Kernstück der zweiten Glattalbahn-Etappe mit neuem Namen – Zwischenziel beim Bau Margarethentunnel erreicht

Zwischen dem Lindbergh-Platz und dem Bahnhof Glattbrugg verläuft das Trassee der zweiten Glattalbahn-Etappe durch einen rund 400 Meter langen Tunnel. Nach 18-monatiger Bauzeit feiern die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG, die SBB und die Stadt Opfikon nun den programmgemässen Abschluss der Rohbauarbeiten. Am Samstag, 15. März 2008 erhielt das Bauwerk im Rahmen einer kleinen Tauffeier seinen neuen, offiziellen Namen ‚Margarethentunnel’. Im Anschluss daran waren die Anrainer der Baustelle zu einer Tunnelbegehung eingeladen.

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Kernstück der zweiten Glattalbahn-Etappe mit neuem Namen - Zwischenziel beim Bau Margarethentunnel erreicht. / Foto: PHOTOPRESS/Steffen SchmidtZwischen dem Lindbergh-Platz und dem Bahnhof Glattbrugg verläuft das Trassee der zweiten Glattalbahn-Etappe durch einen rund 400 Meter langen Tunnel. Nach 18-monatiger Bauzeit feiern die VBG Verkehrsbetriebe Glattal AG, die SBB und die Stadt Opfikon nun den programmgemässen Abschluss der Rohbauarbeiten. Am Samstag, 15. März 2008 erhielt das Bauwerk im Rahmen einer kleinen Tauffeier seinen neuen, offiziellen Namen ‚Margarethentunnel’. Im Anschluss daran waren die Anrainer der Baustelle zu einer Tunnelbegehung eingeladen.

Die Bauarbeiten am Margarethentunnel begannen im Oktober 2006. Wegen der geringen Überdeckung und der Geologie erfolgte die Konstruktion des Tunnels im sogenannten Tagbauverfahren. Dabei wurde zuerst eine offene Baugrube ausgehoben, die nach der Erstellung des Tunnelbauwerks aus Stahlbeton wieder eingedeckt wurde.

Das Bauverfahren stellte die Ingenieure und Unternehmer vor besondere bautechnische und logistische Herausforderungen. Denn ein Teilstück des Tunnels führt durch eine Wohnsiedlung. Weiter galt es, vier SBB-Gleise der Linien Zürich – Kloten und Zürich – Flughafen sowie die Schaffhauserstrasse zu unterqueren, ohne deren Betrieb zu unterbrechen.

Umfangreiche Nachtarbeiten
Um die Baugrube unter den bestehenden Verkehrsträgern ausheben zu können, war der vorgängige Einbau von Hilfsbrücken notwendig. Aufgrund des dichten Fahrplanbetriebs waren sämtliche Arbeiten im Bereich der SBB Gleise während der Nacht-Betriebspausen nötig. Für die Anwohner bedeutete dies nächtliche Lärmimmissionen während insgesamt fast 90 Tagen. Die Bauherrschaft und die Bauunternehmungen setzten alles daran, die Ruhestörungen für die Anrainer mit bautechnischen Optimierungsmassnahmen auf das absolut Notwendige zu reduzieren. Mit regelmässigen und detaillierten Informationen – darunter auch ein mitternächtlicher Informationsapéro auf der Baustelle – warben sie zudem immer wieder um das notwendige Verständnis für die Baumassnahmen.

Biotop für seltene Reptilien
Umweltthemen spielten eine wichtige Rolle beim Bau des Margarethentunnel. So waren unter anderem spezielle Baumassnahmen im Bereich Lärm- und Erschütterungsschutz, aber auch zur Sanierung von Altlasten notwendig. Eine Besonderheit stellte der Lebensraum von Zauneidechsen und Blindschleichen dar. Das Biotop befindet sich im westlichen Bereich des Margarethentunnels. Vor Beginn der Bauarbeiten wurden für die Reptilien Ersatzunterschlüpfe ausserhalb der Baustelle geschaffen. Um ihren Lebensraum nachhaltig zu sichern, entstand danach auf dem Dach des Tunnels auf einer Fläche von rund 1’500 m2 ein neues Biotop mit Reptilienunterständen sowie Kies- und Sandböden. Die Tiere scheinen die Bauzeit gut überstanden zu haben. Bereits haben die ersten Eidechsen nach der Winterruhe in den Ersatzquartieren den neuen Park wieder in Beschlag genommen.

Neuer Tunnelname verhindert Verwechslungen
Im Bauprojekt der Glattalbahn war der Tunnel zwischen dem Lindbergh-Platz und dem Bahnhof Glattbrugg noch als Stelzentunnel bezeichnet. Um beim künftigen Betrieb – z.B. bei Rettungseinsätzen – Verwechslungen mit der gleichnamigen Autobahnüberdeckung zu vermeiden, entschied sich die Stadt Opfikon, den Glattalbahn-Tunnel neu zu benennen. Am Samstag, 15. März erhielt das Bauwerk im Rahmen einer kleinen Taufzeremonie den Namen ‚Margarethentunnel’. Die neue Bezeichnung ist abgeleitet vom Namen des angrenzenden Margarethen-Quartiers.

Abschluss der Bauarbeiten bis Herbst 2008
Anlässlich der Tauffeier zeigte sich Dr. Andreas Flury, Direktor VBG und Gesamtprojektleiter Glattalbahn erfreut über das erfolgreich erreichte Zwischenziel beim Bau der zweiten Glattalbahn Etappe: ‚Nach dem abgeschlossenen Rohbau präsentiert sich der Margarethentunnel als richtiger Tunnel und nicht mehr als offene Baustelle wie in den letzten Monaten. Der jetzt anschliessende Einbau der bahntechnischen Anlage dauert noch bis Herbst 2008. Ein Grossteil dieser Arbeiten findet nun aber unterirdisch statt.’ Mit Einführung der Glattalbahn auf der zweiten Etappe ab Ende 2008 entstehen gemäss Flury einerseits attraktive Direktverbindungen Richtung Hauptbahnhof Zürich und Richtung Flughafen. Gleichzeitig löse die Glattalbahn jedoch auch städtebauliche Entwicklungsschritte aus. Als Beispiele verweist Flury dabei auf den Lindbergh-Platz, der im Auftrag der Stadt Opfikon neu gestaltet wird. Am anderen Tunnelende sei es der Bahnhof Glattbrugg, welcher bis zur Inbetriebnahme der Glattalbahn zu einer modernen Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs umgebaut wird, dies in Kooperation zwischen der SBB, der Stadt Opfikon und der VBG.

Teilprojekt der Glattalbahn: SBB rüstet den Bahnhof Glattbrugg für die Zukunft

Der Bahnhof Glattbrugg soll künftig ein attraktives Umsteigezentrum zwischen S-Bahn, Glattalbahn und Bus sein. Deshalb modernisiert die SBB den Bahnhof in den kommenden Monaten. Anlässlich der Einweihung des Margarethentunnels informierte die SBB über die Umbauarbeiten.

In Glattbrugg entsteht im Zusammenhang mit der Glattalbahn ein Umsteigezentrum für S-Bahn, Glattalbahn und Bus. Damit der Bahnhof Glattbrugg dafür gerüstet ist, modernisiert die SBB die Infrastruktur sowie das Bahnhofgebäude. Die SBB informierte anlässlich der Einweihung des Margarethentunnels der Verkehrsbetriebe Glattal (VBG) über die Umbauarbeiten am Bahnhof. Die höheren Perrons ermöglichen künftig bequemes Eintreten in den Zug und ein neues Perrondach schützt vor Regen. Zudem werden die Zugänge zur Bahn kundenfreundlicher und direkter: Rampen zwischen der Personenunterführung, dem Perron und dem Bahnhofplatz ermöglichen ein bequemes Umsteigen zwischen Glattalbahn, Bus und S-Bahn. In der Verlängerung der neu erstellten Feldeggstrase wird eine Personenunterführung für den direkten Zugang zum Perron gebaut. Südlich des Bahnhofgebäudes entsteht ein avec-Shop mit Caféteria und ein neues Veloparking. Der Vorplatz erhält ein markantes Dach, das direkt an die Glattalbahn-Haltestelle anschliesst. Und für ein besseres Sicherheitsgefühl installiert die SBB auf dem gesamten Bahnhofareal eine neue Beleuchtung. Zudem entsteht auf dem heutigen Areal des Freiverlads eine neue P&R-Anlage.

In einer ersten Phase wird die neue Rampe beim Bahnhofsgebäude gebaut. Angefangen haben die Vorarbeiten bereits Ende Januar. Voraussichtlich bis Ende Mai 2008 ist die Rampe gebaut. Rechtzeitig zur Inbetriebnahme der Glatttalbahn werden die meisten Arbeiten bei der Haltestelle der Glattalbahn fertig sein. Die Arbeiten im Perronbereich werden im Sommer 2009 abgeschlossen.

Die Modernisierung des Bahnhofs Glattbrugg kostet rund 16 Mio. Franken. Damit investieren die SBB, die Stadt Opfikon und die VBG in eine leistungsfähige und kundenfreundliche Verkehrsdrehscheibe.


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Autor: Redaktion

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