Seit Anfang 2018 testete die Branche des öffentlichen Verkehrs das Automatische Ticketing: Reiseerfassung starten, Einsteigen, Fahren und nachträglich nach Konsum bezahlen. Aufgrund der erfreulichen Resultate des Markttests wird die Technologie nun per 2020 regulär im öffentlichen Verkehr eingeführt. Die Schweiz ist damit das erste Land, welches Post-Price-Ticketing landesweit anbietet.

Seit Januar 2018 führt die Branche des öffentlichen Verkehrs (öV) gemeinsam mit Software-Entwicklern in verschiedenen Mobilitäts-Apps einen schweizweiten Markttest mit Automatischem Ticketing durch. Beim Automatischen Ticketing muss der Kunde vor der Reise kein Billett mehr kaufen. Stattdessen startet er via Smartphone vor Fahrtantritt die Reiseerfassung. Am Ende des Tages berechnet das System den Preis für die getätigten Fahrten und stellt die aufgelaufenen Kosten in Rechnung.

In der ganzen Schweiz spontan und sorglos reisen

Sowohl die Anzahl Nutzer des Automatischen Ticketings als auch der generierte Umsatz steigerten sich seit dem Start des Markttests um mehr als das Vierfache. Insgesamt nutzen mittlerweile fast 90’000 öV-Reisende die neue Vertriebslösung. Die Kundinnen und Kunden schätzen insbesondere den Komfort beim Automatischen Ticketing, da sie sorglos und spontan den öV kostenoptimiert nutzen können. Es entfallen das vorgängige Kaufen und Bezahlen des Tickets sowie das Festlegen der Route.

Aufgrund der positiven Erfahrungen haben sich die Strategischen Ausschüsse des Direkten Verkehrs und der Verbünde, die höchsten Gremien der öV-Branche, dazu entschlossen, das Automatische Ticketing per 2020 in den Regelbetrieb aufzunehmen. Somit können die öV-Kundinnen und -Kunden ab dem kommenden Jahr neben dem bedienten Verkauf, den Automaten und den Online-Kanälen in der ganzen Schweiz auch das Automatische Ticketing für ihre Reisen benützen.

Weltweit einzigartiges Vertriebsangebot

Die Schweiz ist damit weltweit das erste Land, welches Automatisches Ticketing im öffentlichen Verkehr landesweit anbietet.

«Drei Jahre nach Projektstart können wir diese fortschrittliche Technologie definitiv einführen. Dies stärkt die Position des öV Schweiz und stärkt unseren Innovationsgeist»

, zeigt sich die Projektleiterin Silvia Kandera zufrieden.

Vorderhand steht Technologie über die Applikationen von BLS, Fairtiq, SBB, Zürcher Verkehrsverbund und TCS zur Verfügung.

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