Einfachheit und Flexibilität als Erfolgsfaktoren – Angebote und Preise der Schweizer Bahnen im Vergleich mit den Nachbarbahnen

Die Schweizer Bahnen schneiden im europäischen Vergleich beim Angebot wie beim Preis gut bis sehr gut ab. Dies geht aus der neusten LITRA-Studie hervor, welche Angebot und Preise der Schweizer Bahnen bzw. des öffentlichen Verkehrs mit den Nachbarbahnen SNCF, DB, FS/Trenitalia und der ÖBB vergleicht. Neben dem Angebots- und Preisvergleich des Normaltarifs und der wichtigsten Abonnemente, analysiert die Studie Neuerungen wie Marktpreise, Yield-Management oder Billigpreise. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bildet die Einfachheit und Flexibilität des Schweizer Angebots- und Preissystems.

LITRA-Broschüre mit neuester Studie zu Angebot und Preis der Schweizer Bahnen im Vergleich mit den Nachbarbahnen.litra. Die Schweizer Bahnen schneiden im europäischen Vergleich beim Angebot wie beim Preis gut bis sehr gut ab. Dies geht aus der neusten LITRA-Studie hervor, welche Angebot und Preise der Schweizer Bahnen bzw. des öffentlichen Verkehrs mit den Nachbarbahnen SNCF, DB, FS/Trenitalia und der ÖBB vergleicht. Neben dem Angebots- und Preisvergleich des Normaltarifs und der wichtigsten Abonnemente, analysiert die Studie Neuerungen wie Marktpreise, Yield-Management oder Billigpreise. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bildet die Einfachheit und Flexibilität des Schweizer Angebots- und Preissystems.

Bereits 2006 wurden im Kontext einer Litra-Broschüre von Dr. Carlo Pfund das Angebot und die Preise der Schweizer Bahnen und der Nachbarbahnen untersucht. Die heute veröffentliche Neuauflage hält massgebliche Änderungen in den Preissystemen der Nachbarländer fest. Das Angebots- und Preissystem der Bahnen wird generell immer umfangreicher und damit unübersichtlicher. So hat die deutsche Bahn im Fernverkehr integral auf Relationstarife umgestellt. In der Preisdifferenzierung bewegt sich die SNCF an vorderster Front. Während SBB mit der neuen 9 Uhr Tageskarte ein erstes Element der Preisdifferenzierung einführte, hat die SNCF ab Oktober 2007 mit seinen Nouvelle Offre die Marktpreise massiv ausgeweitet. Das ermöglicht den Kunden unter gewissen Bedingungen zwar teilweise sehr günstige Fahrpreise, aber nur zu Ungunsten der Kundentransparenz und Einfachheit, wie Pfund in der neusten LITRA-Broschüre festhält. Im europäischen Umfeld wird so das schweizerische Angebots- und Preissystem, worin der Kunde frei und ohne Einschränkungen auf Leistungen zugreifen kann, ein immer grösserer Erfolgsfaktor.

Auch im Preisvergleich können sich die Schweizer Bahnen bzw. der öffentliche Verkehr Schweiz trotz Preiserhöhungen auf den Fahrplanwechsel 2007/2008 weiterhin sehen lassen. Im Normaltarif liegt die Schweiz im Mittelfeld, das Generalabonnement und das Halbtax-Abonnement sind, bezogen auf die schweizweite Gültigkeit, günstige Angebote.

Mit ihrer Analyse des Preisniveaus anhand des Ertrags pro Personenkilometer leistet die LITRA-Studie weiter einen Beitrag zur 2007 heftig geführten Gewinndiskussion der SBB. Der Ertrag der Schweizerischen Bundesbahnen pro Personenkilometer liegt mitnichten an der Spitze, sondern im Mittelfeld. Dies obschon das Schweizer Zugsangebot und dessen Nutzung an der Spitze aller europäischen Bahnen liegt.

Im letzten Kapitel werden die zukünftigen Stossrichtungen des Schweizer Preissystems skizziert. Basierend auf den Erfolgskriterien Einfachheit und Verzicht auf Reservationspflicht im nationalen Verkehr sollen die elektronischen Kanäle weiter ausgebaut werden. Aufgrund der hohen Auslastung in den Pendlerzeiten werden zudem auch weitere Elemente der Preisdifferenzierungen geprüft. Als wichtigstes Zukunftsprojekt wird die Reform des schweizerischen Preissystems erwähnt. Mit ihr wollen die Schweizer Bahnen bzw. der gesamte öffentliche Verkehr das historisch gewachsene System den Herausforderungen der Zukunft anpassen.


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Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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