Bevölkerung über Kostenwahrheit im Verkehr informieren!

Die hohen Benzinpreise haben zur Folge, dass immer mehr Autofahrer und Autofahrerinnen auf den ÖV umsteigen. Viele Leuten wissen aber nicht, dass das Auto unabhängig von der Höhe des Benzinpreises in praktisch allen Fällen das teuerste Fortbewegungsmittel ist. Nationalrat Ruedi Aeschbacher hat deshalb zusammen mit umverkehR eine Motion eingereicht, welche den Bundesrat auffordert, die Bevölkerung mit einer Öffentlichkeitskampagne über die Kosten der Mobilität zu informieren und so ökologische Verkehrsmittel zu fördern.

Die hohen Benzinpreise haben zur Folge, dass immer mehr Autofahrer und Autofahrerinnen auf den ÖV umsteigen. Viele Leuten wissen aber nicht, dass das Auto unabhängig von der Höhe des Benzinpreises in praktisch allen Fällen das teuerste Fortbewegungsmittel ist. Nationalrat Ruedi Aeschbacher hat deshalb zusammen mit umverkehR eine Motion eingereicht, welche den Bundesrat auffordert, die Bevölkerung mit einer Öffentlichkeitskampagne über die Kosten der Mobilität zu informieren und so ökologische Verkehrsmittel zu fördern.

Bei der Verkehrsmittelwahl sind die Kosten ein wichtiger Faktor. Die steigenden Benutzerzahlen der SBB und eine Meinungsumfrage der Coop-Zeitung verdeutlichen dies deutlich: 27% der Befragten haben in der repräsentativen Umfrage angeben, dass sie wegen dem steigenden Benzinpreisen bereits heute weniger Auto fahren; bei einem Benzinpreis über 3 Fr. wären es bereits 61 Prozent (Coop-Zeitung, 10. Juni 2008).

Doch unabhängig vom Benzinpreis ist der Kilometerpreis des Autos zwei- bis dreimal teurer als derjenige des ÖV. Laut einer Studie des Bundesamts für Umwelt (2006) spart ein 2-Personenhaushalt pro Jahr 4000 Franken, wenn seine Mitglieder vom Auto auf den ÖV und ein Carsharing-System umsteigen (4/5 aller Wegstrecken mit dem ÖV, 1/5 mit einem Carsharing-Auto); gleichzeitig verringert sich der Verbrauch der nicht erneuerbaren Primärenergie um 9 Prozent. Das Portemonnaie ist somit ein schlagkräftiges Umsteigeargument für den effizienten und klimafreundlichen ÖV. Die Umweltorganisation umverkehR und Nationalrat Ruedi Aeschbacher fordern deshalb den Bundesrat in einer eben eingereichten Motion auf, eine Informationskampagne über die Kosten der verschiedenen Verkehrsmittel durchzuführen. «Mit einer Öffentlichkeitskampagne kann die Bevölkerung aufgeklärt werden, dass ÖV, Langsamverkehr und Carsharing das Portemonnaie am wenigsten belasten und gleichzeitig auch erhebliche ökologische Vorteile haben», so Thomas Stahel, Geschäftsleiter von umverkehR.

umverkehR hat 2007 bereits eine Informationskampagne zum Thema «Sparen beim Fahren» durchgeführt und mehrere tausend Personen über die Kosten der Mobilität informiert. Die Auswertung hat ergeben, dass rund ein Drittel der Teilnehmenden angesichts des Sparpotentials des ÖV, Fuss- und Veloverkehrs in Zukunft bewusster wählen und fast jedeR Fünfte gar mittelfristig aufs Auto verzichten möchte (n=276). Wir fordern den Bundesrat deshalb auf, die Kampagne von umverkehR fortzuführen und so mit relativ geringem Aufwand in eine zukunftsfähige Verkehrspolitik zu investieren.


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Medienmitteilung umverkehR

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

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