Knapper Fahrzeugbestand: Einschränkungen auf der VBZ-Tramlinie 8 [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 12. September 2019 veröffentlicht.

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Der knappe Fahrzeugbestand bis zum Einsatz der neuen Flexity-Trams führt dazu, dass auf der Tramlinie 8 mit Einschränkungen gerechnet werden muss. Es müssen weitgehend sogenannte Tram-2000-Solo-Wagen eingesetzt werden, die hochflurig sind. Die VBZ bedauern die Einschränkungen für alle betroffenen Fahrgäste. Weil die VBZ damit die übliche Niederflurigkeit nicht mehr gewährleisten können, wird für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität bis auf weiteres ein zusätzliches Angebot der Stiftung Behinderten-Transporte Zürich (BTZ) zur Verfügung gestellt.

Die Beschaffung der neuen Flexity-Trams wurde bekanntlich durch Einsprachen verzögert, was zu einer verspäteten Auslieferung und einem knappen Fahrzeugbestand geführt hat. Die VBZ haben dazu mehrfach kommuniziert. In den letzten Wochen hat sich die Situation aufgrund von zahlreichen Kollisionsschäden sowie umfangreicheren Instandhaltungsarbeiten noch verschärft. Mit einer Normalisierung des Trambestands ist auf das Fahrplanjahr 2021 zu rechnen. Das erste neue Flexity-Tram wird plangemäss im November 2019 in Zürich erwartet. Es wird nach umfangreichen Tests und der Zulassung im Sommer 2020 in den Linienbetrieb überführt.

Massgebend für die Wahl der eingesetzten Fahrzeuge ist die Auslastung der Kurse in der Hauptverkehrszeit. Hier weist die Linie 8 die zweitniedrigste Auslastung im Tramnetz der VBZ aus (nach der Linie 15). Da alle Haltestellen der Linie 8, mit Ausnahme der Haltestelle «Englischviertelstrasse», auch mit anderen Bus- oder Tramlinien erreichbar sind, besteht jeweils ein alternatives Angebot mit niederflurigen Fahrzeugen. Den VBZ ist bewusst, dass dies zu Unannehmlichkeiten und längeren Reisezeiten für die Fahrgäste führen kann. Insbesondere Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität können davon betroffen sein, weshalb die VBZ in Zusammenarbeit mit der Stiftung Behinderten-Transporte Zürich (BTZ) ein erweitertes Angebot zur Verfügung stellen, das direkt über BTZ gebucht werden kann. Mit dieser Lösung bestehen somit Alternativen für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität, welche normalerweise die Linie 8 benutzen. Auf den übrigen Tramlinien, wo teilweise Alternativen fehlen oder die Auslastung grösser ist, kann das Niederflurkonzept somit weitgehend eingehalten werden.

Die bisherigen Überbrückungsmassnahmen kommen weiterhin zum Einsatz, daher eine angepasste Instandhaltungs- und Einsatzplanung der Fahrzeugflotte, eine Anpassung der Durchlaufzeiten bei Revisionen sowie ein Verzicht auf Extra-Fahrten, Ausbildungs- und Dienstfahrten in der Hauptverkehrszeit.

Die VBZ bedauern die Unannehmlichkeiten für ihre Fahrgäste. Sie überprüfen die Situation laufend und kommunizieren Änderungen im Tramnetz aktiv.

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Einmal mehr eine Fehlplanung bezüglich Fahrzeugbeschaffung der VBZ. Ein Tram anschaffen ab Stange und gemeinschaftlich mit anderen Verkehrsbetriebe beschaffen, wäre sicher günstiger erst noch schneller auf den Gleisen. Das das ganze Tram durchgehend mit Niederflureinstiege gebaut werden muss ist nicht Pflicht. Man hätte auch Tramanhänger mit Niederflur beschaffen können, was wesentlich günstiger und schneller wäre. Die Einstiege können heute problemlos mit Videoüberwachung beobachtet werden. Einmal mehr zu viel Geldfluss im ÖV!