Rettungsübung im Gotthard-Basistunnel: 800 Personen bei Übung erfolgreich evakuiert

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Die SBB hat am 19. März 2016 zusammen mit der Alptransit Gotthard AG (ATG) und den Kantonen Uri und Tessin eine grossangelegte Rettungsübung durchgeführt. Dabei wurden rund 800 Personen erfolgreich aus dem Gotthard-Basistunnel evakuiert.

Die Übungsanlage sah folgendermassen aus: Ein ICN mit rund 800 Personen fährt von Norden in die Oströhre des Gotthard-Basistunnels ein, als der Brandalarm ausgelöst wird. Der Zug fährt noch bis zur Nothaltestelle Sedrun, wo er hält. Die Passagiere begeben sich über den rund 1,5 Kilometer langen Fluchtstollen zur gegenüberliegenden Nothaltestelle in der Weströhre. Dort warten sie, bis der Evakuationszug aus dem Süden eintrifft. Die Reisenden steigen in den Evakuationszug ein und werden nach Biasca gebracht. In der Zwischenzeit ist von Norden und Süden je ein Lösch- und Rettungszug zum ICN ausgerückt, um den Brand zu löschen. Auf den Lösch- und Rettungszüge sind auch Einsatzkräfte der Kantone Uri und Tessin.

Das geschilderte Szenario konnte planmässig abgewickelt werden. Die Evakuierung konnte ohne nennenswerte Zwischenfälle, sicher und geordnet durchgeführt werden. Die detaillierte Auswertung der Rettungsübung erfolgt in den nächsten Wochen.

Die SBB hat zusammen mit der ATG und den Rettungskräften der Kantone Uri, Tessin und Graubünden insgesamt zwei Stabs- und vier Rettungsübungen durchgeführt. Ziel der Rettungsübungen war, die erarbeiteten Alarmierungspläne, Evakuierungs-, Rettungs-, und Störungskonzepte auf ihre Tauglichkeit in der Praxis zu prüfen. Das erfolgreiche Absolvieren der Übungen ist eine Voraussetzung, damit die SBB vom Bundesamt für Verkehr die Betriebsbewilligung für den Gotthard-Basistunnel erhält.

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Sicher durch den längsten Eisenbahntunnel der Welt
Die SBB legt grossen Wert auf die Sicherheit im Gotthard-Basistunnel. Auf den Zufahrtstrecken sorgen Kontrolleinrichtungen dafür, dass keine schadhaften Züge in den Tunnel einfahren. Die zwei richtungsgetrennten Röhren helfen, Kollisionen zu vermeiden. Kommt es bei einem Zug zur Alarmauslösung, wird er automatisch bis zu einer der zwei Nothaltestellen geführt. Muss ein Zug evakuiert werden, zeigen Handläufe, Notfallbeleuchtung und Beschilderung den Weg aus einer allfälligen Gefahrenzone: Alle 325 Meter bestehen Übergänge in die Gegenröhre, wodurch ein schneller Zugang in einen sicheren Raum gewährleistet ist. Die Nothaltestellen in Sedrun und Faido bieten die optimale Voraussetzung für die Evakuierung von Reisenden. Bei Rettung und Brandbekämpfung kommen modernste Lösch- und Rettungszüge zum Einsatz. Zudem bildet die SBB 2900 interne und 1000 externe Personen für die Arbeit im längsten Eisenbahntunnel der Welt aus. Die SBB hat insgesamt 700 Störungs- oder Ereignisszenarien im Gotthard-Basistunnel ausgemacht und 100 vertieft analysiert.
Stand der Arbeiten am Gotthard- und Ceneri-Basistunnel Ende März 2016
Der Testbetrieb im Gotthard-Basistunnel läuft weiter.

Im Ceneri-Basistunnel werden von Sigirino aus die Tunnelsohle, die Drainageleitungen sowie der Kicker eingebaut. Zudem laufen die Gewölbeabdichtungsarbeiten.

Der Viadukt Lugano-Bellinzona wurde am 15. März 2016 abgenommen.

Erstellt: 19. Mrz 2016 @ 15:08

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