STADLER: Rekordjahr 2007 und Wahl von Fred Kindle in Verwaltungsrat

Die Stadler Rail Group schliesst das Jahr 2007 mit einem konsolidierten Umsatz von CHF 1,24 Mrd. und damit 57% über dem Ergebnis des Vorjahres ab. Erstmals wurde beim Umsatz die Milliardengrenze überschritten. Dieses Resultat wurde aus eigener Kraft erzielt. Es gab grosse Verkaufserfolge unter anderem in Ungarn, Italien, Deutschland, Österreich, Holland und nicht zuletzt auch in der Schweiz. Der FLIRT, das inzwischen erfolgreichste Stadler-Fahrzeug, konnte seit seiner Lancierung im Jahr 2002 bereits 404-mal verkauft werden. An der heutigen Generalversammlung wurde Fred Kindle, ehemaliger CEO der ABB, in den Verwaltungsrat gewählt.

Die Stadler Rail Group schliesst das Jahr 2007 mit einem konsolidierten Umsatz von CHF 1,24 Mrd. und damit 57% über dem Ergebnis des Vorjahres ab. Erstmals wurde beim Umsatz die Milliardengrenze überschritten. Dieses Resultat wurde aus eigener Kraft erzielt. Es gab grosse Verkaufserfolge unter anderem in Ungarn, Italien, Deutschland, Österreich, Holland und nicht zuletzt auch in der Schweiz. Der FLIRT, das inzwischen erfolgreichste Stadler-Fahrzeug, konnte seit seiner Lancierung im Jahr 2002 bereits 404-mal verkauft werden. An der heutigen Generalversammlung wurde Fred Kindle, ehemaliger CEO der ABB, in den Verwaltungsrat gewählt.

Die Kennzahlen
Auch im vergangenen Jahr war die Stadler Rail Group sehr erfolgreich. Der konsolidierte Umsatz stieg 2007 gegenüber dem Vorjahr von CHF 787 Mio. auf CHF 1’240 Mio. Damit konnte der Umsatz um über 57% gesteigert werden und lag CHF 200 Mio. über dem Budget. Die Kapazitäten wurden deutlich erhöht, um diesen stark wachsenden Geschäftsgang zu bewältigen. Die Belegschaft stieg insgesamt von durchschnittlich 1’900 auf 2’300. Das konsolidierte verzinsliche Fremdkapital lag per Ende 2007 bei CHF 15 Mio.

Markterfolge für GTW, FLIRT und Variobahn
Die Stadler Rail Group war auch 2007 auf die Marktsegmente Regional- und S-Bahnverkehr sowie Strassenbahnen fokussiert. Zu den wichtigsten Aufträgen zählten:

Wichtige Aufträge für Strassenbahnen gab es zudem aus Bergen und Lyon und für den Regio Shuttle RS1 aus Deutschland.

Erfolge in Ungarn und Polen
Am 6. April 2007, nur ein Jahr nach der Bestellung der Ungarischen Staatsbahn MAV über 30 FLIRT Züge, wurden die ersten Züge erfolgreich in Betrieb genommen. Diese sind derart beliebt, dass die MAV im September die Option über die Lieferung weiterer 30 FLIRTs eingelöst hat. Um den Unterhalt der MAV-Flotte zu gewährleisten hat Stadler in Pusztaszabolcs ein Unterhaltswerk aufgebaut und im April 2007 feierlich eröffnet. Darüber hinaus hat die Geschäftsleitung von Stadler beschlossen, in Szolnok ein Werk für den Bau von Aluwagenkasten zu errichten, das den steigenden Bedarf decken soll. Die Grundsteinlegung erfolgte am 22. Mai 2008.

Nachdem Stadler im Jahre 2006 den ersten Auftrag in Polen (Schlesien und Masovien) für 14 FLIRT inklusive Instandhaltung für sich entscheiden konnte, wurde im Juni 2007 ein Endmontagewerk in Siedlce in Betrieb genommen. Die ersten beiden Züge konnten am 31. Mai 2008 dem Kunden übergeben werden.

Weiterhin Erfolg bei Meterspurbahnen
Ausserordentlich erfolgreich war Stadler auch im traditionellen Segment der Meterspurbahnen: So wurden 2007 sämtliche entsprechenden Ausschreibungen in der Schweiz gewonnen: Die RhB bestellten 20 Triebzüge, davon 15 neukonzipierte Zweispannungszüge, die vor allem auf der Berninalinie eingesetzt werden. Zudem erhielt Stadler Bestellungen von der BDWM für 14 Gelenktriebzüge, vom RBS für 6 Express-Triebzüge und von der AAR für 11 Steuerwagen. Dies stellt eine sehr erfreuliche Fortsetzung der Erfolge der Jahre 2005 und 2006 mit den Bestellungen der ASm, RhB, AB, BLT, MGB und weiterer Einzelaufträge dar.

Produktion auf Rekordhöhe
Es ist Stadler Rail auch 2007 trotz Auftragsbestand auf Rekordhöhe dank bedeutenden Kapazitätserweiterungen in der Produktion gelungen, die bestellten Fahrzeuge termingerecht und in bester Qualität an die Kunden auszuliefern. So wurden beispielsweise an Arriva 43 dieselelektrische GTW, an Veolia 16 diesel-elektrische GTW, an SBB 25 Schienentraktoren Tm 234, an SOB 11 FLIRT und die letzten der 80 GTW für Thurbo neben vielen weiteren Fahrzeugen an andere Kunden geliefert. Neben den Werken in der Schweiz hatte auch das Werk in Berlin-Pankow eine hohe Auslastung: Neben vielen Strassenbahnen wurden dort 52 FLIRT produziert und an die Kunden ausgeliefert.

Die Zukunftsaussichten
Die SBB-Ausschreibung für die 3. Generation von Doppelstockzügen für die Zürcher S-Bahn steht kurz vor der Entscheidung. Neben den beiden Heimmärkten Schweiz und Deutschland, die auch in Zukunft im Fokus der Bemühungen stehen werden, soll bis 2010 ein dritter Heimmarkt aufgebaut werden. Diese Expansion ist notwendig, um einen stetigen Auftragseingang zu sichern und die aufgebauten Kapazitäten nachhaltig auszulasten. Es werden so auch Skalenerträge ermöglicht und die Wettbewerbsposition in den Heimmärkten gesichert. Der Erfolg im Ausland bedingt überdies Kundennähe, weshalb ein gewisser Anteil lokal gefertigt wird. Nach wie vor wird indes die Hauptwertschöpfung in der Schweiz (80% der Wertschöpfung beim GTW und beim FLIRT) und bei den Strassenbahnen in Deutschland generiert. Die Expansion stärkt somit nachhaltig den Werkplatz Schweiz und ermöglicht hier gar die Schaffung weiterer Arbeitsplätze.

Auch das Jahr 2008 hat bereits gut begonnen: Es konnten beispielsweise ein Folgeauftrag der RhB und MGB für weitere Glacier-Express-Panoramawagen im Wert von rund CHF 20 Mio. und ein Auftrag der SBB Division Personenverkehr für elektrische Rangierlokomotiven in Wert von etwa CHF 45 Mio gewonnen werden. Dazu kamen verschiedene weitere Aufträge in Deutschland, Italien und der Schweiz.

Das Erfolgsrezept
Mit der Jahr für Jahr steigenden Produktion beweist die Stadler Rail Group, dass auch in Hochlohnländern wie der Schweiz und Deutschland die Herstellung von Schienenfahrzeugen dank technologischer und konzeptioneller Innovation international konkurrenzfähig sein kann. Weitere Bedingungen sind die hohe Produktivität dank qualifizierter Arbeitskräfte und gute wirtschaftliche Rahmenbedingungen dank gesunder öffentlicher Finanzen und tiefer Steuersätze. Im Kanton Thurgau ist dies gegeben, weshalb Stadler sich zu diesem Standort bekennt.

Fred Kindle neuer Verwaltungsrat
Die Generalversammlung hat am 13. juni 08 Fred Kindle, ehemaligen CEO der ABB, in den Verwaltungsrat gewählt. Fred Kindle, geb. 1959, Staatsbürger der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, stiess 1984 zum Technologieunternehmen Hilti AG, arbeitete von 1988 bis 1992 als Unternehmensberater bei McKinsey in New York und Zürich und wechselte dann zur Sulzer AG. Dort wurde er 1999 zum CEO von Sulzer Industries ernannt, einer der beiden operativen Einheiten der Sulzer AG. Zwei Jahre später wurde er CEO von Sulzer. 2004 wechselte er zur ABB Ltd. bevor er im Januar 2005 zum CEO der ABB Group weltweit ernannt wurde. In dieser Funktion war er bis Februar 2008 tätig. Im Herbst wird er seine neue Tätigkeit als Partner bei Clayton, Dubilier & Rice aufnehmen.

Fred Kindle ist Mitglied des Verwaltungsrats der Zurich Financial Services, der Zürich Versicherungs-Gesellschaft und der VZ Holding Lts. Zürich. Er schloss ein Maschinenbau- Studium an der ETH in Zürich ab und erwarb an der Northwestern University, Evanston, USA, einen MBA. Der Verwaltungsrat wird mit der Wahl von Fred Kindle auf acht Mitglieder erweitert, um noch mehr spezifisches Know-how im Technologiebereich einzubringen. Dazu Peter Spuhler, CEO und Inhaber der Stadler Rail Gruppe: „Wir freuen uns ausserordentlich, dass eine herausragende Führungspersönlichkeit mit fundierten Kenntnissen im Maschinen- und Anlagebau unseren Verwaltungsrat verstärkt.“

MEDIENMITTEILUNG STADLER

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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