Auch die Neat-Bauarbeiter in Amsteg und Erstfeld verdienen einen guten Vertrag

Die Gewerkschaft Unia hat mit den Baufirmen für die NEAT-Baustelle Sedrun eine Vereinbarung zum Lohn, zu den Spesen und zum Vollzugs- und Weiterbildungsfonds getroffen. Die Tunnelbauer in Amsteg und Erstfeld haben die gleichen Leistungen verdient. Unia fordert die zuständigen Baufirmen zu Verhandlungen auf, um einen Konflikt zu vermeiden.

Die Gewerkschaft Unia hat mit den Baufirmen für die NEAT-Baustelle Sedrun eine Vereinbarung zum Lohn, zu den Spesen und zum Vollzugs- und Weiterbildungsfonds getroffen. Die Tunnelbauer in Amsteg und Erstfeld haben die gleichen Leistungen verdient. Unia fordert die zuständigen Baufirmen zu Verhandlungen auf, um einen Konflikt zu vermeiden.

Wegen der einseitigen Kündigung des Landesmantelvertrages durch den Baumeisterverband besteht nun seit fast sechs Monaten ein vertragsloser Zustand für das Bauhauptgewerbe. Diese unsichere Situation ist sowohl für die Bauleute als auch für die Bauunternehmungen höchst unbefriedigend. Aus diesem Grund sind Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertreter in sechs Kantonen und auf der Neat-Baustelle Sedrun aufeinander zugegangen und haben Vereinbarungen abgeschlossen, um die Sicherheit und die Verlässlichkeit der Arbeitsbedingungen wieder herzustellen. Alle diese Vereinbarungen basieren auf dem bisherigen LMV und dem von Mediator Jean-Luc Nordmann im Dezember 2007 vorgeschlagenen Kompromiss, der leider von der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Baumeisterverbandes (SBV) im Januar 2008 verworfen wurde.

Auch auf der Neat-Baustelle Sedrun haben wir mit der Arge Transco eine Vereinbarung abgeschlossen, die folgendes beinhaltet:

  • Lohnerhöhungen rückwirkend auf den 1. Januar 2008 im Umfang von 130 Franken pro Monat für alle Monatslöhner und um 70 Rappen pro Stunde für alle Stundenlöhner.
  • Erhöhung der Mindestlöhne ebenfalls ab 1. Januar 2008 um drei bis fünf Prozent.
  • Erhöhung der Versetzungsspesen (netto) um 3 Franken pro Versetzungstag.
  • Während des vertragslosen Zustands im Bau werden der Vollzugs- und Weiterbildungsfonds (Parifonds) weitergeführt, um so auch die Kontrolle des Vertrages zu ermöglichen.

Die Gewerkschaft Unia fordert nun die auf den Neat-Baustellen Amsteg und Erstfeld tätigen Baufirmen auf, zu einer analogen Reglung Hand zu bieten. Die Unia fordert die Firmen auf, rasch auf dem Verhandlungsweg eine analoge Lösung zu vereinbaren, um einen Konflikt zu vermeiden.

Inhaltlich ist nicht nachvollziehbar, dass für die Bauarbeitern, die am gleichen Tunnel bauen, unterschiedliche Regelungen gelten. Die Unia erwartet von der Arge-Leitung eine positive Antwort bis am 31. März 2008.

Medienmitteilung Unia

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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