STADLER: Weitere Meilensteine in Osteuropa

In den letzten Tagen konnte Stadler Rail zwei weitere Meilensteine in Osteuropa feiern: Im ungarischen Szolnok wurde der Grundstein für ein weiteres Aluminium-Wagenkastenwerk gelegt und in Warschau wurden die ersten beiden FLIRT-Züge für Polen offiziell an die Masowischen Eisenbahnen (Koleje Mazowieckie) übergeben.

In den letzten Tagen konnte Stadler Rail zwei weitere Meilensteine in Osteuropa feiern: Im ungarischen Szolnok wurde der Grundstein für ein weiteres Aluminium-Wagenkastenwerk gelegt und in Warschau wurden die ersten beiden FLIRT-Züge für Polen offiziell an die Masowischen Eisenbahnen (Koleje Mazowieckie) übergeben.

Achtes Stadler-Werk im Bau: Im Beisein von hohen Vertretern der ungarischen Politik wurde Ende Mai der Grundstein für ein weiteres Stadler-Werk gelegt. Ab Ende 2008 werden zusätzlich zum leistungsfähigen Aluminium-Wagenkastenbau in Bussnang TG auch am neuen Standort in Szolnok Wagenkästen hergestellt. Durch die grossen Exporterfolge war Stadler bisher gezwungen, jährlich über 100 Wagenkästen für den ausländischen Markt extern herstellen zu lassen. Diese werden mit dem neuen Werk wieder durch Stadler selbst produziert. Im Endausbau können alleine in Szolnok 200 Wagenkästen pro Jahr gefertigt werden und das Werk wird etwa 200 Personen beschäftigen. Ein Teil der neuen Mitarbeitenden wird in der Schweiz ausgebildet. Der Entscheid für den Bau des Werks wurde gefällt, da Ungarn für Stadler als einer der strategisch wichtigen Märkte gilt.

Die ungarischen Staatsbahnen MAV haben bei Stadler bisher insgesamt 60 FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) bestellt. Die erste Serie von 30 Zügen ist inzwischen in Betrieb. Der Grossteil der Wagenkästen für die zweiten 30 FLIRT wird nun im neuen Werk hergestellt, welches ausschliesslich Aufträge von ausserhalb des Heimmarktes Schweiz abwickeln wird. Mit dieser Investition werden die Kapazitäten ausgebaut, es findet keinerlei Verlagerung aus der Schweiz statt. Vielmehr generieren die vielen Exporte zusätzliche Wertschöpfung in der Schweiz.

Polen-FLIRT in Betrieb: Mitte 2006 bestellten die polnischen Provinzen Masowien und Schlesien bei Stadler Rail 14 vierteilige FLIRT. Vorausgegangen war eine international hart umkämpfte Ausschreibung. Der gesamte Auftragswert inklusive Serviceleistungen über 3 Jahre und Schulung des Personals beträgt rund CHF 100 Millionen. Die Endmontage dieser Züge erfolgt im Stadler-Werk im polnischen Siedlce, das im September vergangenen Jahres eröffnet wurde. Diesen Monat werden die ersten beiden Züge ihren Betrieb auf Masowischen Bahnstrecken aufnehmen. Bedient wird unter anderem die kürzlich modernisierte Strecke Warschau-Siedlce. Der vierteilige, elektrische FLIRT weist 212 bequeme Sitzplätze auf und verfügt über einen geräumigen Mehrzweckbereich für Kinderwagen, Fahrräder und grössere Gepäckstücke. Ausserdem gibt es Plätze für Rollstühle und Klappstühle sowie ein behindertengerechtes WC.

Feierliche Fahrzeugübergabe: “Wir freuen uns sehr, die beiden ersten FLIRT für Polen zu übergeben, die bereits in ein paar Tagen auf den Eisenbahnlinien der Provinz Masowien zu sehen sein werden,” sagte Peter Spuhler, CEO und Eigentümer der Stadler Rail AG anlässlich der feierlichen Fahrzeugübergabe im Warschauer Ostbahnhof. “Wir konnten zeigen, dass Stadler in der Lage ist, selbst äusserst ambitionierte Produktionspläne im Griff zu haben sowie die Zulassung und Ablieferung fristgemäss zu gewährleisten. Wir sind glücklich, dass die polnischen Passagiere die Gelegenheit haben werden, unter komfortablen Bedingungen in Zügen zu reisen, die von Stadler hergestellt worden sind,” fügte Peter Spuhler an.

Seit dem offiziellen Debüt des FLIRT in der Schweiz im Jahr 2004, hat Stadler 404 Fahrzeuge dieses Typs in neun Ländern verkauft. Das Unternehmen hat von 20 Kunden 27 verschiedene Bestellungen erhalten. Die Provinzen Masowien und Schlesien waren die ersten, die in Polen FLIRT bestellten. Solche Züge verkehren gegenwärtig auf Eisenbahnstrecken in der Schweiz sowie in Deutschland, Italien und Ungarn.


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Pressemitteilung STADLER

Autor: Redaktion

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