Das SBB-Projekt «ETCS Netz Level 1 Limited Supervision Rollout» fand im Dezember 2019 seinen definitiven Abschluss. Nach der mehrjährigen Umsetzungsphase sind 10’500 Zugbeeinflussungspunkte getauscht und mit neuster ETCS-Technik ausgestattet.

Am 01. September 2011 haben SBB und Siemens den entsprechenden Rahmenwerkvertrag für den ETCS Netz-Rollout unterzeichnet. Im Verlauf des Projektes unterzeichneten die beiden Parteien gestaffelt die einzelnen Werkverträge für insgesamt elf Lose: Los 2–10, Los kStw (komplexe Stellwerke) sowie Los SiSt (Sicherheitssteigerung). Zudem wurden sieben Nachträge für Zusatzleistungen mit der SBB vereinbart.

Das Projekt ETCS Netz L1 LS Rollout beschäftigte über acht Jahre hinweg unzählige Siemens- und SBB-Mitarbeitende. Die rund 10’500 Zugbeeinflussungspunkte (ZBP) von SIGNUM/ZUB sind nun termingerecht auf ETCS L1 LS umgebaut worden. Mit dem ETCS Netz-Rollout nahm die SBB Abschied von den in die Jahre gekommenen Siemens-Mobility-Produkten SIGNUM und ZUB.

Nach anfänglichen Schwierigkeiten erreichten wir dank einer effizienten Zusammenarbeit mit der SBB das angestrebte Ziel und schafften den Umbau von zehn ZBP pro Tag.

In den letzten zwei Jahren ist die Zielvorgabe von zehn ZBP pro Tag sogar übertroffen worden. Das Engagement aller Beteiligten wirkte sich endlich auch positiv auf die Projektergebnisse aus.

Die Schweiz ist das erste europäische Land, in dem ETCS-only-ausgerüstete Fahrzeuge auf dem Streckennetz der Staatsbahn uneingeschränkt verkehren können.

Bei allen neuen SBB-Projekten, bei denen Zugsbeeinflussungspunkte geändert, ergänzt oder entfernt werden, müssen bei den betroffenen Stationen nun alle ETCS-Daten überprüft und wo nötig angepasst oder ergänzt werden. Diese Arbeiten führen die SBB in Nachfolgeprojekten gemeinsam mit Siemens Mobility aus.

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