BLS eröffnete neuen Bahnhof Reichenbach im Kandertal

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Das neue Bahnhofsgebäude mit Avec-Shop in Reichenbach im Kandertal. / Quelle: BLS

Die hindernisfreien Perrons sind bereits seit Ende 2017 in Betrieb. Nun hat die BLS auch das Bahnhofsgebäude fertiggestellt. Am 5. Dezember 2019 eröffnete sie den Neubau in Reichenbach im Kandertal.

Mit seinen rund 35 Metern Länge bietet das neue einstöckige Bahnhofsgebäude Reichenbach Platz für einen Migrolino-Shop und für den bisherigen Take Away. Der alte Bahnhof mitsamt Güterschuppen wurde rückgebaut.

«Das neue Gebäude ist ein Beitrag für einen attraktiven Dorfkern»

, sagt Joël Buntschu, Leiter Arealentwicklung bei der BLS.

So entspricht etwa die Holzkonstruktion der traditionellen Bauweise im Kandertal. Die auffällige Schindelverkleidung der Fassade wurde im Kiental hergestellt. Die Gebäudehülle ist optimal gedämmt und die Photovoltaikanlage auf dem Dach liefert über die Hälfte des Strombedarfs des Gebäudes.

Bei Migrolino ist die Freude gross, im Kandertal präsent zu sein.

«Wir freuen uns sehr, unseren Shop im neuen Bahnhof zu eröffnen und unsere Kunden mit einem vielseitigen Sortiment empfangen und verwöhnen zu dürfen»

, sagt Markus Brunner, Leiter Bau und Expansion bei Migrolino.

Für den Neubau hat die BLS 1,8 Millionen Franken investiert. Die öffentliche Toilettenanlage hat die Gemeinde Reichenbach zur Hälfte mitfinanziert. Zusammen mit Kanton, Gemeinde und Postauto stellt die BLS bis im Sommer 2020 den neuen Bushalteplatz fertig.

Am Mittag des 5. Dezember 2019 wurde der Neubau eröffnet. Die Reichenbacher Bevölkerung war herzlich willkommen. Ab 11.30 Uhr gab es offizielle Ansprachen durch Reichenbachs Gemeinderatspräsidenten Hans Ulrich Mürner sowie Vertreter von Migrolino und der BLS. Ab 12 Uhr luden Migrolino und die BLS zum gemütlichen Zusammensein mit Verpflegung aus dem «Soul Food Trailer».

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Markus Stüdeli
Markus Stüdeli
Gast
7 Monate her

Finde Konzept und Ausführung auch gelungen. Bahnhöfe sind logische Treffpunkte und das neue Gebäude sieht viel einladender als das ehemalige graue Zweckgebäude aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Was einzig noch stört, ist die Hauptstrasse, welche den Bahnhof vom Rest des schönen Ortskerns trennt. Aber dort eine 30-er oder gar Wohnstrassenzone einzurichten wäre wohl zu viel verlangt von eiligen Autofahrern, welche Dörfer wie Reichenbach nur als Hindernis auf ihrem Weg vom Wallis ins Mittelland oder umgekehrt wahrnehmen.

Eduard J. Belser
Eduard J. Belser
Gast
Antworten  Markus Stüdeli
6 Monate her

Wir leben im Zeitalter des menschgemachten Klimawandels und sollten deshalb soweit sein nicht mehr alles auf die AutofahrerInnen und ihre Blechfetische auszurichten. Deshalb macht die 30erzone Sinn und sollte umgesetzt werden.

Eduard J. Belser
Eduard J. Belser
Gast
7 Monate her

Der neue Bahnhof aus dem CO2-neutralen, einheimischen und nachwachsenden Baustoff Holz ist ein Gewinn und ein Schmuckstück für den Ort. Gut gemacht BLS! Gut und zeitgemäss ist auch, dass die Dachflächen für eine Photovoltaikanlage genutzt wird. Hier könnten aber alle ÖV-Unternehmungen noch wesentlich mehr tun. An der Politik liegt es, die Rahmenbedingungen für den Bau von Photovoltaikanlagen attraktiver zu machen. Hier muss das erneuerte Parlament ein Zeichen setzen.