SEV zu Einnahmenverlusten der Verkehrsunternehmen wegen Covid-19: Der Bund muss ein markantes Zeichen für die Betriebe des öffentlichen Verkehrs setzen

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Am 1. Juli 2020 wird der Bund seine Massnahmen zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs bekanntgeben. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist es zwingend, dass die Unternehmen, die während der Krise ihre Angebote aufrechterhalten haben, entsprechend finanziert werden.

«Ohne Hilfe der öffentlichen Hand müsste das Personal den Kopf für die Ausfälle während des Stillstands hinhalten. Das ist untragbar, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Zeit eine entscheidende Rolle gespielt haben»

, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti.

Der Bund hat von den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs verlangt, dass sie das Mindestangebot aufrechterhalten, hat aber die Öffentlichkeit gleichzeitig aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Entsprechend wurden die Verkehrsunternehmen getroffen; sie haben grosse Einnahmeneinbussen erlitten. Deshalb müssen sie finanziell unterstützt werden.

Nachdem die eidgenössischen Räte die Motion «Ertragsausfälle im öV – der Bund steht in der Pflicht» überwiesen haben, haben sowohl das Personal als auch die Unternehmen hohe Erwartungen.

«Die Verluste müssen vollumfänglich gedeckt werden. Zahlreiche Unternehmen durften nicht Kurzarbeit anmelden, da das Seco bei ihnen kein Konkursrisiko sah, weil sie der öffentlichen Hand gehören. Falls die finanzielle Unterstützung nicht ausreicht und die Verschuldung der Unternehmen deswegen ansteigt, ist ein grosser Druck auf die Anstellungsbedingungen zu erwarten. Ohne ausreichende Finanzierung und ohne Kurzarbeitsentschädigung wären das Personal und die Unternehmen doppelt bestraft. Es ist immerhin festzuhalten, dass sie alle in die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben»

, kritisiert Giorgio Tuti.

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