Neubesetzung des Verwaltungsrats der Limmattalbahn

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Der Verwaltungsrat wurde am 26.04.2016 durch die Aktionäre der Limmattalbahn AG neu besetzt. Er besteht aus einem vierköpfigen Gremium und setzt sich aus drei Zürcher und einem Aargauer Vertreter zusammen. Die Generalversammlung wählt bzw. bestätigt alle zwei Jahre die Verwaltungsräte. / Quelle: Limmattalbahn

Die Aktionäre der Limmattalbahn AG haben an der Generalversammlung am 26. April 2016 den Verwaltungsrat neu besetzt. Neu sind darin Nationalrat Hans Egloff als Präsident, Matthias Adelsbach als Vize-Präsident und Roland Kobel vertreten. Franz Kagerbauer bleibt im Verwaltungsrat.

Die bisherigen Verwaltungsräte Dr. Andreas Flury, Peter G. Schütz und Otto Müller treten per Ende April 2016 auf eigenen Wunsch zurück.

Für den bisherigen Präsidenten Dr. Andreas Flury – er hat 2015 das Pensionsalter erreicht – ist der Zeitpunkt seines Rücktritts gut gewählt:

„Die Genehmigungs- und Kreditbewilligungsverfahren sind grösstenteils abgeschlossen und die Baubewilligung ist vom Bundesamt für Verkehr in Aussicht gestellt. Die nun folgende Realisierungsphase soll möglichst in konstanter Besetzung geführt werden.“

Peter G. Schütz gehörte dem Verwaltungsrat als Vertreter des Kantons Aargau seit 2011 und über die eigene Pensionierung 2012 hinaus an. Seinen Rücktritt begründet er mit dem Übergang in die Realisierungsphase. Otto Müller war als Vertreter der Zürcher Planungsgruppe Limmattal ZPL während der Planungs- und Genehmigungsphase im Verwaltungsrat vertreten. Der Stadtpräsident von Dietikon wird weiterhin in verschiedenen Begleitgremien wie der Behördendelegation, dem Lenkungsausschuss und der Begleitgruppe vertreten sein.

Neue Zusammenstellung des Verwaltungsrates mit zusätzlichen Kompetenzen
Für die kommende Bauphase der Limmattalbahn erachten es der bisherige Verwaltungsrat und die Kantone Zürich und Aargau als sinnvoll, den Verwaltungsrat neu zu konstituieren. Die für die Realisierung nötigen zusätzlichen Kompetenzen sind durch die neue Zusammenstellung gut vertreten. Ab Mai 2016 vertreten Nationalrat Hans Egloff, Franz Kagerbauer und Roland Kobel den Kanton Zürich, der eine Aktienmehrheit von Dreivierteln an der Limmattalbahn AG besitzt. Hans Egloff ist Nationalrat, Präsident des Hauseigentümerverbandes Schweiz und Partner in einer Zürcher Anwaltskanzlei. Franz Kagerbauer ist Direktor des Zürcher Verkehrsverbundes ZVV. Roland Kobel war Gesamtprojektleiter der Durchmesserlinie Zürich bei der SBB. Matthias Adelsbach vertritt als stellvertretender Kantonsingenieur den Kanton Aargau.

An der Generalversammlung wurde Nationalrat Hans Egloff als neuer Verwaltungsratspräsident gewählt.

Nationalrat Hans Egloff meint:

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung. Ein gutes Gelingen der Limmattalbahn liegt mir sehr am Herzen.“

Für ihn sind in den nächsten Jahren vor allem drei Dinge von grosser Bedeutung: Eine aktive Kommunikation mit den Direktbetroffenen, eine gute zeitliche und räumliche Abstimmung der Strassenprojekte mit dem Bau der Limmattalbahn und die Nutzung der Impulse durch die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur für die qualitative, räumliche Entwicklung des Limmattals.

Baustart in der zweiten Jahreshälfte 2017 geplant
Seit Herbst 2013 läuft das Plangenehmigungsverfahren des Bundes. Die Limmattalbahn AG ist weiterhin bemüht, im Rahmen der Einspracheverhandlungen Optimierungen des Bauprojektes zu schaffen. Die Baubewilligung des Bundes erwartet sie im Herbst dieses Jahres. Anfang Mai 2015 hat der Grosse Rat des Kantons Aargau den Realisierungskredit der Limmattalbahn ohne Referendum genehmigt. Im November 2015 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger des Kantons Zürich der Kreditvorlage für den Bau der Limmattalbahn zugestimmt. Seither wurden gestützt auf diese Kreditgenehmigungen vorbereitende Arbeiten für den Bau der ersten Etappe ausgeführt. Dabei stehen die Unternehmer-Ausschreibungen für die bahntechnischen Anlagen und die Tiefbauarbeiten im Zentrum. Es ist geplant, in der zweiten Hälfte 2017 mit dem Bau der ersten Etappe der Limmattalbahn zu beginnen. Die erste Etappe führt von Zürich Farbhof bis Schlieren Geissweid und kann voraussichtlich 2019 als Verlängerung der VBZ-Tramlinie 2 in Betrieb genommen werden.

Die Limmattalbahn AG ist sich bewusst, dass Bauarbeiten Unannehmlichkeiten mit sich bringen. Sie legt deshalb grossen Wert auf eine gute Information der betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner. Am 24. Mai 2016 findet eine erste Informationsveranstaltung für die Öffentlichkeit statt. Dabei werden auch die Baudirektion des Kantons Zürich über ihre geplanten Bauprojekte entlang der Überland- und Bernstrasse und die Stadt Schlieren über ihre Vorhaben orientieren.

Info

Erstellt: 7. Apr 2016 @ 13:45

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