Generalplaner für Neugestaltung des Bahnhofs Brig bestimmt

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Visualisierung des Siegerprojekts «Linie» von Luigi Snozzi aus dem Jahr 2015. / Quelle: Agglomeration Brig-Visp-Naters

Die Steuerungsgruppe für die Neugestaltung des Bahnhofs Brig hat einen Generalplaner für das Generationenprojekt bestimmt. In einem offenen Verfahren setzte sich die Ingenieurgemeinschaft (IG) Brig+ durch.

Die Neugestaltung des Bahnhofs Brig soll zahlreichen Ansprüchen an Sicherheit, Funktionalität und Ästhetik gerecht werden. Nach verschiedenen Planungsschritten mit Testplanung (2012), Rahmenplan (2013), Architekturwettbewerb (2015) und Vorprojekt (2017) hat die Steuerungsgruppe nun einen Gesamtplaner bestimmt: Die Ingenieurgemeinschaft (IG) Brig+ hat sich aufgrund der besten Gesamtwirtschaftlichkeit das Mandat für dieses aussergewöhnliche Bauvorhaben gesichert. Sie setzt sich aus den Ingenieurunternehmungen B+S AG, Diggelmann+Partner AG, Schneider-Bregy und Partner AG sowie Transitec Beratende Ingenieure AG zusammen und weist namhafte Referenzprojekte (Zurich Airport, Tramverbindung Hardbrücke Zürich, Bahnhofplätze Bern und Sitten) aus. Mit der Schneider-Bregy und Partner AG ist ausserdem die lokale Verankerung sichergestellt.

Konsensfindung und Koordination

Das Mandat umfasst die Gesamtleitung sowie sämtliche Planerleistungen für die Projektierung und Bauleitung. Das Gesamtkonzept für die Umsetzung entspricht dem Vorprojekt, das auf Grundlage von Luigi Snozzi’s «Linie» erarbeitet wurde. Es umfasst 16 Teilprojekte im Gebiet zwischen der Saltina-Mündung und der Nordstrasse. Die Teilprojekte weisen aus verkehrsplanerischer und bautechnischer Sicht starke Abhängigkeiten sowie einen unterschiedlichen Planungsstand auf. Ausserdem bestehen teils komplexe Schnittstellen zu weiteren Projekten wie der Spitalerweiterung.

«Eine zentrale Herausforderung für den Generalplaner wird darin bestehen, einen Konsens zwischen den unterschiedlichen Infrastruktureignern zu finden und die Koordination zwischen den Teilprojekten sicherzustellen»

, erklärt Louis Ursprung, Vorsitzender der Steuerungsgruppe.

Mit dem Baubeginn rechnen die Verantwortlichen Mitte 2023.

Gründung einer Baugemeinschaft

Parallel zur Vergabe des Generalplanungsmandats haben die Stadtgemeinde Brig-Glis, die MG Infrastruktur AG (MGBahn), der Kanton Wallis, SBB Immobilien und BLS Netze AG die Baugemeinschaft «Bahnhof Brig» gegründet. Die Gemeinde Naters und Postauto Schweiz AG haben die Vereinbarung als betroffene Parteien mitunterzeichnet. Als Vorsitzende der Gesamtprojektleitung wurde die RW Oberwallis AG bestimmt. Die Baugemeinschaft verantwortet gemeinsam das Bau- und Auflageprojekt inklusive der Bewilligungsverfahren. Dies beinhaltet unter anderem die Erarbeitung des Kostenvoranschlags und die Berechnung der definitiven Kostenanteile der einzelnen Partner als Grundlage für die Kreditprozesse. Basierend auf dem heutigen Kenntnisstand liegen die Gesamtkosten bei rund 60 Mio. Franken.

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