Rekordzuwachs bei Bahn und Bus im Thurgau

Die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau beförderten im Jahr 2007 11,2 Prozent mehr Personen. Diese noch nie erreichte Zuwachsrate liegt klar über dem schweizerischen Durchschnitt von 7,6 Prozent. Insgesamt reisten im vergangenen Jahr 29,8 Millionen Fahrgäste im Thurgau mit Bahn, Bus und Schiff.

Die Transportunternehmen des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau beförderten im Jahr 2007 11,2 Prozent mehr Personen. Diese noch nie erreichte Zuwachsrate liegt klar über dem schweizerischen Durchschnitt von 7,6 Prozent. Insgesamt reisten im vergangenen Jahr 29,8 Millionen Fahrgäste im Thurgau mit Bahn, Bus und Schiff.

Die soeben in der Broschüre «Der Öffentliche Verkehr in Zahlen, Ausgabe 2008» erschienen Fakten belegen, dass der Ausbau des öffentlichen Verkehrs Wirkung zeigt. Seit dem markanten Ausbauschritt im Dezember 2004 beförderten die Transportunternehmen jedes Jahr mehr Passagiere. Bahn und Bus erhöhten zwischen 2004 und 2007 ihr fahrplanmässiges Angebot um 16,6 Prozent auf 11,9 Millionen Jahreskilometer. Die Zahl der Passagiere stieg in der gleichen Zeitspanne um sechs Millionen (+25,2 Prozent) auf 29,8 Millionen. Alleine zwischen 2006 und 2007 konnten die Transportunternehmen drei Millionen (+11,2 Prozent) mehr Fahrgäste befördern.

Mehrheit mit der Bahn unterwegs
Die Mehrheit der Reisenden im Thurgau ist mit der Bahn unterwegs. Im Jahre 2007 waren dies 20,8 Millionen, 2,6 Millionen mehr als im Vorjahr. Die Thurtallinie Romanshorn – Winterthur weist mit 7,8 Millionen Fahrgästen das stärkste Verkehrsaufkommen auf. Die regionalen Buslinien beförderten im letzten Jahr insgesamt fünf Millionen Passagiere, 0,2 Millionen mehr als im Vorjahr. Die beiden Stadtbusbetriebe in Frauenfeld und Kreuzlingen erhöhten ihre Kundenzahl ebenfalls um 0,2 Millionen auf total 2,9 Millionen Fahrgäste. Wie im letzten Jahr genossen 1,1 Millionen Fahrgäste eine Schifffahrt auf Bodensee, Untersee und Rhein.

Halbstundentakt entspricht Kundenbedürfnis
Mehrere Gründe haben zu diesem Boom bei Bahn und Bus geführt. Ganz entscheidend waren die in den letzten Jahren realisierten Angebotsverbesserungen. Insbesondere die Fahrplanverdichtungen zum Halbstundentakt bringen dem öffentlichen Verkehr zusätzliche Kunden. Zudem verbinden immer mehr Menschen Bahn und Bus mit einem positiven Image. Wer den öffentlichen Verkehr wählt, reist ohne Stress und kann die Fahrzeit erst noch sinnvoll nutzen. Mit der Image-Kampagne «Fahrzeit ist Freizeit» weisen die öffentlichen Verkehrsmittel im Thurgau auf diesen positiven Effekt hin. Im Weiteren trägt auch die gute Wirtschaftslage zu den steigenden Passagierzahlen bei. Die zunehmenden Staus, vor allem auf den Strassen in den Zentren und in Richtung Zürich, dürften dem öffentlichen Verkehr ebenfalls zusätzliche Kunden beschert haben. Schliesslich könnte auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Ursachen und Folgen des Klimawandels einen Beitrag dazu leisten, dass immer mehr Menschen Bahn und Bus benutzen.


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Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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