Gleisbogen – Freiraum und Quartierverbindung für Zürich-West

Für den Bau des Gleisbogens mit Passerelle beantragt der Stadtrat dem Gemeinderat einen Netto-Objektkredit von 18,654 Millionen Franken.

Für den Bau des Gleisbogens mit Passerelle beantragt der Stadtrat von Zürich dem Gemeinderat einen Netto-Objektkredit von 18,654 Millionen Franken.

Die Stadt Zürich achtet darauf, dass auch in Gebieten mit reger Bautätigkeit genügend Freiraum zur Verfügung steht. Das heisst, dass in solchen Gebieten auch neue Plätze und Anlagen gebaut oder bestehende Freiräume angebunden werden. Auf das Projekt «Gleisbogen» in Zürich-West trifft beides zu. Der Gleisbogen erfüllt einerseits die Aufgaben eines Parks, andererseits verbindet er bestehende und neue Freiräume. Zudem dient er als Fuss- und Veloverbindung zwischen den geplanten Schulhäusern beim Toni- und Pfingstweidareal und den Anschlüssen Escher-Wyss-Platz und Bahnhof Hardbrücke. Der Gleisbogen entsteht neben und – in den stillgelegten Gleisabschnitten – auf dem Trassee des Industriegleises.

Grundausstattung
Als Grundausstattung erhält der Gleisbogen einen roten, grossformatigen Plattenbelag, gesäumt von einer Chaussierung mit einer Reihe Ginkgobäumen und einem Schotterstreifen. Die wichtigsten Funktionen dieser Grundausstattung sind eine mindestens 3,5 Meter breite Verkehrsverbindung für Fuss- und Veloverkehr und eine ökologische Vernetzung.

Ergänzungen
Die Grundausstattung wird ergänzt durch angrenzende Freiräume. Private Anstösser gestalten ihre Parzellen möglichst abgestimmt auf die Grundausstattung.

Ökologische Verbindung
Grosse Bereiche des Gleisbogens sind im Inventar der kommunalen Natur- und Landschaftsschutzobjekte der Stadt Zürich enthalten. Es finden sich Wärme liebende Tierarten wie Mauereidechse und blauflügelige Sandschrecke, es gedeihen unter anderem Mauerpfefferarten, Natterkopf und Kompasslattich.

Altlasten
Im gesamten Bereich des Gleisbogens sind Altlasten vorhanden, die während der Bauphase des Gleisbogens regelkonform behandelt werden müssen.

Passerelle
Die Pfingstweidstrasse wird mit einer Passerelle überwunden. Mit ihren langen Rampen bildet sie das gestalterische Bindeglied zwischen süd- und nordseitigem Teil des Gleisbogens.
Die Passerelle besteht aus fünf Teilen, nämlich einer Bogenbrücke, zwei Seitenbrücken und zwei Rampen.

Private Beiträge
Die GrundeigentümerInnen mit Gleisanstoss haben sich vertraglich verpflichtet, die Gestaltung der Vorgartenzonen derjenigen des Gleisparks anzupassen und öffentlich zugänglich zu machen. Diese Beiträge belaufen sich auf insgesamt rund 800 000 Franken.

Kosten für die Gemeinde
Die Parkanlage kostet knapp 10 Millionen, die Passerelle knapp 7 Millionen und die Beleuchtung knapp 3 Millionen Franken. Abzüglich des Anteils der privaten Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer verbleiben der Stadt Nettokosten von 18,654 Millionen Franken.

Baudauer
Der Bau beginnt im Spätsommer 2008 und dauert voraussichtlich bis ins Jahr 2011. Die schrittweise Erstellung der Anlage wird beeinflusst durch den Baufortschritt auf den angrenzenden Grundstücken. Die Erstellung der Passerelle wird mit dem Tram Zürich-West koordiniert und voraussichtlich bis Frühling 2010 beendet.

Stadt Zürich Medienmitteilung

Autor: Redaktion

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