Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat Empfehlungen für den öffentlichen Verkehr der Schweiz erlassen. Diese gelten voraussichtlich bis zum 26. April 2020. Nebst Empfehlungen an die öV-Nutzer hat das BAG auch Empfehlungen an die öV-Unternehmen abgegeben. Der Bundesrat hat die SBB AG für den gesamten Schienenverkehr und die Postauto AG für den öffentlichen Verkehr auf der Strasse und bei Trams damit beauftragt, entsprechende Anordnungen zu treffen und diese in Absprache mit dem Bundesamt für Verkehr umzusetzen. Das Grundangebot im öV soll aufrechterhalten werden. Der touristische Verkehr, Extrafahrten und Gruppenreisen werden abgesagt. Den Fahrgästen wird vom BAG empfohlen, möglichst nicht in den Stosszeiten zu fahren, damit die Auslastung gleichmässig tief bleibt.

Gemäss Anordnung des Bundesamts für Gesundheit muss der öffentliche Verkehr auch während einer Epidemie oder Pandemie aufrecht erhalten bleiben, da Angebotsreduktionen im öffentlichen Verkehr gravierende Konsequenzen in verschiedenen Lebens- und Wirtschaftsbereichen hätten. Es ist daher von grosser Bedeutung, dass ein Grundangebot an öffentlichem Verkehr aufrechterhalten wird.

SBB und Postauto sind Systemführerinnen

Die SBB ist gemäss der bestimmenden Verordnung (VKOVE) die beauftragte Organisation für die Systemführung im Schienenverkehr, Postauto AG jene für den regionalen öffentlichen Personenverkehr auf der Strasse und für Trams. Für Seilbahnen und Schiffe mit Grunderschliessungsauftrag sind die Vorgaben der Systemführer sinngemäss zu übernehmen. Die Systemführer SBB (Schiene) und Postauto (Strasse) sorgen in Absprache mit dem BAV für die Umsetzung der Empfehlungen des BAG an die Unternehmen im öffentlichen Verkehr und ordnen jeweils für ihre Systemführerschaft weitere Massnahmen schweizweit einheitlich an. Die einzelnen Verkehrsunternehmen sind für die verbindliche Umsetzung verantwortlich.

Aktuelle Informationen
Die aktuellsten Informationen finden Sie laufend auf der Webseite der SBB.

Umsetzung und Konkretisierung der aktuellen Anordnungen des BAG auf der Schiene und Strasse

SBB und Postauto setzen verschiedene Massnahmen in den Bereichen Angebot, Schutz der Kunden und Mitarbeitenden sowie Kundeninformation und Kulanz um.

Angebot

  • Der reguläre öffentliche Verkehr (konzessionierter Fern- und Regionalverkehr) verkehrt weiterhin gemäss Fahrplan.
  • Der Verkehr auf rein touristischen Linien ohne Erschliessungsfunktion, Extrafahrten und historische Fahrten werden eingestellt.
  • Sämtliche Gruppenreisen werden abgesagt.
  • Italien: Italien erklärte das Land zur Sperrzone, dies führt auch zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr zwischen der Schweiz und Italien. Die SBB unterstützt die Verhaltensempfehlungen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) zum Schutz vor dem Coronavirus. Die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens in Italien und speziell den norditalienischen Regionen Lombardei, Emilia Romagna und Venetien führen auch zu Einschränkungen im öffentlichen Verkehr zwischen der Schweiz und Italien. Das internationale Angebot Richtung Italien wurde bereits eingeschränkt:
    • Die Züge ab der Schweiz nach Venedig enden in Mailand.
    • Auf der Gotthardachse verkehren drei von neun EC-Zugspaaren Zürich ab 07:10 Uhr, 11:10, und 15:10 Uhr, sowie Milano ab 11:10 Uhr, 15:10 und 19:10 Uhr, nur noch zwischen Chiasso und Zürich.
    • Auf der Simplonachse sind zwei von sieben Zugspaaren betroffen. Genf ab 5:39 Uhr und Basel SBB ab 12:28 sowie Mailand ab 7:20 und 17:20 Uhr, die nur zwischen Basel respektive Genf und Brig verkehren.
  • Österreich: Die ÖBB hat den Verkehr zwischen Österreich und der Schweiz aufgrund Anweisungen der österreichischen Behörden eingestellt. Alle grenzüberschreitenden Züge fallen aus. Mehr Informationen: https://www.oebb.at/de/notfallnews.
  • Deutschland: Die Züge Frankfurt – Basel – Mailand sowie München – Lindau – Zürich (-Basel) fallen auf der gesamten Strecke aus. Die Züge Stuttgart – Singen (Htw) – Schaffhausen – Zürich fallen zwischen Singen (Htw) und Zürich aus.
    Mehr Informationen: www.bahn.de/aktuell.
  • Fernverkehr in andere Länder: Es ist mit weiteren Einschränkungen im gesamten internationalen Personenfernverkehr zu rechnen.
  • Die für die Grenzkontrolle zuständige Behörde verweigert allen Personen aus Risikoländern oder aus einer Risikoregion bei Nichterfüllen von definierten Voraussetzungen die Einreise in die Schweiz. Die entsprechenden Grenzkontrollen erfolgen durch die zuständigen Behörden und nicht durch Personal der Verkehrsbetriebe.
  • Der Güterverkehr wird so weit wie möglich im bisherigen Umfang aufrechterhalten. Es gibt aus Sicht des BAG keinen Grund, diesen einzuschränken. Massnahmen zum Schutz der Mitarbeitenden im Güterverkehr wurden umgesetzt.
Verkehrsinformation
Die Züge in der Schweiz verkehren fahrplanmässig – es kann jedoch zu Zugsausfällen und Verspätungen kommen. Bitte beachten Sie den Online-Fahrplan.

Schutz der Kunden und Mitarbeitenden

  • Wo möglich, werden bei den Zügen und Bussen an den Bahnhöfen respektive Haltestellen alle Türen geöffnet, damit die Türöffner nicht von Hand gedrückt werden müssen.
  • Alle Züge der SBB werden weiterhin mehrmals täglich gereinigt, insbesondere Oberflächen im Bereich Einstieg, Fahrgastraum und WC. In der Nacht werden die Züge zudem wie bisher gründlich gereinigt.

Massnahmen zum Schutz des Personals in Transportmitteln werden bestmöglich umgesetzt:

  • Im Fernverkehr werden die Züge weiterhin begleitet. Per sofort werden Billettkontrollen stark reduziert. Die Billettpflicht gilt weiterhin.
  • Im Regionalverkehr werden Stichkontrollen bis auf weiteres ausgesetzt, auch hier gilt weiterhin die Billettpflicht.
  • Die Frequenzerfassung im Regional- und Fernverkehr wird ausgesetzt.
  • Auf Catering-Services in den Zügen wird ab Samstag, 14. März 2020 vollständig verzichtet (Speisewagen und Service am Platz).
  • Bei tiefem Kundenaufkommen können Reisezentren und Verkaufsstellen geschlossen und/oder Öffnungszeiten angepasst werden. Die Information erfolgt direkt an den betroffenen Standorten.
  • In Bussen bleibt die vorderste Türe beim Fahrpersonal geschlossen und der Arbeitsbereich des Fahrpersonals abgesperrt. Der Ticketverkauf in Bussen wird eingestellt.

Kundeninformation und Kulanz

  • Der Onlinefahrplan auf www.sbb.ch wird laufend aktualisiert. Die SBB und Postauto empfehlen, vor jeder Reise den Fahrplan auf www.sbb.ch und in der SBB mobile App zu konsultieren.
  • Die Kundinnen und Kunden werden auf den üblichen Informationskanälen in den Bahnhöfen, Zügen, Bussen und Haltestellen (Bildschirme, Abfahrtsanzeiger und Durchsagen) über neue Empfehlungen und Massnahmen im öffentlichen Verkehr informiert.
  • Die SBB und Postauto sind weiterhin kulant, die Kosten für abgesagte bzw. nichtangetretene Reisen bis zum 26. April 2020 werden vollständig erstattet.
  • Die Fahrausweise sollen nach Möglichkeit nicht am Schalter, sondern online, über SBB Mobile, am Automaten, per Telefon oder über Easy Ride beziehungsweise andere Ticketing Apps bezogen werden.

Noch konnten für den öffentlichen Verkehr nicht alle Fragen abschliessend beantwortet werden. Weitere Informationen folgen sobald wie möglich.

Jungfraubahnen: Jungfraujoch schliesst am Samstagabend
Die Ausbreitung des Coronavirus hat weitere Auswirkungen auf den Betrieb der Jungfraubahnen: Die Wintersportgebiete der Jungfrau Ski Region sowie das Jungfraujoch – Top of Europe schliessen am Samstagabend, 14. März 2020. Ab Sonntag sind das Skigebiet sowie die Zahnradbahnen oberhalb von Wengen und Grindelwald geschlossen. Die Schliessung gilt voraussichtlich bis Ende April 2020. Die Erschliessung der Gebiete mit dem öffentlichen Verkehr stellen die Jungfraubahnen sicher.

Nebst dem Skibetrieb, der eingestellt wird, werden auch die betroffenen Restaurants im Wintersportgebiet geschlossen. Die Massnahmen gelten voraussichtlich bis Ende April 2020.

Bei der Schliessung der Ausflugsbahnen Richtung Kleine Scheidegg, Eigergletscher und Jungfraujoch sowie auf First folgen die Jungfraubahnen den Vorgaben der SBB bezüglich dem «Verkehr auf rein touristischen Linien ohne Erschliessungsfunktion». Der Güterverkehr ist davon nicht betroffen.

Die Erschliessung der bewohnten Orte wie Grindelwald, Lauterbrunnen-Wengen und Lauterbrunnen-Mürren im Rahmen des öffentlichen Verkehrs wird durch die Berner Oberland-Bahnen (BOB) sowie die Wengernalpbahn (WAB) und Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren (BLM) aufrechterhalten.

Wie die Jungfraubahn Holding AG am 3. März mitgeteilt hatte, haben sich die kurzfristigen Aussichten auf den Geschäftsgang eingetrübt. Das Management hat verschiedene Massnahmen ergriffen, um Kosten zu sparen, dabei wird auch Kurzarbeit ein Thema sein. Wie sich das Geschäft weiter entwickeln wird, ist heute nicht abzuschätzen. Dies hängt vom weiteren Verlauf des Coronavirus ab sowie von der Reisetätigkeit, bzw. Reisemöglichkeiten und Reiselust der Gäste.

Die Jungfraubahn Holding AG ist gut ins 2020 gestartet. Vom 1. Januar 2020 bis 29. Februar 2020 verzeichnete das Unternehmen im Wintersport ein Plus. Das Jungfraujoch besuchten in den ersten beiden Monaten des Jahres 1.7% weniger Gäste als Vorjahr. Die Monate Januar bis und mit April zählen generell zu den besucherschwächeren Monaten.

Weitere Angaben zum Geschäftsverlauf der Jungfraubahn Holding AG folgen am 26. März 2020 an der Bilanzmedienkonferenz.

Umsetzung Massnahmen Eindämmung Coronavirus: RhB stellt touristischen Verkehr ein
Der Bundesrat und der Kanton Graubünden haben weitere Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus beschlossen. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat unter anderem auch Anordnungen für den öffentlichen Verkehr der Schweiz erlassen. Der reguläre öffentliche Verkehr verkehrt weiterhin gemäss Fahrplan. Der touristische Verkehr, Extrafahrten und historische Fahrten werden eingestellt. Gruppenreisen werden abgesagt. Ebenfalls sind Speisewagen und Cateringservices auf den Zügen untersagt. In Umsetzung dieser Anordnungen stellt die Rhätische Bahn (RhB) ab Samstag, 14. März 2020 den Betrieb des Bernina Express ein. Weiter werden Charter- und Erlebnisfahrten gestrichen. Auch der Glacier Express verkehrt ab dann nicht mehr. Diese Massnahmen gelten voraussichtlich bis zum 26. April 2020.

Güterverkehr

Der Gütertransport erfolgt ohne Einschränkungen. Transportunternehmen können sich bei Fragen rund um den Gütertransport gerne direkt an die Leitung der Bündner Güterbahn wenden.

Coronavirus : le trafic du Léman Express perturbé
La circulation du Léman Express sera perturbée à partir du lundi 16 mars 2020. Les concepts sont encore en cours d’élaboration, des adaptations sont possibles dans la soirée.

Suite au Coronavirus, le trafic est maintenu, pour autant que cela reste possible. Toutefois, au vu du nombre important d’arrêts maladie et de la fermeture des établissements scolaires, une partie du personnel ne pourra assurer sa prise de poste.

Sur le territoire suisse, tous les trains Léman Express circulent – en principe – selon l’horaire entre Coppet et Chêne-Bourg. La gare d’Annemasse sera desservie entre 6h et 22h ; en dehors de ces horaires, tous les trains sont limités à Chêne-Bourg. Les trains circuleront – en principe – selon l’horaire entre Genève et La Plaine. Certaines annulations de dernière minute ne peuvent être exclues.

Sur le territoire français, les lignes sont perturbées. Une offre routière complémentaire est mise en place entre Annemasse, Annecy et St-Gervais-les-Bains-Le Fayet. Les relations entre Genève et Bellegarde sont – en principe -maintenues.

Les concepts sont en cours d’élaboration, des adaptations sont possibles dans la soirée. Lémanis continue d’informer les voyageurs sur les changements importants qui devraient subvenir, via le groupe Whats App mis en place ainsi que sur le site www.lemanexpress.com. Les horaires sont disponibles sur les sites et applications des CFF et de la SNCF, dans la mesure du possible.

Lémanis, les CFF et la SNCF, sont pleinement mobilisés pour informer les voyageurs et veiller à leur protection, comme à celle des collaborateurs.

Limitazione dei servizi TILO S10, S40 e S50 dal 12 al 15 marzo 2020
A causa delle assenze tra il personale di Trenord a seguito dell’evolversi della situazione legata alla diffusione del Coronavirus, da 12 a 15 marzo 2020, TILO si vede costretta ad implementare importanti limitazioni per i propri servizi S10, S40 e S50.

S10

  • Il servizio è soppresso tra Como e Chiasso.

S40

  • Il servizio è completamente soppresso tra Varese-Mendrisio-Como.

S50

  • Il servizio è soppresso tra Varese e Malpensa Aeroporto.
  • Il collegamento con Varese è garantito nelle fasce orarie di punta mattutine e serali.
  • Nel resto della giornata il collegamento è garantito fino a Stabio.

Sono da prevedere importanti limitazioni dei servizi anche nei giorni seguenti, a breve saranno fornite maggiori informazioni in merito.

Si prega di prestare attenzione agli avvisi in stazione.

Limitazione dei servizi TILO dal 16 marzo 2020
A causa del perdurare delle assenze tra il personale di Trenord, della decisione del Consiglio di Stato del Canton Ticino di chiudere tutte le scuole, nonché dell’evolversi della situazione legata alla diffusione del Coronavirus che sta portando ad una massiccia diminuzione di viaggiatori, dal 16 marzo 2020 fino a nuovo avviso, TILO limiterà i propri servizi.Rimane assicurato il servizio di base per garantire la possibilità di spostarsi ad orari regolari tra i vari centri del territorio servito.

S10 (Bellinzona-Lugano-Chiasso-Como)

  • Il servizio è soppresso tra Como e Chiasso.
  • Riduzione dell’offerta nelle ore di punta.
  • Treni ogni 30 minuti sulla tratta servita garantiti sull’arco della giornata.

S20 (Bellinzona-Locarno)

  • Riduzione dell’offerta nelle ore di punta.
  • Treni ogni 30 minuti garantiti sull’arco della giornata.

S40 (Varese-Mendrisio-Como)

  • Il servizio è completamente soppresso.

S50 (Bellinzona-Lugano-Mendrisio-Varese-Malpensa)

  • Il servizio è soppresso tra Varese e Malpensa.
  • Il collegamento con Varese è previsto unicamente nelle fasce orarie di punta mattutine e serali.
  • Durante il resto della giornata è garantito il collegamento tra Mendrisio e Stabio con coincidenza con la S10 a Mendrisio.
  • Treni ogni 60 minuti sulla tratta servita garantiti sull’arco della giornata.

TILO Pigiama

  • Il servizio notturno TILO Pigiama è completamente soppresso.

I servizi RE10 (Bellinzona-Lugano-Chiasso-Como-Milano) e S30 (Cadenazzo-Luino) rimangono invariati.

Modifiche delle misure indicate saranno valutate a seconda dell’evolversi della situazione e comunicate tempestivamente.

Si prega di prestare attenzione agli avvisi in stazione, l’orario online è aggiornato solo parzialmente.

Altre informazioni sul traffico ferroviario possono essere trovate anche sulle pagine web di FFS e Trenord.

Bundesrat: Massnahmen im öffentlichen Verkehr
Der Bundesrat hat zudem Kenntnis genommen von Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit zum öffentlichen Verkehr. Dieser ist Basis für eine funktionierende Wirtschaft und ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft, stellt bei intensiver Nutzung aber ein erhöhtes Risiko für die Ansteckung mit dem Coronavirus dar. Um dieses Risiko zu minimieren, empfiehlt das BAG die Benützung des öffentlichen Verkehrs möglichst zu meiden. Wer Symptome einer Atemwegserkrankung hat, soll den öffentlichen Verkehr nicht benutzen, ebenso Personen über 65 Jahre. Arbeitgebende sollen die Arbeitszeiten ihrer Angestellten so gestalten, damit sie Stosszeiten vermeiden können. Wo möglich sollen die Mitarbeitenden Homeoffice machen können. Zudem sollen Massnahmen zum Schutz des Personals in Transportmitteln soweit möglich umgesetzt und auf Service in den Zügen verzichtet werden.
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