Basel: Neue Gleisverbindung soll für mehr Übersicht am Centralbahnplatz sorgen

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Dank einer zusätzlichen Gleisverbindung am Centralbahnplatz sollen Trams der Linie 8 den Platz künftig nicht mehr vor dem Bahnhof queren. Das neue Gleis verbessert die Übersicht für Fussgängerinnen und Fussgänger und erhöht die Flexibilität des Tramnetzes bei Baustellen und Veranstaltungen. Für den Bau der neuen Gleisverbindung beantragt der Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt dem Grossen Rat insgesamt 2,2 Mio. Franken.

Rund 22 Millionen Personen steigen am Centralbahnplatz pro Jahr ins Tram, mehr als bei jeder anderen Tramhaltestelle in Basel. Werktags sind über 100’000 Fussgängerinnen und Fussgänger auf dem Platz unterwegs. Fussgänger, Velofahrende und Trams müssen beim Überqueren des Platzes aufeinander achten. Der Centralbahnplatz wird von Benutzerinnen und Benutzer als unübersichtlich und gefährlich wahrgenommen, er zeichnet sich jedoch nicht durch eine besondere Häufung von Unfällen aus.

Mit einem zusätzlichen Verbindungsgleis sollen von der Viaduktstrasse kommende Trams der Linie 8 den Centralbahnplatz künftig erst auf der Nordseite und nicht mehr vor dem Bahnhof queren. Dies verbessert für Fussgängerinnen und Fussgänger die Übersicht. Bei Baustellen, Veranstaltungen und weiteren Ereignissen ermöglicht der neue Gleisbogen zusätzliche Umfahrungsmöglichkeiten. Die Reisezeiten im öffentlichen Verkehr und der Rückstau des Autoverkehrs an der Nauenstrasse verlängern sich gemäss Verkehrssimulation lediglich um wenige Sekunden. Je nach Tram- und Busbetrieb könnte jedoch die Betriebsstabilität sinken.

Für die Erstellung des neuen Verbindungsgleises beantragt der Regierungsrat dem Grossen Rat Mittel in Höhe von insgesamt 2,2 Mio. Franken sowie 65’000 Franken jährlich für den zusätzlichen Gleisunterhalt. Wenn der Grosse Rat das Projekt bis Mitte 2020 freigibt, kann das Gleis voraussichtlich Ende 2022 in Betrieb gehen. Rund ein Jahr ist für das Plangenehmigungsverfahren beim Bundesamt für Verkehr vorgesehen. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich mehrere Monate. Um den Trambetrieb möglichst wenig zu beeinträchtigen, sind die Bauarbeiten grösstenteils bei laufendem Trambetrieb vorgesehen.

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