Bahnhofsgebiet Arth-Goldau: Arealentwicklung Bahnhof Süd nimmt konkrete Formen an

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Arth-Goldau wird mit der NEAT-Volleröffnung diesen Dezember zum wichtigsten ÖV-Knotenpunkt im Kanton Schwyz. Die Gemeinde Arth realisiert seit längerem eine Entwicklungsstrategie, um das gesamte Bahnhofsgebiet für diesen Öffnungsschritt fit zu machen. So sind die Bauarbeiten beim Bahnhofplatz in vollem Gange. Ein anderer wichtiger Bestandteil ist die Weiterentwicklung das Areals Bahnhof Süd. Die dafür notwendigen Nutzungsplanänderungen liegen ab 26. Juni 2020 öffentlich auf. Der Kanton und die betroffenen Grundeigentümer unterstützen diese Entwicklung vollumfänglich.

«Unsere Strategie ist kein Papiertiger! Seit bald drei Jahren laufen Umsetzungsarbeiten, so geht zum Beispiel der neugestaltete Bahnhofplatz rechtzeitig auf die Volleröffnung der NEAT im Dez. 2020 in Betrieb. Heute präsentieren wir die Grundlagen für die weitere Entwicklung des Bahnhofgebiets.»

, so lauteten die Begrüssungsworte von Ruedi Beeler, Gemeindepräsident von Arth an der Medienkonferenz.

In den vergangenen zwei Jahren seien die planerischen Voraussetzungen erarbeitet worden, damit im Gebiet „Bahnhof Süd“ künftig Raum für Arbeitsplätze und Tourismusnutzungen sowie für ergänzende Freizeit- oder Kulturangebote geschaffen werden kann. Mit der neuen Erschliessung via Schuttweg werde man direkt ins Bahnhofsgebiet und zum Campus der Berufsbildungszentrum Goldau (BBZG) und der Pädagogischen Hochschule Schwyz (PHSZ) gelangen, ohne das benachbarte Quartier Oberdorf zu belasten, so Beeler.

Regierungsrat Andreas Barraud betonte:

«Der Kanton unterstützt die räumliche Entwicklung des gesamten Bahnhofgebiets von Arth-Goldau und steht insbesondere hinter dieser Planauflage für den südlichen Teil des Areals. Dieser Raum ist auch aus kantonaler Sicht von grosser strategischer Bedeutung. Im kantonalen Richtplan ist er entsprechend als Entwicklungsschwerpunkt festgesetzt. Das Gebiet wird über die Autobahn und punkto öffentlichem Verkehr ideal erschlossen. So eignet es sich zum Beispiel für die Ansiedelung von neuen, wertschöpfungsintensiven Arbeitsplätzen sowie für den Ausbau von Tourismusangeboten.»

Die Erweiterung des Campus der BBZG und PHSZ sei als Projekt jetzt neu dazugekommen. Auslöser für den Ausbau sei der erhöhte Platzbedarf gewesen, erläuterte Barraud. Der Ausbau ergänze und stärke die gesamte Entwicklungsstrategie optimal und trage zur weiteren Belebung des Gebiets rund um den Bahnhof Arth-Goldau bei.

Prof. Andreas Schneider, Standortentwickler, Hochschule für Technik Rapperswil, verdeutlichte, dass die Gemeinde von den Eigentümern des Areals Bahnhof Süd das klare Bekenntnis habe, dass sie diese geplante Entwicklung mittragen:

«In längeren Verhandlungen konnten wir mit ihnen vertraglich vereinbaren, wie die gemeinsamen Planungsabsichten verfolgt werden und welche Mehrwertabgaben sowie Erschliessungsbeiträge sie hierbei leisten. Die entsprechenden Nutzungsplanänderungen liegen nun ab 26. Juni öffentlich auf.»

Anhand von verschiedenen Plänen zeigte Schneider auf, dass für die gewählte Variante der Erschliessung «Schuttweg» im Vorfeld intensive und vertiefte Vorabklärungen getroffen wurden. Schliesslich habe sich der Gemeinderat für die nun vorliegende Variante entschieden, da sie viel einfacher realisierbar sei, keinen Rückstau verursache und auch aus Sicht der Eigentümer funktioniere:

«Für diese Variante haben wir inzwischen auch mit fast allen direkt betroffenen Grundeigentümern eine einvernehmliche Lösung zur Landabtretung vereinbaren können»

, so Schneider.

Zum Schluss orientierte Ruedi Beeler über die weitere öffentliche Information:

«Die gezielte Information der Bevölkerung ist uns nach wie vor ein grosses Anliegen. Wir haben bereits mehrfach in den vergangenen Jahren öffentlich zu dieser Entwicklungsstrategie informiert, und sind mit der Bevölkerung in Dialog getreten. Wir möchten, dass die Bevölkerung auch weiterhin unser Projekt gut kennt und versteht. Deshalb werden wir am 25. und 30. Juni 2020 (corona-bedingt) zwei öffentliche Informationsanlässe durchführen, unter Einhaltung der geltenden Vorschriften und Schutzkonzepte.»

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