Alpen-Initiative Mitgliederversammlung 2016: „Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Jetzt müssen die Güter auf die Schiene!“

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Geschäftsführerin Lucia Lauener und Präsident Jon Pult: Mit einem kleinen Güterzug wird Doris Leuthard an ihren Auftrag erinnert, dass die Güter auf die Bahn gehören. / Quelle: Alpen-Initiative

Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, den Volksauftrag zu erfüllen und die Gütertransporte durch die Alpen auf die Schiene zu bringen. An der Mitgliederversammlung in Schwyz wurde eine entsprechende Resolution verabschiedet.

Präsident Jon Pult:

„Verkehrsministerin Doris Leuthard steht in der Pflicht. Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Jetzt müssen die Güter auf die Schiene.“

In einer Woche weiht die Schweiz den Gotthard-Basistunnel ein. Damit hat es auf der Schiene mehr als genug Kapazität, um den alpenquerenden Güterverkehr zu bewältigen. Das Schweizer Volk hat 24 Milliarden in die NEAT investiert. Jetzt muss der Bundesrat dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt macht. Er muss auch dafür sorgen, dass die Bürgerinnen und Bürger das erhalten, für was sie das Geld gesprochen haben: für die Verlagerung der Gütertransporte durch die Alpen. Das schont Mensch und Umwelt, spart Energie und macht den Verkehr auf der Gotthardachse sicherer.

„Der Gotthard-Basistunnel bringt einen Quantensprung im alpenquerenden Schienenverkehr. Da kann niemand behaupten, dass es jetzt nicht möglich ist, noch mehr Güter von der Strasse auf die Schiene zu bringen“

, sagt Jon Pult.

Eine repräsentative Umfrage hat Anfang 2016 gezeigt, dass 67 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer am sogenannten Verlagerungsziel festhalten wollen. Es verlangt, dass zwei Jahre nach Inbetriebnahme des Gotthardbasistunnels maximal noch 650’000 Lastwagen pro Jahr durch die Schweizer Alpen fahren dürfen. Mit dem Basistunnel ist das Verlagerungsziel nun in Griffweite.

Die Alpen-Initiative fordert in ihrer Resolution unter anderem:

  • Erhöhung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA);
  • Verschärfung der Kontrollen von Lastwagen im Alpentransit;
  • Konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Lastwagenchauffeuren;
  • Keine Aufweichung des Verlagerungsziels;
  • Einhalten der Grenzwerte für Lärm- und Luftschadstoffe;
  • Abschliessen der Verhandlungen mit der EU und den Alpenländern über eine Alpentransitbörse oder ein ebenso wirksames Verlagerungsinstrument.

Die Mitgliederversammlung verabschiedete die Resolution und bestätigte den Vorstand, angeführt von Präsident Jon Pult, im Amt.

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