Erweiterung seit dem Fahrplanwechsel: Der Libero-Tarifverbund neu auch im Berner Oberland [aktualisiert]

Dieser Artikel wurde ursprünglich am 7. November 2019 veröffentlicht.

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Seit dem Fahrplanwechsel vom 15. Dezember 2019 gibt es den Libero-Tarifverbund auch im Berner Oberland. Im öffentlichen Verkehr dieser Region gelten seither die Abonnemente des Libero-Tarifverbundes, das bisherige Beo Abo wurde eingestellt. In einigen Gebieten des Berner Oberlands profitieren Fahrgäste zusätzlich vom integralen Tarifverbund, der auch für Einzeltickets gilt.

Seit  15. Dezember 2019 gibt es den Libero-Tarifverbund auch im Berner Oberland. Die Erweiterung des Verbundgebiets erfolgte mit dem Fahrplanwechsel und umfasst die Region von Bern bis Thun, den Korridor Thun–Interlaken auf beiden Seeseiten sowie die Seitentäler ab Spiez und Interlaken. Fünf Jahre nach der Ausdehnung des Libero-Tarifverbunds auf Biel, das Seeland und den Berner Jura wurde der Libero-Tarifverbund damit noch einmal grösser.

Wer im Berner Oberland mit einem ÖV-Abonnement unterwegs ist, kauft demnach seither ein Abonnement des Libero-Tarifverbundes anstelle des bis anhin gültigen Beo Abos. Dieses gibt es seit dem Fahrplanwechsel nicht mehr. Beo Abos, die vor dem 15. Dezember 2019 gekauft wurden, behalten ihre Gültigkeit bis zum Ablaufdatum.

Integraler Tarifverbund

Zwischen Bern und Thun sowie auf dem Korridor Thun-Interlaken gibt es neu neben den Abonnementen auch Einzeltickets des Libero-Tarifverbunds. In diesem Fall spricht man vom integralen Tarifverbund. Die Einzeltickets sind hier nicht für eine bestimmte Strecke, sondern für eine frei wählbare Anzahl Tarifzonen gültig. Abhängig von der Anzahl Zonen gibt es eine Gültigkeitsdauer, während der man sich innerhalb der gewählten Zonen mit dem ÖV frei bewegen kann. Abklärungen im Vorfeld der Verbunderweiterung haben gezeigt, dass der Bedarf nach Libero-Einzeltickets in den erwähnten Gebieten am grössten ist. Eine Einführung des integralen Tarifverbunds im ganzen Berner Oberland wäre ausserdem zu teuer gewesen. In Regionen, in denen ausschliesslich Libero-Abos und keine Libero-Einzeltickets verkauft werden, lösen die Fahrgäste für eine einzelne Fahrt wie bis anhin ein Billett für eine klar definierte Strecke.

Oft genannter Kundenwunsch

Die Ausdehnung des Libero-Tarifverbunds auf das Berner Oberland brachte für die Kundinnen und Kunden wesentliche Vorteile. Insbesondere Berufspendler, die Richtung Bern unterwegs sind, profitieren davon, dass sie für ihre Fahrt mit dem öffentlichen Verkehr nur noch ein Abonnement brauchen. Im Gebiet des integralen Tarifverbunds können Kunden zudem während der bezahlten Zeitdauer und innerhalb der gewählten Zonen verschiedene Verkehrsmittel benutzen. Diese Neuerungen entsprechen einem häufig genannten Kundenwunsch.

Der Kanton Bern hat die Ausdehnung des Libero-Tarifverbunds unterstützt. Im Auftrag des Grossen Rats haben sich die Verantwortlichen des Amts für öffentlichen Verkehr und Verkehrskoordination für eine einheitliche Tarifstruktur im Einzugsgebiet der S-Bahn Bern engagiert, die letztlich den Fahrgästen zugutekommt. Beim Libero-Tarifverbund ist man überzeugt, dass die Erweiterung des Verbundgebietes von den Kundinnen und Kunden positiv aufgenommen wird. Das zeigen die guten Erfahrungen aus der Integration des Abo Zig Zag im Raum Biel–Seeland–Berner Jura, die vor fünf Jahren erfolgte und bei den Fahrgästen auf positive Resonanz stiess.

Sich an Neuerungen gewöhnen

Es ist zu erwarten, dass es in der Zeit der Einführung des Libero-Tarifverbunds angesichts der Neuerungen (Zonenpläne, Abonnemente, Automaten) einige offene Fragen gibt. Das Personal der Transportunternehmen kann entsprechende Auskünfte erteilen. Nicht vermieden liess sich, dass es bei den Preisen zu Anpassungen kam. Während einige Kunden für eine Strecke nun mehr bezahlen, sank bei anderen Verbindungen der Preis.

Änderungen auch im Stammgebiet

Auch im südlichen Teil des Libero-Stammgebietes (Belp und Umgebung) gab es Neuerungen. Zwischen Bern und Thun (Gürbetal und Aaretal) wurden die Zonennummern teilweise geändert. Damit ist es möglich, mit einer Tageskarte durch beide Täler zu fahren. Mit der geographischen Erweiterung des Libero-Tarifverbunds auf das Berner Oberland zählt der Verbund neu 28 Transportunternehmen. Das neue Libero-Gebiet umfasst etwa 430 Gemeinden in den Kantonen Bern und Solothurn, die tarifarisch in 120 Tarifzonen eingeteilt sind. Das Verkehrsnetz für ein Einzugsgebiet von 1’300’000 Einwohner weist eine Länge von 3500 Kilometern und insgesamt 4000 Haltestellen auf.

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