SP-Fraktion fordert zukunftsorientierte Neustrukturierung unserer Bahnlandschaft

„Die heutige Bahnlandschaft Schweiz ist unübersichtlich und ineffizient. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die SP-Fraktion fordert daher einstimmig eine zukunftsorientierte Neustrukturierung im Rahmen der Bahnreform II“, sagte Nationalrat Andrea Hämmerle, Vizepräsident der SP-Fraktion, nach der Fraktionssitzung vom 22.02.08. Die SP-Fraktion schlägt folgendes Modell vor: Im Normalspurbereich soll es schweizweit nur noch eine Bahn geben, die SBB. Es ist absurd, dass die öffentliche Hand die Konkurrenz zwischen zwei von ihr finanzierten Unternehmungen – der SBB einerseits und der BLS als Anhängsel der DB andererseits – fördert. Im Schmalspurbereich sollen die Rhätische Bahn (RhB) und die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) zu einer „Alpenbahn“ zusammengeführt und als solche den SBB gleichgestellt werden.

„Die heutige Bahnlandschaft Schweiz ist unübersichtlich und ineffizient. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die SP-Fraktion fordert daher einstimmig eine zukunftsorientierte Neustrukturierung im Rahmen der Bahnreform II„, sagte Nationalrat Andrea Hämmerle, Vizepräsident der SP-Fraktion, nach der Fraktionssitzung vom 22.02.08. Die SP-Fraktion schlägt folgendes Modell vor: Im Normalspurbereich soll es schweizweit nur noch eine Bahn geben, die SBB. Es ist absurd, dass die öffentliche Hand die Konkurrenz zwischen zwei von ihr finanzierten Unternehmungen – der SBB einerseits und der BLS als Anhängsel der DB andererseits – fördert. Im Schmalspurbereich sollen die Rhätische Bahn (RhB) und die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGB) zu einer „Alpenbahn“ zusammengeführt und als solche den SBB gleichgestellt werden.

Die historisch gewachsene Bahnlandschaft Schweiz entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Die Bahnreform II wich der Frage nach der Organisation der Bahnlandschaft aus. Nicht zuletzt deshalb wurde sie in den Räten – auf Antrag der SP – zurückgewiesen. Die SP hat nun konkrete und pragmatische Vorschläge für die Stärkung unseres weltweit führenden Bahnsystems erarbeitet: Im Transitverkehr ist eigentlich die übermächtige DB die Konkurrentin der SBB, was die SBB-Cargo in ihrer Existenz bedroht. Ohne Güterverkehr sind die SBB aber keine integrierte Bahn mehr. Und ohne bundeseigenes starkes Bahnunternehmen steht die schweizerische Verlagerungspolitik auf schwachen Füssen. In Zukunft soll es deshalb im Normalspurbereich nur noch die SBB geben. Die SBB sollen als integrierte Bahn geführt werden und im Eigentum des Bundes bleiben. Nur so können die SBB im Konkurrenzkampf gegen die Strasse sowie gegen die grossen europäischen Bahnunternehmen erfolgreich bestehen. Im Schmalspurbereich werden RhB und MGB zu einer „Alpenbahn“ zusammengeführt. Für die übrigen kleinen Schmalspurbahnen sind Fusionen mit städtischen und regionalen öffentlichen Verkehrsbetrieben vorzusehen.


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Communiqué SP Schweiz

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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