Im VZO-Bus: Holzsitze aus Schweizer Holz

1
528

Die VZO rüsten zehn ihrer Busse mit Holzsitzen aus. Was bei der Präsentation der neusten Bus-Generation vor fünf Jahren erstmals als Prototyp vorgestellt wurde, entwickelten die VZO zu einer echten Alternative zu den altbekannten Sitzpolster.

Im Herbst 2014 präsentierten die VZO ihren ersten, komplett überarbeiteten Linienbus-Prototypen. Heute verkehren rund 60 der insgesamt 100 VZO-Busse mit diesem neuen Aussen- und Innendesign. Die Neuerungen sind heute zum Standard bei allen neuen VZO-Bussen geworden. Bis auf eine Ausnahme: Die damals vorgestellten Holzsitze in einem Linienbus überhaupt, waren nicht praxistauglich. Jetzt haben die VZO einen Durchbruch erzielt. Die Entwicklung einer ergonomisch geformten und rutschsicheren Holzschalenform ist gelungen.

Das wichtigste sind die Fahrgäste

Die Fahrgäste wurden über ihre Zufriedenheit mit dem neuen VZO-Bus befragt und waren so Teil des Projekts. Gut 80% der Fahrgäste beurteilten die neue Ausstattung im Ganzen als gut bis sehr gut. Einzig bei den Holzsitzen gingen die Meinungen etwas weiter auseinander. 65% empfanden die Holzsitze als sehr angenehm. Die restlichen 35% meldeten Verbesserungswünsche. Der Sitz sei unbequem und rutschig, lautete die Kritik. Die VZO nahmen diese Kritik ernst und als Ansporn ihre Idee zu perfektionieren.

Ergonomisch und rutschsicher

Was anfänglich niemand für möglich hielt ist jetzt gelungen: mittels einem speziellen Dampf-Pressverfahren kann die Form des Holzsitzes exakt so geformt werden, wie es die bekannten Polstersitze sind. Und auch das Problem der mangelnden Rutschfestigkeit ist dank einer neuen Oberflächenbehandlung gelöst. Mit dem Holzsitz bringen die VZO ein echtes, natürliches und freundlich-warmes Material in den Bus.

Hygienischer als Stoffsitze

Die Stoffsitze erfordern eine regelmässige Reinigung. Jede Nacht werden die Sitze mit dem Staubsauger vom Schmutz befreit und jährlich zweimal schamponiert. Dabei müssten sämtliche Sitzpolster demontiert, gereinigt und getrocknet werden. Bei ausgelaufenen Flüssigkeiten oder klebenden Kaugummis bleibt oft nur der vollständige Ersatz des havarierten Polsters. Die Holzsitze hingegen lassen sich gegenüber der Polstersitze viel leichter reinigen, sind widerstandsfähiger und langlebiger.

Patentierte VZO-Erfindung

Das verwendete Buchenholz stammt aus Schweizer Wäldern und wird in einer Sperrholzfabrik im Kanton Aargau verarbeitet. Das Herstellungsverfahren und auch die nötigen Werkzeuge haben die VZO patentieren lassen; möglicherweise in weiser Voraussicht: Das Interesse bei Busherstellern und Verkehrsbetrieben im In- und Ausland für diese VZO-Erfindung ist da.

Info

1
↓ KOMMENTARE

avatar
1 Kommentar-Threads
0 Thread Antworten
0 Follower
 
Kommentar mit am meisten Reaktionen
Aktivster Kommentar-Thread
1 Kommentarautoren
Eduard J. Belser Neuste Kommentarautoren
  Abonnieren  
neuste älteste beste Bewertung
Benachrichtige mich zu:
Eduard J. Belser
Gast
Eduard J. Belser

Besser zu reinigen? Wenn das in der Coronaviruskrise keine gute Nachricht ist!