Aargau Verkehr: Startschuss Neubau Bahnhof Aarau Süd

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Die Aargau Verkehr AG (AVA) und die Gross Generalunternehmung AG starteten am 6. Dezember 2019 den Neubau des Bahnhofes Aarau Süd. Das Bauprojekt beinhaltet die Neugestaltung des Bahnhofes sowie die Erstellung von Büro- und Wohnräumen. Die Fertigstellung ist per Sommer 2024 geplant.

Mit einem festlichen Anlass starteten die Aargau Verkehr AG (AVA) und die Gross Generalunternehmung AG den Neubau des Bahnhofes Aarau Süd, dies im Beisein von namhaften Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Der Start erfolgte mit Tönen einer alten Bahnhofsglocke, ausgeführt durch Mitarbeitende von Aargau Verkehr, die einerseits mit einer alten Bahnuniform und mit dem neuen, modernen Auftritt von Aargau Verkehr eingekleidet waren.

Nach einer kurzen Begrüssung durch Dr. Severin Rangosch, CEO der Aargau Verkehr AG (AVA), eröffnete Dr. Hanspeter Hilfiker, Stadtpräsident Aarau, den Anlass in freudiger Festlaune. Er erwähnte die lange Geschichte dieses Projektes, jedoch auch die verschiedensten Entwicklungsschritte, die dennoch umgesetzt wurden: die Verlegung der Hinteren Bahnhofstrasse, die damit als südliche Umfahrungsstrasse des Stadtzentrums nutzbar gemacht wurde, sowie die verschiedensten ehemaligen Fabrikgebäude und gewerblichen Liegenschaften, die durch neue Büro- und Wohngebäude ersetzt wurden.

Hilfiker betonte:

«Das Projekt Bahnhof Aarau Süd schliesst die Gesamterneuerung des Bahnhofgebietes südlich der nationalen Bahnlinie ab, die in den 90er-Jahren begonnen hat. Das gewerblich-industrielle Quartier ist zu einem attraktiven Wohn- und Arbeitsort geworden.»

Weiter führte Hilfiker aus:

«Dieser Baustart zum Projekt Bahnhof Aarau Süd ist ein weiteres Zeichen für die dynamische Entwicklung unserer Stadt.»

Er erwähnte die Zusammenarbeit von Investoren, Architekten, Aargau Verkehr und der Stadt Aarau bei der Erarbeitung dieses attraktiven Projektes und dankte der Aargau Verkehr AG und der Gross Generalunternehmung AG für die mutigen Entscheide, die zu diesem Projekt geführt haben.

Hans Setz, Präsident des Verwaltungsrates der Gross Generalunternehmung AG, zeigte ebenfalls seine Freude zu diesem Projekt, das nun startet. Anfangs erwähnte er die hauptsächlich Beteiligten dieses Projektes, so die Bauherrschaft, gebildet aus Aargau Verkehr AG (AVA) und Metro Liegenschaften AG.

Setz betonte:

«Gross Generalunternehmung AG wird dieses Projekt schlüsselfertig realisieren, doch der eigentliche Vater dieses Projektes ist Architekt Armon Semadeni, der im Jahre 2016 den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen hat.»

Anschliessend erläuterte er grob das Projekt: Im 6-geschossigen Westtrakt werde es Büroflächen geben, die bereits durch die Schule H+ besetzt werden. Im 7-geschossigen Osttrakt werden die Büroflächen von Aargau Verkehr bezogen, dies mit Fachleuten aller Bahnfunktionen sowie als Hauptsitz der Direktion. Erfreut stellt er fest, dass die verfügbaren 4’100 m2 Büroflächen bereits vergeben sind. Ab dem 3. bzw. 4. Geschoss entstehen 64 Wohnungen.

Setz ist überzeugt:

«Aufgrund der zentralen Lage schaue ich der Vermietung optimistisch entgegen.»

Er erwähnte auch die Herausforderung bezüglich den Meyerschen Stollen:

«Der Wichtigkeit dieser Stollen werden wir grosse Beachtung schenken. Unsere Ingenieure werden von einem Prüfingenieur und von Fachleuten der Bauverwaltung begleitet. Des Weiteren darf ich erwähnen, dass wir sogar ein unterbrochener Stollen wieder durchgängig begehbar machen.»

Er ist überzeugt, dass durch dieses Projekt das Bahnhofgebiet deutlich aufgewertet wird.

Dr. Severin Rangosch, CEO der Aargau Verkehr AG (AVA), betonte gleich zu Beginn:

«Der heutige Tag ist für Aargau Verkehr ein Meilenstein. Es ist ein nachhaltiges Projekt zu Gunsten unserer Fahrgäste und unserer Mitarbeitenden.»

Mit den Worten «Gut Ding will Weile haben» schweifte er kurz in die Vergangenheit. Er erwähnte den ersten, diesbezüglichen Ideenwettbewerb von 1991, dessen Gedanken erst im Jahre 2013 mit einem Studienwettbewerb wieder aufgenommen wurden. Mit der Anpassung der Bau- und Nutzungsordnung und dem anschliessenden Projektwettbewerb im Jahre 2016 bekam dieses Projekt nun endlich Fahrt.

Rangosch erläuterte:

«Nach der Lösungssuche von etlichen Herausforderungen und vielen konstruktiven Diskussionen sei es nun endlich so weit, dass wir bauen können, und dies erfüllt mich mit Freude.»

Während den Bauphasen wird es jedoch auch Beeinträchtigungen geben, so zum Beispiel die teils veränderten Platzverhältnisse, Umleitungen für die Fussgänger, teilweise erhöhte Lärmbelastung, unumgängliche Nachtarbeiten sowie die provisorische Umplatzierung der Verkaufsstelle, damit der Betrieb stets aufrechterhalten bleibt und alle Dienstleistungen weiterhin angeboten werden können. Rangosch dankte bereits jetzt schon allen Anwohnern und Fahrgästen für das entgegengebrachte Verständnis.

Rangosch betonte jedoch den Nutzen dieses Projektes:

«Dieses Projekt bringt sowohl für die Fahrgäste wie auch für die Stadt, für die Bevölkerung und für unsere Mitarbeitenden einen grossen Nutzen.»

Folgend erwähnte er die wichtigsten Vorteile:

  • Kapazitätsausbau: Die Verlängerung Perron Gleis 11 für 120-Meter-Züge, damit Aargau Verkehr bezüglich stets steigendem Verkehrsaufkommen für die Zukunft gerüstet ist
  • Gesetzeskonform: Umbau der Perron, damit alle Anforderungen des Behinderten-Gleichstellungsgesetzes (BehiG) erfüllt werden
  • Kundengerecht: Ausweitung der Personenunterführungen zur Verbesserung der Umsteigebedingungen mittels grosszügigeren Platzverhältnissen
  • Zusatznutzen: Verschiedene Einkaufsmöglichkeiten für Bedürfnisse unterwegs
  • Attraktive Wohn- und Arbeitsplätze, dies mit guter öV-Erschliessung
  • Attraktive Arbeitsplätze für die Mitarbeitenden, dies natürlich bei einem attraktiven Arbeitgeber, der Aargau Verkehr AG (AVA).

Zum Abschluss wünschte er allen Baubeteiligten eine reibungslose und unfallfreie Umsetzung dieses Projektes.

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