Rübentransporte von der Strasse auf die Schiene verlagern

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes sollen Rüben ab Herbst 2009 vermehrt auf der Schiene statt auf der Strasse in die Zuckerfabrik Frauenfeld geliefert werden. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat einen entsprechenden Bericht zur Verlagerung von Rübentransporten auf die Schiene zur Kenntnis genommen. Als nächstes führt das Departement für Inneres und Volkswirtschaft zu diesem Thema eine Vernehmlassung durch.

Aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Umweltschutzes sollen Rüben ab Herbst 2009 vermehrt auf der Schiene statt auf der Strasse in die Zuckerfabrik Frauenfeld geliefert werden. Der Regierungsrat des Kantons Thurgau hat einen entsprechenden Bericht zur Verlagerung von Rübentransporten auf die Schiene zur Kenntnis genommen. Als nächstes führt das Departement für Inneres und Volkswirtschaft zu diesem Thema eine Vernehmlassung durch.

Die Zuckerrübentransporte auf der Strasse im Umkreis der Zuckerfabrik Frauenfeld nehmen seit Jahren stetig zu. Die Belastung des Strassennetzes mit Rübentransporten im Zulauf zur Zuckerfabrik stösst an Grenzen. Die Leistungsfähigkeit des Strassennetzes und die Sicherheit auf den Strassen nehmen ab. Die Probleme unter anderem mit gefährlichen Überholmanövern zeigen sich insbesondere auf der Thurtalachse und im Murgtal. Aufgrund dieser Situation hat das kantonale Tiefbauamt einen Bericht zur Verkehrsentflechtung der Rübentransporte erstellen lassen. Dabei zeigte sich, dass strassenseitige Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrssituation auf der Thurtalachse und im Murgtal erhebliche Investitionen bedingen würden. Dies führte dazu, dass als Alternative dazu die Verlagerung der Rübentransporte auf die Bahn geprüft wurde.

Die Abklärungen haben ergeben, dass die Bahnhöfe Oberaach, Bürglen, Müllheim-Wigoltingen und Etzwilen die Anforderungen an einen wirtschaftlichen Rübenumlad und Abtransport per Bahn erfüllen. Vorgesehen ist, ausser am Bahnhof Bürglen, wo eine bestehende Verladeanlage vorhanden ist, den Umlad mit einer mobilen Verladeanlage zu bewerkstelligen. Diese mobile Verladeanlage kann während der Rübenkampagne an verschiedenen Bahnhöfen eingesetzt werden. Dadurch würden aus Richtung Ost rund 6 200 und aus Richtung Nord rund 2 400 landwirtschaftliche Zu- und Wegfahrten nach/von Frauenfeld wegfallen.

Zur Entlastung der Murgtalstrasse und des Stadtzentrums Frauenfeld sollen zwei Lösungsansätze verfolgt werden. Zum einen der Bahnverlad der Rüben aus dem Lauchetal und dem Raum Wängi an der Bahnlinie Weinfelden – Wil und zum andern Massnahmen zur Verbesserung der Verkehrsituation auf der Murgtalstrasse. Wobei mit letzterem die Problematik der Stadtdurchfahrt in Frauenfeld nicht gelöst werden kann. Zudem fehlen an der Bahnlinie Weinfelden – Wil zurzeit Verlademöglichkeiten. Diese könnten erst mit einer für später vorgesehenen Totalerneuerung dieser Bahnlinie geschaffen werden.

Die beschriebenen Verlagerungen der Rübentransporte von der Strasse auf die Schiene ergeben einmalige Infrastrukturkosten von etwa 450 000 Franken, wobei ein Grossteil dieser Kosten für die neu zu erstellende Verladestation am Bahnhof Müllheim-Wigoltingen anfallen. Gemäss Vorschlag des Departements für Inneres und Volkswirtschaft sollen die jährlich wiederkehrenden Umladekosten an den Bahnhöfen in der Grössenordnung von 250 000 Franken nach einem noch festzulegenden Schlüssel vom Kanton und der Zuckerfabrik getragen werden.

Der vom Regierungsrat zur Kenntnis genommene Vorschlag geht nun in eine Vernehmlassung. Dazu können sich die Zuckerfabrik Frauenfeld, die Vereinigung der Rübenpflanzer, die SBB sowie die Gemeinden, in denen der Verlad geplant ist, äussern. Die Vernehmlassung dauert bis zum 15. Mai 2008.

News Kanton Thurgau

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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