Die Sauberkeit ist ein wichtiges Qualitätsmerkmal der Forchbahn. In diesen Wochen ist das Reinigungsteam noch mehr gefordert.

«In der jährlichen Fahrgastqualitätsumfrage des ZVV erhält die Forchbahn jeweils sehr gute Noten für die Sauberkeit»

, sagt Hanspeter Friedli, Leiter Produktion bei der Forchbahn, mit berechtigtem Stolz.

Die Sauberkeit in den Fahrzeugen werde auch von den Fahrgästen geschätzt und gewürdigt.

«Möglich ist das nur, weil wir auch viel in die Reinigung investieren.»

Sieben Personen, also rund ein Achtel aller Angestellten, gehören dem Reinigungsteam der Forchbahn an, das an 365 Tagen im Zwei-Schicht-Betrieb arbeitet.

Die Arbeit des Reinigungsteams beginnt um 4 Uhr morgens.

«Die drei Züge, die als letztes am Vorabend noch unterwegs waren, werden gereinigt»

, erklärt Markus Waldvogel, Depotchef der Forchbahn.

Das bedeutet:

«Zeitungen werden entfernt, die Abfalleimer geleert und die Böden feucht aufgenommen.»

Das gleiche passiert nach der abendlichen Rushhour, mit den Zügen, die zurück ins Depot kommen.

«Das machen nicht alle Unternehmen, ist bei uns aber Standard»

, betont Friedli.

Auch dazwischen werden die Fahrzeuge, die beispielsweise nach der Hauptverkehrszeit am Morgen ins Depot kommen, gecheckt und falls nötig gereinigt.

«Wir können nicht den gleichen Aufwand betreiben, aber die Fahrzeuge gehen nur wieder raus, wenn sie gut aussehen»

, so Waldvogel.

Ausserdem werden die Fahrzeuge normalerweise zu bestimmten Zeiten an den Endstationen in Esslingen und Stadelhofen grob gereinigt.

«In Esslingen geht der Lokführer durch den Zug, entfernt herumliegenden Abfall und Zeitungen und wechselt die Abfallsäcke»

, erklärt Friedli.

In Stadelhofen nimmt das Clean-Team der VBZ diese Arbeiten vor.

«Dies gilt aber nicht in der aktuellen Zeit!»

, ergänzt er.

Wegen der Covid-19-Pandemie wurden diese Massnahmen ausgesetzt.

«Unsere Lokführer appellieren an die Fahrgäste, dass sie ihren Abfall selbst ausserhalb des Zugs entsorgen»

, erzählt Friedli.

So versuche man, den Reinigungsstandard in der Forchbahn trotzdem hochzuhalten.

«Die Vorsichtsmassnahmen wegen Corona stehen derzeit natürlich an erster Stelle.»

Die Corona-Pandemie hat weitere Auswirkungen auf die Reinigungsarbeiten.

«Zusätzlich ist nun ein zweiter Mitarbeiter aus dem Reinigungsteam um 4 Uhr im Depot»

, sagt Waldvogel.

Gewisse Oberflächen wie Handläufe, Haltegriffe oder Türöffner werden ebenso desinfiziert wie auch der Türgriff zum Führerstand.

«Das Fahrpersonal desinfiziert die Armaturen im Führerstand zusätzlich, wenn es den Zug übernimmt»

, ergänzt Friedli.

Dafür verteilte die Forchbahn eigens Reinigungsmittel an die Lokführerinnen und Lokführer.

Im Schnitt alle zwei Wochen durchläuft ein Fahrzeug die grosse Hauptreinigung – innen und aussen.

«Der Zug fährt durch die grosse Waschanlage ins Depot»

, erläutert Waldvogel.

Danach wird innen alles feucht abgestaubt, die Scheiben gereinigt und bis in die hinterste Ecke feucht gereinigt.

«Die Scheiben sind heikel, weil man sofort Spuren sieht, wenn beispielsweise Fahrgäste mit frisch gegelten Haaren den Kopf anlehnen oder an die Scheibe ‘getöpelt’ wird»

, erklärt Friedli und schiebt nach:

«Je mehr Sorge auch die Fahrgäste tragen, desto sauberer bleiben unsere Fahrzeuge.»

Eine besondere Herausforderung sind die Nachtzüge an den Wochenenden.

«Hier passiert es leider regelmässig, dass vor allem betrunkene Fahrgäste, sich im Zug übergeben müssen»

, erzählt Friedli.

Die Lokführer hätten zwar ein spezielles Pulver, um zumindest den üblen Geruch zu neutralisieren.

«Aber es ist nicht sehr angenehm, am Ende des Nachtdiensts gegen 4:30 Uhr noch Erbrochenes wegputzen zu müssen»

, so Friedli weiter.

Er appelliert hier auch an die Passagiere, ihren Teil zu einer sauberen Forchbahn beizutragen.

«Mit den Nachtzügen engagieren wir uns für die Leute, die Party machen und mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Hause fahren wollen; im Gegenzug würden wir uns freuen, wenn dies von den Fahrgästen noch mehr wertgeschätzt würde»

, sagt er.

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