Einigung auf der Neat-Baustelle Sedrun – Arbeitskampf abgewendet

Auch im Bündner Oberland setzt sich die Vernunft durch: Gewerkschaften und Transco haben eine sozialpartnerschaftliche Lösung im LMV-Konflikt gefunden. Insbesondere beim Lohnabschluss wird dabei die in der «Mediation Nordmann» ausgehandelte Lösung weiter verbessert.

Auch im Bündner Oberland setzt sich die Vernunft durch: Gewerkschaften und Transco haben eine sozialpartnerschaftliche Lösung im LMV-Konflikt gefunden. Insbesondere beim Lohnabschluss wird dabei die in der «Mediation Nordmann» ausgehandelte Lösung weiter verbessert.

Die Sozialpartner auf der Neat-Baustelle Sedrun haben nach mehrmonatigen Verhandlungen ihren Arbeitskonflikt beigelegt. Namentlich haben sie folgende Verbesserungen für die Beschäftigten vereinbart:

Lohnerhöhungen rückwirkend auf den 1. Januar 2008: Die Löhne der Monatslöhner werden generell um 130 Franken pro Monat erhöht, die Löhne der Stundenlöhner um 70 Rappen pro Stunde. Die Mindestlöhne werden ebenfalls rückwirkend auf den 1. Januar 2008 um drei bis fünf Prozent erhöht. Letzteres entspricht dem Resultat der Mediation Nordmann für den LMV.

  • Die Versetzungsspesen werden netto um 3 Franken pro Versetzungstag erhöht.
  • Ab sofort wird die Wegzeit ab Verlassen des Zugs aus dem Bahnhof bezahlt und nicht mehr wie bis anhin und im LMV festgeschrieben ab Tunnelportal.
  • Die Arbeitszeitregelung wird unverändert beibehalten gemäss den bisher gültigen LMV-Regelungen.
  • Ein neues Reglement für den Arbeitnehmerausschuss wurde bereinigt. Die Neuwahl der Arbeitnehmervertretung ist zur Zeit im Gange.

Zwischenlösung beim Vollzugs- und Weiterbildungsbeitrag
Wegen des vertragslosen Zustands im Bauhauptgewerbe ist der paritätische Vollzugs- und Weiterbildungsfonds (Parifonds) für den LMV-Bereich ausgesetzt. Darum können keine Kontrollen der Arbeitsbedingungen stattfinden und die paritätisch organisierte Weiterbildung ist in Frage gestellt. Für die Sozialpartner der Baustelle Sedrun ist diese Situation unbefriedigend. Aus diesem Grund kamen sie überein, rückwirkend ab dem 1. Januar 2008 die unter dem bisherigen LMV geltende Parifondsregelung (Vollzugs-, Weiterbildungs- und Solidaritätsbeitrag im Umfang von 0,7%) im Sinne einer Übergangslösung einzusetzen bis der nationale Parifonds wieder in Kraft gesetzt wird.

Gemeinsame Medienmitteilung Unia, Syna und Transco

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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