Niederflur-Tragwagen sind sicher – Die Rollende Autobahn rollt wieder

Das Rollmaterial der Rollenden Autobahn (Rola) zwischen Freiburg i. Br. (Deutschland) und Novara (Italien) wird auf Schäden an den Radsätzen überprüft. Bis zum Abschluss der Abklärungen verkehren keine Rola-Züge.

Die Untersuchungen an den Niederflur-Tragwagen der Rollenden Autobahn von Freiburg im Breisgau nach Novara ergaben keine sicherheitsrelevanten Ergebnisse. Seit Montagabend (28.04.08) verkehren die Rola-Züge wieder normal, infolge zusätzlicher Kontrollmassnahmen in einem leicht reduzierten Rhythmus.

Die umfassenden Kontrollen aller Rola-Kompositionen wurden Ende letzter Woche abgeschlossen. Die Ursache für die sogenannten Unregelmässigkeiten auf den Radoberflächen konnte nicht abschliessend eruiert werden. Die Ergebnisse der Ultraschallprüfungen schliessen jedoch Risse an den Rädern eindeutig aus. Damit ist sichergestellt, dass die Schäden keinen Einfluss auf den sicheren Betrieb der Rola haben.

Am Montagabend nahm die Rola den reduzierten Betrieb zwischen Freiburg i. Br. und Novara wieder auf. Präventive Kontrollen der Wagen nach jeder Fahrt lassen allfällige Veränderungen am Rollmaterial frühzeitig entdecken. Zudem wurde eine systematische Kontrolle der Räder im Rahmen der Radsatzaufarbeitung angeordnet. Diese Vorkehrungen gewährleisten den sicheren Betrieb der Rollenden Autobahn der RAlpin.

Aufgrund der zusätzlichen Kontrollen verkehren zurzeit maximal 18 Züge pro Tag mit einer Transportkapazität von rund 340 Lastwagen (gegenüber 22 Zügen / 420 Lastwagen im Regelbetrieb). Dank der hohen Auslastung soll das Jahresziel von gegen 100.000 Lastwagen trotzdem erreicht werden können.

Die RAlpin AG ist ein Unternehmen der BLS AG, Hupac SA, SBB Cargo und Trenitalia SpA und betreibt seit 2001 die Rollende Autobahn (Rola) zwischen Freiburg i. Br. und Novara.

Pressemitteilung vom 22. April 08:
Schäden an den Rädern von Niederflur-Tragwagen – Wagen der Rola-Züge Freiburg i.Br. und Novara werden überprüft

Das Rollmaterial der Rollenden Autobahn (Rola) zwischen Freiburg i. Br. (Deutschland) und Novara (Italien) wird auf Schäden an den Radsätzen überprüft. Bis zum Abschluss der Abklärungen verkehren keine Rola-Züge.

Bei der Routinekontrolle einer Zugskomposition wurde am vergangenen Freitag (18.04.08) an den Radsätzen der Niederflur-Tragwagen Einkerbungen festgestellt. Aufgrund der Schäden beschloss RAlpin, alle eingesetzten Fahrzeuge unverzüglich zu überprüfen. Dabei wurde festgestellt, dass auch weitere Kompositionen betroffen sind. Der Betrieb der Rola Freiburg – Novara wurde daher in Absprache mit den beteiligten Bahnunternehmen vorübergehend eingestellt.

Die eingesetzten Niederflur-Tragwagen mit ihren kleinen Rädern (Durchmesser zwischen 360 und 380 mm) stellen hohe Anforderungen an die Gleisinfrastruktur und an die Traktion der Züge. Die umgehend eingeleiteten Untersuchungen konzentrieren sich auf Unregelmässigkeiten an den Radsätzen der Wagen wie auch an der befahrenen Schieneninfrastruktur.

Abhängig von den Untersuchungsergebnissen rechnet RAlpin mit der Aufnahme eines reduzierten Regelbetriebes im Verlaufe der nächsten Tage.

Die Rola-Züge zwischen Basel und Lugano sowie Singen und Lentate, die von Hupac betrieben werden, sind von den Schäden nicht betroffen. Diese Züge verkehren fahrplanmässig.


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Autor: Redaktion

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