Zum dritten Mal in Folge konnte die Dampfbahn Furka-Bergstrecke (DFB) im vergangenen Jahr schwarze Zahlen schreiben. Dies geht aus dem Jahresbericht 2019 zu Handen der diesjährigen, virtuell abgehaltenen Generalversammlung hervor.

483 Züge waren letztes Jahr auf der Bergstrecke zwischen Realp und Oberwald unterwegs, 18 mehr als im Jahr 2018. Dabei wurden 6’549 Personenzugskilometer absolviert, 400 Kilometer mehr als im Vorjahr. Befördert wurden 29’339 Passagiere, 600 Passagiere mehr als während des Sommers 2018.

Dass die DFB AG nach langer Durststrecke heute so erfolgreich unterwegs sei, habe auch mit der vorangetriebenen Professionalisierung der gesamten Belegschaft zu tun, schreibt Verwaltungsratspräsident Ernst Künzli im Jahresbericht. Mit der schrittweisen Umsetzung der gemeinsam und erstmalig erarbeiteten Strategie seien überdies auch die wichtigen und zukunftsweisenden Pflöcke rechtzeitig eingeschlagen worden.

Künzli lobte vor allem den Ende 2019 nach achtjähriger Tätigkeit ausgeschiedenen Geschäftsführer Urs Züllig, der in seinem letzten Jahr nochmals voll habe punkten können. Nun breche eine neue Ära an, welche dem neuen Geschäftsleiter Josef Hamburger hohe Messlatten setze.

Die Generalversammlung der DFB AG fand dieses Jahr auf Grund der behördlichen Einschränkungen rund um die Corona-Pandemie nur virtuell statt. Die Aktionäre nahmen über einen unabhängigen Stimmrechtsvertreter daran teil. Dieser vertrat 48’441 Aktienstimmen oder 16.54 Prozent der ausgegebenen Aktien.

Der Jahresbericht und die Jahresrechnung wurden mit grossen Ja-Mehrheiten genehmigt. Ebenso deutlich wurde der Entlastung der Organe und der Verwendung des Jahresgewinns zugestimmt. Die Jahresrechnung schloss mit einem Bruttoertrag von 1’976’423 Franken ab. Abzüglich Personal- und Betriebsaufwand, Abschreibungen, Finanzaufwand und ausserordentlicher Aufwand verblieb ein Jahresgewinn von 7’083 Franken.

Das Betriebsergebnis 2020 der DFB AG werde durch die von der Corona-Pandemie ausgelösten Massnahmen und die Verschiebung des Saisonstarts um drei Wochen deutlich zurückgehen, heisst es im Bericht zur Jahresrechnung. Die genauen Auswirkungen auf dieses Jahr und die Zeit danach könnten zum jetzigen Zeitpunkt aber noch nicht genau vorhergesagt werden.

Auch die Liquidität werde voraussichtlich negativ beeinflusst werden. Die DFB AG beantragte demzufolge einen staatlich verbürgten Covid-19-Kredit in Höhe von 405’000 Franken, der am 3. April 2020 zu einem Zinssatz von 0 Prozent gewährt wurde und innerhalb der nächsten 5 Jahre zurückzuzahlen ist.

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