Personal des öffentlichen Verkehrs hat grossen Anteil am Erfolg von Euro 08 – Das öV-Personal ist Euro-Sieger

Drei Wochen Grosseinsatz sind vorbei: Das Personal des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz ist der eigentliche Sieger der Euro 08. Es hat gezeigt, wie diese riesigen Besucherströme pünktlich und konfliktfrei zu transportieren sind. Lehren für den Alltag sind fällig.

Drei Wochen Grosseinsatz sind vorbei: Das Personal des öffentlichen Verkehrs in der Schweiz ist der eigentliche Sieger der Euro 08. Es hat gezeigt, wie diese riesigen Besucherströme pünktlich und konfliktfrei zu transportieren sind. Lehren für den Alltag sind fällig.

Der Schweizerische Eisenbahn- und Verkehrspersonal-Verband (SEV) richtet seinen Blick zum Abschluss der Fussball-Europameisterschaft etwas anders aus als die Mandats- und Würdenträger, die nun in alle Kameras strahlen. Diese haben nämlich fröhlich Spiele besucht, während in der ganzen Schweiz Tausende von Leuten dafür gesorgt haben, dass alles rund läuft.

Der SEV gratuliert dem Personal des öffentlichen Verkehrs zur hervorragenden Leistung, die es in diesen drei Wochen erbracht hat. Viele Freitage wurden aufgeschoben, viele Ferien zurückgestellt. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat mit grossem Einsatz und Engagement den Verkehr und die Reisenden bewegt.

Der SEV zählt darauf, dass auch die Unternehmen diese Extraleistung wahrgenommen haben und angemessen honorieren. Wesentlicher sollte allerdings eine Erkenntnis sein, die diese drei Wochen gebracht haben: Menschen sind nicht durch Automaten zu ersetzen. Es waren nicht nur die Matchbesucherinnen und -besucher aus Holland, Russland und Frankreich, die vom Grosseinsatz des Personals profitiert haben. Auch die Pendlerinnen und Pendler – also die riesige Stammkundschaft des öffentlichen Verkehrs – und Ausflugsreisende, die dem Fussballrummel entronnen sind, waren in diesen Wochen weit besser aufgehoben als gewohnt.

Gar die Neue Zürcher Zeitung überschreibt eine Betrachtung vom 14. Juni mit «Renaissance des Menschlichen bei den SBB» und kommt zum Schluss: «Einziger Wermutstropfen: Nach dem Fussballfest wird dieser formidable Kundenservice ein abruptes Ende finden. Dann herrscht bei den SBB wieder die Devise: Unternehmerische Schlankheit durch Personaleinsparung.» Das kann nach Meinung des SEV nicht der letzte Schluss sein: Dem Personalabbau muss ein Ende gesetzt werden! Die Euro hat gezeigt, dass die Kundenzufriedenheit damit erreicht wird, dass Menschen als Ansprechpartner zur Verfügung stehen, die fähig sind, eigenständige Lösungen zu finden. Damit hat die SBB ihre eigene Strategie, alles und jedes durch Automaten, Maschinen und Internetprogramme zu ersetzen, erfolgreich ausser Kraft gesetzt. Der SEV zählt darauf, dass die Menschen an der SBB-Spitze nun eine wesentliche Fähigkeit zeigen, die sie Maschinen voraus haben: Sie sind lernfähig.

Medienmitteilung SEV

Autor: Redaktion

Aus der Bahnonline.ch-Redaktion. Zugesandte Artikel und Medienmitteilungen, welche von der Redaktion geprüft und/oder redigiert wurden.

Schreibe einen Kommentar