BLS bleibt ein integriert geführtes Bahnunternehmen – Infrastruktur wird in neue BLS Netz AG überführt

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels werden die Strukturen und Eigentumsverhältnisse im Infrastruktur-Bereich der BLS AG bereinigt. Sie wird ihre Bahninfrastruktur einschliesslich NEAT-Basisstrecke auf Anfang 2009 in eine neue BLS Netz AG ausgliedern. BLS AG und BLS Netz AG werden einheitlich, also «aus einer Hand» geführt. Mit der Umwandlung von Darlehen in Aktienkapital der künftigen BLS Netz AG sichern sich Bund und Kanton Bern ihre eigentumsrechtlichen Ansprüche. Der Bundesrat hat am 21.12.2007 die Konzession der BLS AG bis Ende 2020 verlängert und diesen Entscheid an die Bedingung geknüpft, die Infrastruktur an eine separate Gesellschaft zu übertragen.

Nach der erfolgreichen Inbetriebnahme des Lötschberg-Basistunnels werden die Strukturen und Eigentumsverhältnisse im Infrastruktur-Bereich der BLS AG bereinigt. Sie wird ihre Bahninfrastruktur einschliesslich NEAT-Basisstrecke auf Anfang 2009 in eine neue BLS Netz AG ausgliedern. BLS AG und BLS Netz AG werden einheitlich, also «aus einer Hand» geführt. Mit der Umwandlung von Darlehen in Aktienkapital der künftigen BLS Netz AG sichern sich Bund und Kanton Bern ihre eigentumsrechtlichen Ansprüche. Der Bundesrat hat am 21.12.2007 die Konzession der BLS AG bis Ende 2020 verlängert und diesen Entscheid an die Bedingung geknüpft, die Infrastruktur an eine separate Gesellschaft zu übertragen.

Die BLS AG spielt in der schweizerischen Bahnlandschaft eine wichtige Rolle und wird diese auch weiterhin spielen können. Im vergangenen Jahr wurden mehrere Entscheide getroffen, welche die Zukunft der BLS sichern. So hat der Bundesrat im Dezember 2007 den Abschlussbericht des Konzeptprojektes «SBB + x KTU» genehmigt. Mit rund 2’600 Mitarbeitenden und einem Umsatz von rund 750 Millionen Franken ist die BLS AG gemäss diesem Modell die klare Nummer zwei.

Die BLS AG bleibt ein integriert geführtes Bahnunternehmen
Der Bundesrat hat der Verlängerung der Konzession der BLS AG für den Betrieb der nationalen und regionalen Bahninfrastruktur bis ins Jahr 2020 zugestimmt. Er legte damit fest, dass nach den aufwändigen Betriebvorbereitungen und der erfolgreichen Inbetriebnahme der NEAT-Basisstrecke die Verantwortung für Betrieb und Unterhalt beim Unternehmen bleibt. Der Bundesrat verknüpfte damit einerseits die Bedingung, die gesamte Bahninfrastruktur der BLS AG auf Anfang 2009 mit jener der BLS AlpTransit AG zusammenzufassen und in eine Gesellschaft mit Mehrheitsbeteiligung des Bundes, die BLS Netz AG, zu übertragen.

Anderseits hielt er fest, dass auch die BLS Netz AG einheitlich von der BLS AG geführt werden soll. Die bewährte Einheit von Infrastruktur und Betrieb, von Rad und Schiene, wird somit weitergeführt. Es gibt keine Auswirkungen auf den Personen- und den Güterverkehr. Die bisherigen Synergien einer integriert geführten Bahn können weiterhin genutzt werden.

Der Verwaltungsrat der BLS AG wird – um eine erweiterte Vertretung des Bundes ergänzt – auch für die BLS Netz AG zuständig sein. Die Geschäftsleitung der beiden Unternehmungen wird identisch sein, die Infrastrukturgesellschaft wird kein eigenes Personal haben. Die Führung «aus einer Hand» ist damit bestätigt.

Bund und Kanton Bern sichern ihre eigentumsrechtlichen Ansprüche
Der Bund hat in den vergangenen dreissig Jahren grosse finanzielle Mittel in den Ausbau der Lötschberg-Achse investiert: ab 1976 in den Ausbau der Bergstrecke auf Doppelspur, an dem sich auch der Kanton Bern beteiligt hat, ab 1993 in den Huckepackkorridor und zuletzt in die NEAT-Basisstrecke, welche zurzeit im Eigentum der BLS AlpTransit AG ist, einer Tochtergesellschaft der BLS AG.

Auf Anfang 2009 werden alle Infrastrukturanlagen der BLS AG und der BLS AlpTransit AG zusammengefasst und ins Eigentum der BLS Netz AG überführt. Die eidgenössischen Räte und der Grosse Rat des Kantons Bern haben im vergangenen Jahr die Voraussetzungen geschaffen, damit frühere Bundes- und Kantonsdarlehen in Aktienkapital umgewandelt werden können. Damit wird die Identität zwischen dem weit überwiegenden Geldgeber und dem Eigentümer hergestellt.

Der Umfang der Beteiligungen von Bund und Kanton Bern an der BLS Netz AG wird aufgrund von Rechnung und Bilanz 2008 definiert werden. Dabei wird sichergestellt, dass die Minderheitsaktionäre der BLS AG nicht benachteiligt werden; Bund und Kanton Bern müssen ihre Beteiligungen an der BLS Netz AG mit einem noch zu bestimmenden Agio einkaufen.


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Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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