Städte und Gemeinden entlang beider Seiten des Hochrheins verstärken ihre Zusammenarbeit

Ziel ist die gemeinsame Erarbeitung eines Raumkonzepts für den Hochrhein.

0
214

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Kommunen am Hochrhein hat im Agglomerationsprogramm Basel der 3. Generation zum Erfolg geführt. Diese Zusammenarbeit wird nun fortgeführt. Kommunale Politiker des Hochrheins beschliessen, zusammen mit den übergeordneten Behörden im Hinblick auf das Agglomerationsprogramm Basel der 4. Generation ein Raumkonzept für den Hochrhein zu erarbeiten. Sie setzen damit ein gemeinsames Zeichen zur abgestimmten Siedlungs‐ und Verkehrsentwicklung des dynamischen Grenzraums.

Auf Initiative der drei kommunalen Politiker Stephan Burgunder (Gemeindepräsident Pratteln), Klaus Eberhardt (Oberbürgermeister Rheinfelden Baden) sowie Franco Mazzi (Stadtammann Rheinfelden Schweiz) hatten sich bereits Ende Oktober 2019 in Pratteln Vertreter der Städte und Gemeinden entlang des Hochrheins, der Kantone Aargau und Basel‐Landschaft, des Landkreises Lörrach, des Agglomerationsprogramms Basel, des Regionalverbands Hochrhein‐Bodensee und des Planungsverbands Fricktal Regio zum Thema der Erarbeitung einer Zukunftsvision für den Hochrhein getroffen.

In den vergangenen Monaten konnte nun die gemeinsame Finanzierung des grenzüberschreitenden Vorhabens durch zahlreiche politische Beschlüsse gesichert werden. Zur Erarbeitung eines «Raumkonzepts für den Korridor Hochrhein» wurde ein Auftrag an die deutsch/schweizerische Arbeitsgemeinschaft HHP Raumentwicklung / EWP Effretikon AG vergeben. Die Laufzeit des Mandats beträgt rund zwei Jahre und wird von einem politischen Gremium sowie einem technischen Gremium gesteuert.

Die Initianten beabsichtigen mit der Erarbeitung des Raumkonzepts, dass die regionale Zusammenarbeit gestärkt und die Zukunft gemeinsam über die kommunalen Grenzen hinaus geplant wird. Dass eine gemeinsame und abgestimmte Planung dringend notwendig ist, zeigt sich bereits heute an zahlreichen Stellen. Die Netzkapazitäten der Autobahn entlang des Hochrheins ist schon heute beschränkt, wodurch es regelmässig zur Überlastung auf den Hauptverkehrsstrassen kommt. Auch bei der Bahn sind die Netzkapazitäten ausgeschöpft und es sind wie auf der Strasse Ausbauprojekte auf Bundesebene in Planung. Neben den bereits heute im Korridor Hochrhein ansässigen 160’000 Einwohnern entwickelt sich der Hochrhein zudem weiterhin sehr dynamisch und es werden in den nächsten rund 20 Jahren gemäss Prognosen und Hochrechnung der verfügbaren Fläche mindestens noch weitere 15’000‐20’000 Einwohner dazukommen.

Verkehrliche Massnahmen, welche aus dem Raumkonzept resultieren, sollen in den kommenden Jahren unter anderem über das Agglomerationsprogramm Basel der 4. Generation finanziert werden. Der Verein Agglo Basel reicht hierzu alle vier Jahre ein Infrastrukturpaket zur Mitfinanzierung beim Schweizer Bund ein. Allein in der 3. Generation wurden am Hochrhein Massnahmen mit einem Investitionsvolumen von rund CHF 50 Mio. eingereicht, die nun zu 40% vom Schweizer Bund mitfinanziert werden (Bundesbeitrag rund CHF 20 Mio.). Nicht nur konkrete Bauprojekte werden dank Bundessubventionen unterstützt, sondern auch das Agglomerationsprogramm Basel selbst stellt finanzielle und personelle Ressourcen bereit, um den Korridoren der Agglomeration Basel, wie auch dem Hochrhein, bei der interkommunalen Zusammenarbeit zu helfen und planerische Aufgaben gemeinsam anzugehen.

Abonnieren
Benachrichtigen Sie mich bei
guest
0 Kommentare
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen