Stadler präsentiert am 1. Oktober 2019 gemeinsam mit FNM den Mock-up des neuen dieselelektrischen FLIRT für die Lombardei. Im November 2018 haben die beiden Unternehmen einen Rahmenvertrag über bis zu 50 Triebzüge unterzeichnet. Gleichzeitig erfolgte eine Erstbestellung von 30 Fahrzeugen. Zehn Monate nach der Vertragsunterzeichnung haben Stadler und FNM am 1. Oktober 2019 feierlich den Mock-up an der EXPO Ferroviaria 2019 in Mailand enthüllt. Besucherinnen und Besucher der Messe können das Vorführmodell ein erstes Mal unter die Lupe nehmen.

Visualisierung FLIRT FNM_Stadler_2019
Visualisierung des FLIRT für die FNM. / Quelle: Stadler

Stadler hat am 1. Oktober 2019 gemeinsam mit dem italienischen Transportunternehmen FNM an der internationalen Eisenbahnmesse EXPO Ferroviaria 2019 in Mailand den Mock-up des neuen dieselelektrischen FLIRT präsentiert. Beim Mock-up handelt es sich um ein in Originalgrösse gebautes, begehbares Vorführmodell. Damit haben die Besucherinnen und Besucher der Messe die Möglichkeit, das Zugsmodell ein erstes Mal in Lebensgrösse in Augenschein zu nehmen. Vergangenen November haben Stadler und FNM den Rahmenvertrag über 50 Triebzüge unterzeichnet. Mit der Vertragsunterzeichnung wurde gleichzeitig ein erster Abruf über 30 FLIRT von Ferrovienord ausgelöst, welche für den Regionalbahnbetrieb in der Lombardei vorgesehen sind. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge ist gemäss Vertrag auf Ende 2021 geplant. Der Auftrag ist Teil des Beschaffungsprogramms für neue Züge, das mit 1.6 Milliarden Euro von der Region Lombardei genehmigt und finanziert wird.

Nachhaltigkeit im Fokus

Die neuen Züge wurden mit einem besonderen Augenmerk auf die ökologische Nachhaltigkeit entwickelt. Der Antrieb des Zuges befindet sich in einem Power Pack, das zwei emissionsarme Dieselmotoren der neuesten Generation (Stufe V mit SCR-Katalysator) und vier Batteriesätze enthält. Dank der Batterien und der dieselelektrischen Traktion kann der neue Zug in suburbanem Gebiet mit reduzierten Emissionen in die Bahnhöfe einfahren. Neben den Emissionen kann in den Stationen so auch der Lärm reduziert werden.

Im Vergleich zur derzeitigen Flotte soll der Kraftstoffverbrauch um 30 Prozent gesenkt werden, was einer geschätzten Einsparung von 3 Millionen Euro pro Jahr entspricht. Zudem senken sich auch die CO2-Emissionen um 12’400 Tonnen pro Jahr. Dies entspricht dem Wert von 8600 Autos. Weiter sorgt die Position der Motoren in der Mitte des Zuges für hohen Fahrgastkomfort: Lärm und Vibrationen werden nicht auf die Wagen übertragen.

Mehr über die Züge

Die dreiteiligen Züge sind 66.8 Meter lang und bieten 328 Fahrgästen Platz, davon 168 Sitzplätze. Die Maximalgeschwindigkeit beträgt 140 Stundenkilometer. Neben einer Toilette, LED-Beleuchtung und Wi-Fi sind die Fahrzeuge mit 220-Volt-Steckdosen, USB-Anschlüssen sowie einem Fahrgastinformationssystem ausgestattet. Ein Warnlichtsystem zeigt den Fahrgästen das Öffnen und Schliessen der Türen an. Die Zugänglichkeit für Menschen mit eingeschränkter Mobilität wird durch Schiebetritte erleichtert, die den Abstand zwischen den Türen und der Plattform ausgleichen. In den Zügen gibt es zudem Abstellplätze für Fahrräder und Gepäck.

«Wir sind stolz»

, betonte Maurizio Oberti, Director Sales & Marketing für die Region Italien bei Stadler,

«die FNM bei der kontinuierlichen Weiterentwicklung und Modernisierung der Flotte mit innovativen Fahrzeugen unterstützen zu können. Die Präsentation des Mock-ups unterstreicht die produktive und angenehme Zusammenarbeit mit FNM. Wir freuen uns, dass der Zug nun ein erstes Mal als Vorführmodell durch die zukünftigen Fahrgäste entdeckt werden kann.»

«Wir setzen die Massnahmen zur Erneuerung der Zugflotte erfolgreich fort»

, sagte Andrea Gibelli, Vorsitzender der FNM,

«die durch Finanzierung der Region Lombardei ermöglicht wurde. Unser Ziel bleibt, den täglich mehr als 800 000 Fahrgästen den besten Service im Regionalverkehr zu bieten.»

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Gepostet von EXPO Ferroviaria am Dienstag, 1. Oktober 2019

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