BLS-Strecke Bern–Neuchâtel: Inbetriebnahme Doppelspurabschnitt Ins–Fanelwald

Die BLS AG hat im Beisein der Berner Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer, des Neuenburger Staatsrats Fernand Cuche und des Gemeindepräsidenten von Gampelen, Peter Dietrich, die 5,1 Kilometer lange Doppelspurstrecke zwischen Ins und Fanelwald eingeweiht. Der Ausbau und die Modernisierung dieses Streckenabschnitts bilden die Grundlage für einen Angebotsausbau zwischen Bern und Neuchâtel ab Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2008.

Die BLS AG hat im Beisein der Berner Regierungspräsidentin Barbara Egger-Jenzer, des Neuenburger Staatsrats Fernand Cuche und des Gemeindepräsidenten von Gampelen, Peter Dietrich, am 24. Juni 08 die 5,1 Kilometer lange Doppelspurstrecke zwischen Ins und Fanelwald eingeweiht. Der Ausbau und die Modernisierung dieses Streckenabschnitts bilden die Grundlage für einen Angebotsausbau zwischen Bern und Neuchâtel ab Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2008.

Insgesamt 55,1 Millionen Franken investiert die BLS in den Infrastrukturausbau zwischen Ins und Fanelwald. Mit der neuen Doppelspur wurde nach zweieinhalbjähriger Bauzeit das Kernstück des Projektes in Betrieb genommen. Bis Ende 2008 sollen auch die übrigen Elemente des Ausbaus fertiggestellt sein. Dazu gehören insbesondere die Perronausbauten in Ins, eine neue Perronanlage und eine neue Personenunterführung in Gampelen sowie ein modernes, elektronisches Stellwerk in Ins.

Eine besondere Herausforderung für die Baufachleute stellte der weiche, feuchte und torfhaltige Untergrund im Grossen Moos dar. Um ihn an die Anforderungen des Bahnbetriebs anzupassen, wurden die oberen Schichten durch tragfähige Materialien ersetzt und mit speziellen Kunststoffgittern stabilisiert.

Die Ausbauten erlauben eine Leistungssteigerung und kürzere Fahrzeiten, indem Kreuzungskonflikte eliminiert werden und die zulässige Geschwindigkeit auf 160 km/h erhöht wird. Damit ist der Weg frei für einen Angebotsausbau zwischen Bern und Neuchâtel ab Fahrplanwechsel vom 14. Dezember 2008. Die wichtigsten Verbesserungen:

  • eine Reduktion der Fahrzeit des RegioExpress Bern–Neuchâtel um 7 Minuten auf neu 33 Minuten; die neue Fahrlage erlaubt verbesserte Anschlüsse in Neuenburg nach La Chaux-de-Fonds–Le Locle sowie nach Yverdon–Lausanne–Genève;
  • eine neue S-Bahnlinie S52 Bern–Kerzers (–Ins); damit wird zwischen Bern und Kerzers zusammen mit der bestehenden S5 den ganzen Tag ein Halbstundentakt angeboten, in den Hauptverkehrszeiten und abends bis Mitternacht wird die S52 bis Ins verlängert;
  • schlanke Anschlüsse in Ins zwischen der neuen S52 und den tpf-Zügen von/nach Neuchâtel; so werden auch abends ab 20 Uhr, wenn die RegioExpress-Züge nicht mehr verkehren, zwischen Bern und Neuchâtel zwei Züge pro Stunde angeboten.

Für die Fahrgäste ergeben sich bis zum 14. Dezember 2008 keine Fahrplanänderungen. Die neue Doppelspur wird jedoch in den kommenden sechs Monaten zur Verbesserung der Fahrplanstabilität beitragen.

Medienstelle BLS AG

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar