug Kaspar Sutter und Konsorten zum Thema. Die Grundidee besteht darin, die Schienenrille mit einem Gummiprofil auszufüllen. Das Tram drückt bei der Überfahrt den Gummi aufgrund seines hohen Gewichts zusammen, das Velo hingegen kann über die Schienenrille fahren ohne einzusinken. Erste Tests dazu wurden 2014 in Zürich durchgeführt. Jener Versuch hat aus Velosicht funktioniert, das Gummiprofil hat aber den Belastungen der Tramüberfahrten zu wenig lange standgehalten. Das System wurde inzwischen weiterentwickelt und gemäss Angaben des Herstellers hält der Gummi den Belastungen des Trams nun stand.

Basel-Stadt führt deshalb in Zusammenarbeit mit der BVB, sowie Pro Velo und VCS einen zweistufigen Test durch:

  • Erste Phase: Auf dem Areal einer Baufirma in Füllinsdorf/BL werden in den Herbstferien rund 50 Meter des neuen Gleissystems eingebaut, um mit den Veloverbänden die Tauglichkeit des neuen Systems für das Befahren mit Velos zu testen. Die Teststrecke ist aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich zugänglich.
  • Zweite Phase: Verlaufen die ersten Tests erfolgreich, wird das System an der Haltestelle Bruderholzstrasse im Rahmen der ohnehin nötigen Erhaltungsmassnahmen am Gleis eingebaut. Aufgrund der dafür notwendigen Bewilligung des Bundesamts für Verkehr (BAV) kann der Test unter Tram-Betrieb erst 2021 stattfinden.

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