Risikoanalyse Rangierbahnhof Basel in Muttenz: wenig Handlungsbedarf

Die SBB hat im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) für den Rangierbahnhof Muttenz eine Risikoanalyse erstellen lassen. Ergebnis: Die Sicherheit wird als gut beurteilt. Dennoch gilt es, einige Massnahmen umzusetzen. Das kantonale Sicherheitsinspektorat (SIT) hat heute die betroffenen Gemeinden Birsfelden, Muttenz und Pratteln über die Resultate und den Handlungsbedarf informiert.

Die SBB hat im Auftrag des Bundesamtes für Verkehr (BAV) für den Rangierbahnhof Muttenz eine Risikoanalyse erstellen lassen. Ergebnis: Die Sicherheit wird als gut beurteilt. Dennoch gilt es, einige Massnahmen umzusetzen. Das kantonale Sicherheitsinspektorat (SIT) hat  die betroffenen Gemeinden Birsfelden, Muttenz und Pratteln über die Resultate und den Handlungsbedarf informiert.

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Im Rangierbahnhof Basel SBB in Muttenz werden pro Jahr rund 600’000 Wagen rangiert, wovon 20% auf Gefahrgutwagen entfallen. Ausserdem durchqueren und umfahren jährlich rund 60’000 Züge den Rangierbahnhof. Dadurch entstehen Risiken für Personen und Umwelt.

Die SBB als Betreiberin des Rangierbahnhofes haben aufgrund der Störfallverordnung diese Risiken mit einer Risikoermittlung analysieren lassen. Die Beurteilung durch das BAV als Vollzugsstelle der Störfallverordnung unter Einbezug des Bundesamtes für Umwelt (BAFU) und des SIT hat ergeben, dass die vorhandenen Risiken kein unmittelbares Eingreifen erfordern.

Dennoch wird die Sicherheit durch verschiedene Massnahmen in Zukunft erhöht:

  • Dazu gehört die geplante Modernisierung des Teils I des Rangierbahnhofs ab voraussichtlich 2009 bis 2012 mit gestraffter Gleisanlage, stellwerktechnischer Modernisierung, leiserer Bremsanlage, zusätzlichen Lärmschutzwänden, sowie separater Entwässerung in ein Versickerungsbecken
  • Massnahmen im Bereich der Havariegrube, z.B. Optimierungen bei Beleuchtung und Stromversorgung, d.h. explosionssichere Lichtschalter und Leuchtmittel ohne Funkenbildung und statische Aufladung
  • Bessere Verfügbarkeit von Wasseranschlüssen im Interventionsfall
  • Weitere organisatorische Massnahmen, z.B. erweitertes Alarmierungskonzept

Eine weitere Risikoreduktion wird durch die Einführung verbesserter Kesselwagen für toxische, druckverflüssigte Gase erreicht. Bereits 2008 sollen sämtliche Chlor-Importe mit solchen Wagen abgewickelt werden.

Das Sicherheitsinspektorat BL hat die an den Rangierbahnhof angrenzenden Gemeinden Birsfelden, Muttenz und Pratteln über die Ergebnisse der Risikoermittlung informiert.

Medieninformation der Bau- und Umweltschutzdirektion Kanton Basel-Land

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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