Unterstützung für Fachhochschulzentrum Bahnhof Nord in St.Gallen

Die vorberatende Kommission des Kantonsrates St. Gallen unterstützt die Bauvorlage über den Neubau für das Fachhochschulzentrum Bahnhof Nord in St.Gallen einstimmig.

Die vorberatende Kommission des Kantonsrates St. Gallen unterstützt die Bauvorlage über den Neubau für das Fachhochschulzentrum Bahnhof Nord in St.Gallen einstimmig. Damit kann das Geschäft in der Februarsession in erster Lesung und in der Frühjahrssession in zweiter Lesung beraten werden. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 96,9 Mio. Franken, wovon der Bund rund 23,3 Mio. Franken trägt. Die Vorlage unterliegt dem obligatorischen Finanzreferendum, weshalb eine Volksabstimmung erforderlich ist.

Die FHS St.Gallen Hochschule für Angewandte Wissenschaften soll nördlich des Hauptbahnhofs St.Gallen in einem Neubau zusammengefasst werden. Das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Bauprojekt des Fachhochschulzentrums Bahnhof Nord verbessert die bestehende Raumsituation der Hochschule und berücksichtigt deren zukünftige Entwicklung. Das Projekt ist im Minergiestandard geplant.

Die heutige Infrastruktur und Raumsituation der Fachhochschule, welche an acht Standorten in St.Gallen und Rorschach untergebracht ist, kann den Bedürfnissen einer auf Hochschulniveau tätigen Lehrinstitution nicht mehr gerecht werden. Die derzeitigen Raumverhältnisse sind ungenügend und werden von Dozierenden sowie Studentinnen und Studenten häufig kritisiert. Als interdisziplinäre Fachhochschule bemüht sich die FHS St.Gallen stark um disziplinenübergreifende Zusammenarbeit, was durch die räumliche Zersplitterung stark erschwert wird.

Heute besuchen rund 1140 Studierende die verschiedenen Studiengänge. Im Weiterbildungsbereich sind es nochmals etwa 840 Personen. Für das Jahr 2010 wird mit einem Anstieg auf 1500 Studentinnen und Studenten, ohne die Weiterbildung, gerechnet.

Mit dem geplanten Neubau wird das Raumangebot verbessert und die zukünftige Entwicklung der FHS St.Gallen sichergestellt. Die Arbeit der Fachbereiche im gleichen Gebäude erleichtert nicht nur die Organisation, sondern bringt Synergien, ermöglicht eine Effizienzsteigerung und erhöht die Studienqualität. Die Lage am Hauptbahnhof in St.Gallen mit Anbindung an den öffentlichen und an den Individualverkehr ist hervorragend und macht auch den Weiterbildungsbereich äusserst attraktiv.

Im fünfgeschossigen Sockelgebäude des geplanten Fachhochschulzentrums Bahnhof Nord St.Gallen werden Hörsäle, Seminarräume, eine Mensa mit Cafeteria und eine Mediothek untergebracht. Der 65 Meter hohe Turm, der sich aus dem Sockelgebäude erhebt, wird die Verwaltung, Dozentenarbeitsräume und die Institute beherbergen. Bestandteil der Gesamtüberbauung ist unter anderem eine Parkgarage mit rund 320 Plätzen. Parkgarage, Vorfahrt und eine bewachte Velostation werden von einer privaten Investorin und der Stadt St.Gallen finanziert. Die Gesamtkosten von rund 123,6 Mio. Franken reduzieren sich für die Trägerkantone St.Gallen, Thurgau und beide Appenzell damit auf rund 96,9 Mio. Franken. Daran leistet der Bund einen Beitrag von rund 23,3 Mio. Franken.

Die Vorlage wird vom Kantonsrat in der Februarsession und Frühjahrssession 2008 behandelt. Stimmt der Kantonsrat der Vorlage im April 2008 zu und findet sich eine Mehrheit an der Volksabstimmung Ende September 2008, kann voraussichtlich im Herbst 2009 mit den Bauarbeiten begonnen werden.


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Autor: Redaktion

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