Fahrplanangebot der VBZ: Ausrichtung auf veränderte Kundenbedürfnisse

Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 passen die Ver-kehrsbetriebe Zürich ihr Fahrangebot den veränderten Kunden-bedürfnissen an. Im Freizeitverkehr wird die Leistung ausgebaut.

Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 passen die Verkehrsbetriebe Zürich ihr Fahrangebot den veränderten Kundenbedürfnissen an. Im Freizeitverkehr wird die Leistung ausgebaut. Zudem hat die VBZ eine erfreuliche Meldung: Letztes Jahr konnte man 4,5 Prozent mehr Fahrgäste verzeichnen. Einziger Wehrmutstropfen: die Buslinie 71 muss aus betriebswirtschaftlichen Gründen ab Fahrplanwechsel 08 eingestellt werden.

Mittels hauptsächlich elektronischer Zählung werden seit einigen Jahren die Fahrgastzahlen erhoben. Die neuste Erhebung hat ergeben, dass die Fahrgastzahlen seit letztem Jahr im Zürcher Stadtnetz um durchschnittlich 4,5 Prozent gestiegen sind. Dieses Ergebnis unterstreicht die steigende Beliebtheit der öffentlichen Verkehrsmittel in der Stadt Zürich und bestärkt die Verkehrsbetriebe Zürich darin, ihr Netz in den kommenden Jahren weiter auszubauen. Diese Strategie ist im Linienkonzept 2025 festgehalten, welches auf der Mobilitätsstrategie der Stadt Zürich aufbaut. Dazu gehört auch das Tram Zürich-West, das voraussichtlich 2011 seinen Betrieb aufnimmt.

Einstellung Linie 71
Doch nicht auf allen Linien konnte man steigende Fahrgastzahlen beobachten. Die Buslinie 71, die das Quartier Tüffenwies mit dem Bahnhof Hardbrücke verbindet, weist stetig tiefe Fahrgastzahlen auf. Sie wird daher auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 aus betriebswirtschaftlichen Gründen eingestellt.

Fahrplanstruktur wird angepasst
Auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2008 werden einige grundlegende Änderungen an der Fahrplanstruktur vorgenommen (siehe PDF-Files unter „Mehr zum Thema“). In der Hauptverkehrszeit wird der Takt von heute 6,7 Minuten auf 7,5 Minuten reduziert. Damit gilt der 7,5 Minuten-Takt nun von Montag bis Freitag ab 6 Uhr früh den ganzen Tag.

Am Abend und am Wochenende wird das Angebot ausgebaut. Von Sonntag bis Donnerstag ersetzt der 10 Minuten- den bisherigen 12 Minuten-Takt. Am späteren Abend fahren die Trams und Busse alle 15 Minuten.

Eine weitere Verbesserung des Angebotes erfolgt am Wochenende. So wird am Freitag- und Samstagabend bis Betriebsschluss im 10-Minuten-Takt gefahren. Der gleiche Takt gilt bereits jetzt am Sonntag tagsüber. Neu wird dieser bis 22.30 Uhr verlängert.

Die Einsparungen, welche mit der Reduktion des Taktes in der Hauptverkehrszeit realisiert werden, werden vollumfänglich in den Ausbau am Abend und am Wochenende reinvestiert.

Folgende Ziele werden mit der neuen Ausrichtung der Fahrplanstruktur verfolgt:
• Anpassung an die veränderten Kundenbedürfnisse und stärkere Positionierung im Wachstumsmarkt Freizeitverkehr (50% der Mobilitätsbewegungen finden in der Freizeit statt)
• Anpassung des Taktes der Stadtlinien an den der regionalen Buslinien und der S-Bahnlinien und damit eine Verbesserung der Anschlussqualität
• Mehr Fahrgäste und mehr Umsatz
• Verbesserung der Wirtschaftlichkeit
• Bessere Auslastung der vorhandenen Produktionsmittel (Fahrzeuge)
• Qualitätsverbesserung bezüglich Stabilität des Betriebs (Regelmässigkeit und Zuverlässigkeit)

Bei Tram- und Buslinien, auf welchen Kapazitätsengpässe möglich sind, werden Gegenmassnahmen ergriffen. So werden z.B. auf der Linie 3 sowie auf weiteren Linien grössere Fahrzeuge eingesetzt. Zwischen Stadion Hardturm – Hauptbahnhof kommt zudem in der Hauptverkehrszeit ein Tramshuttle zum Einsatz. Dies bis im Jahr 2011. Dann wird das Tram Zürich-West in Betrieb genommen, mit welchem 50% an höherer Kapazität auf dieser Strecke zur Verfügung stehen wird.

Ebenfalls aus Kapazitätsgründen wird der Takt der Tramlinie 6 und der der Buslinien 32, 33, 46, 62, 69, 72 und 80 in der Hauptverkehrszeit nicht reduziert.

Fahrzeugeinsatzkonzept
Das Liniennetzkonzept 2025 und die neue Fahrplanstruktur haben Einfluss auf die Anzahl benötigter Fahrzeuge. Im November 2007 wurden von den VBZ daher 14 zusätzliche Cobra-Fahrzeuge bestellt.

Diese werden bis 2010 eintreffen und kontinuierlich im Trambetrieb eingesetzt. Der Endbestand an Cobras wird sich auf 88 Fahrzeuge belaufen. Auf welchen Linien die Fahrzeuge eingesetzt werden, ist unter „Mehr zum Thema“ ersichtlich.

Niederflurkonzept
Mit den zusätzlich bestellten Cobra-Fahrzeugen kann das Niederflurkonzept in Zukunft netzweit umgesetzt werden. Dieses sieht vor, dass man sich konsequent mittels niederflurigen Fahrzeugen durch die Stadt bewegen kann. Die Niederflurigkeit ermöglicht ein einfaches und sicheres Ein- und Aussteigen für alle.

Auf den Tramlinien wird bis Ende 2010 jedes zweite Fahrzeug niederflurig sein. Die Dieselbuslinien sind zum jetzigen Zeitpunkt bereits zu 100% niederflurig und die Trolleybuslinien zu 30%. Die Linie 31 wird ab Mitte 2008 ebenfalls 100% erreicht haben. Die restlichen Trolleybuslinien werden bis 2012 umgerüstet.


Mehr zum Thema:

Communiqué VBZ Züri Linie

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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